Mach dich frei von Selbstvorwürfen

Wie die Bounce-back-Methode Sie aus der Vorwurfsfalle führt

Machen Sie sich frei von SelbstvorwürfenWer möchte nicht gelassen und mit sich im Reinen sein? In stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, mit anstrengenden Menschen gelassen umgehen, Herausforderungen professionell meistern? Oft genug gelingt es ja auch. Doch das Augenmerk richtet sich meist auf die Momente, in denen von Ausgeglichenheit keine Rede sein kann. In denen wir schwächeln, gereizt, hektisch und unfreundlich reagieren.

 

 

Später folgen dann die Selbstvorwürfe:
Enttäuscht: „Schon wieder!“
Sarkastisch: „Das hast du ja mal wieder toll hingekriegt!“
Anklagend: „Die anderen können das doch auch!“
Resigniert: „Das wirst du nie geregelt kriegen!“

Selbstcoaching-Expertin Stefanie Demann erläutert, warum das passiert und wie Sie sich wieder auf Erfolgsspur bringen. Bounce-back, so nennen Sportler es, wenn sie einen Rückschlag erleiden und sich nicht lange damit aufhalten, sondern sofort wieder bei der Sache sind – ein Steh-Auf-Mechanismus. Es ist menschlich, mal schlecht drauf zu sein und mit sich zu hadern. Wichtig ist, dass man nicht in dieser Stimmung verharrt, sondern immer wieder aufsteht. Wie das geht und wie Sie Selbstvorwürfe stoppen, das erfahren Sie in diesen drei Tipps:

1) Realistische Selbstbewertung, bitte!

Was haben Sie erwartet? Glauben Sie wirklich, dass man stets gelassen und ausgeglichen sein kann? Wer so denkt, lenkt sich auf direktem Weg in die Selbstvorwurfs-Falle, Enttäuschung vorprogrammiert. Bleiben Sie realistisch: Es ist menschlich, Fehler zu machen und Schwächen zu haben. Probieren Sie mal einen ganz neuen Umgang aus (siehe folgender Tipp).

2) So sind Sie also auch? Das ist menschlich!

Sie waren mal wieder nicht so stark, gelassen oder souverän, wie Sie gern gewesen wären? Machen Sie was ganz Verrücktes: Nehmen Sie es einfach wahr, ohne es zu werten, interessiert und neugierig. „Ach, sieh an, so bin ich also auch.“ Damit stoppen Sie nicht nur den Automatismus, den Selbstvorwürfe an sich haben, sondern auch die Wirkung, die sie schwächer macht anstatt stärker.

3) Gelassenheit statt Verurteilung

Egal, was Sie verbockt haben, verurteilen Sie sich nicht dafür. Ausgangspunkt war vermutlich eine Stress-Situation. Denn wenn wir uns rundherum wohlfühlen, verhalten wir uns meist wunschgemäß. In Stress-Situationen jedoch fühlen Menschen sich in vielerlei Hinsicht bedroht. Dann ist die Gelassenheit blockiert. Anstatt sich dafür abzuwerten, nehmen Sie es als Meldung Ihres Systems: „Achtung! Mir fehlt etwas!“

Wer seine hohen Erwartungen hinterfragt und auf seine Bedürfnisse achtet, bahnt einen breiteren Weg für Gelassenheit und biegt nicht so schnell auf den Pfad der Selbstvorwürfe ein. Und wenn es doch mal wieder passiert: Bounce-back und auf ein Neues!

Übrigens: Stefanie Demann ist auf dem Assistentinnen-Tag in Mainz gleich drei Mal vertreten:  

TOP-Seminar Führe dich selbst 

Workshop Fehlerinterlligenz

Workshop Vorsicht Hochspannung