Schwierige Kollegen – zehn Typen, zehn Tipps zum Umgang

Unpünktlichkeit, Nörgelei, ständige Nachfragen – schwierige Kollegen können Ihnen den letzten Nerv rauben und Sie sogar bei Ihren täglichen Aufgaben behindern. Zum Glück sind Sie solchen Verhaltensweisen nicht hilflos ausgeliefert. Mit der richtigen Taktik setzen Sie den eigenwilligen Zeitgenossen Grenzen. Dabei ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt, schließlich wollen Sie die Kollegen nicht vor den Kopf stoßen, sondern zu einer guten Zusammenarbeit mit ihnen finden. Wir stellen Ihnen verschiedene Typen von schwierigen Kollegen vor und geben Ihnen Ratschläge für ein besseres Miteinander.

Der Unpünktliche

Jeden Morgen erscheint er unpünktlich, macht den Verkehr und den Parkplatzmangel für sein Zuspätkommen verantwortlich. Dabei hat er einfach nur kein Zeitgefühl. Machen Sie ihm klar, dass er von Ihnen kein Verständnis erwarten kann, denn schließlich kennen Sie die Verkehrsprobleme auch und schaffen es dennoch pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen.

Der Zögerliche

Bevor er eine endgültige Entscheidung trifft, fragt er erst einmal, was die anderen von seiner Idee halten. Er möchte Ihre Meinung zu Angelegenheiten hören, über die Sie nicht unbedingt Kenntnisse haben. Die Verantwortung, die ihm aufgetragen wurde, überfordert ihn, weil es ihm an Selbstbewusstsein mangelt. Sein Vorgesetzter müsste ihm mehr Anerkennung und Lob für seine Arbeit aussprechen und ihn wissen lassen, dass seine Kenntnisse für die Durchführung seiner Aufgaben ausreichen. Erklären Sie ihm, dass Sie für Ratschläge gerne zur Verfügung stehen, aber nur auf Gebieten, über die Sie auch informiert sind.

Der Zappelphilipp

Der Zappelphilipp kann nicht lange stillsitzen, ist ständig auf Wanderschaft und verwickelt jeden der vorbeikommt in ein Gespräch. Er hat eine Konzentrationsschwäche und kann sich nicht lange an einer Aufgabe halten. Lassen Sie sich durch ihn nicht von Ihrer Arbeit abhalten. Machen Sie ihm klar, dass Sie nicht gestört werden möchten. Er wird es Ihnen nicht übel nehmen, wenn Sie zu tun haben, denn er sucht nur den Kontakt zu seinen Mitmenschen.

Der Wissbegierige

Er möchte sich über den neuesten Stand der Dinge informieren und Sie zu den aktuellsten Vorkommnissen aushorchen. Häufig möchten sich diese Menschen mit kleinen Aufmerksamkeiten für Ihre “Kooperation” bedanken. Natürlich müssen Sie keine Informationen herausgeben. Raten Sie doch einfach zu einem Termin mit der dafür zuständigen Person und der Wissbegierige wird sich bei Ihnen nicht wieder sehen lassen.

Der ewige Miesmacher

Der ewige Miesmacher ist ein typischer Pessimist. Die Welt ist schlecht, der Alltag grau und das Leben eine Zumutung. Er kann nichts und niemandem etwas Positives abgewinnen und brennt förmlich auf die Schwächen anderer. Er sucht nach einer Zuflucht vor der Realität und den alltäglichen neuen Herausforderungen im Leben. Schützen Sie sich vor dem Nörgler, indem Sie ihn mit direkten Fragen über sein Anliegen konfrontieren. Fragen Sie ruhig, warum er alles so pessimistisch sieht. Man muss ihn unter Vorwänden zu seinem eigentlichen Problem führen. Sein Problem wird wahrscheinlich eine Schwäche sein, die er auf keinen Fall zugeben wird.

Der Schüchterne

Er ist eher ein sachlicher und gelassener Typ. Er ist clever und kultiviert, aber sehr zurückhaltend. Seine Schüchternheit erschwert ihm die Durchsetzung seiner Ziele, schützt ihn aber gleichzeitig vor seiner Umwelt. Ihm fehlt es einfach nur an Selbstsicherheit. Schenken Sie ihm Aufmerksamkeit und Lob.

Der Zurückhaltende

Konfrontationen geht er stets aus dem Weg und bittet andere, seine Anliegen dem Chef vorzutragen. Ständig bittet er um Zeitaufschub für seine Projekte, weil er unsicher ist, ob er alle Erwartungen erfüllen kann. Machen Sie ihm klar, dass die zeitlichen Termine eingehalten werden müssen. Machen Sie ihm Druck, denn so kann er lernen, seine Blockaden zu überwinden.

Der selbstverliebte Egoist

Dieser Kollege redet viel und gerne, aber am allerliebsten über sich. Seine Hilfsbereitschaft ist groß, sofern für ihn Vorteile entstehen könnten. Immer wieder bittet er Sie um kleine Gefälligkeiten, denn in seinen Augen sind Sie sein persönlicher Hilfsarbeiter. Setzen Sie ihn für Teamarbeiten ein. Wenn die Arbeiten des Teams zum Erfolg geführt haben, wird er sein egoistisches Nutzendenken ablegen können.

Der Workaholic

Er ist allen anderen weit voraus und Erfolg scheint ihm wichtiger zu sein, als der Kontakt zu seinen Kollegen. Doch das ist mehr Schein als Sein. Er fühlt sich lediglich sozial nicht genug eingebunden. Gehen Sie auf ihn zu und fragen Sie nach etwas Persönlichem, z. B. nach seiner Freizeitgestaltung. Falls Sie mal ein Problem lösen müssen, wird er sich erkenntlich zeigen.

Der Schönling

Der bleibende Eindruck, den er bei anderen hinterlässt, ist ihm sehr wichtig. Mit seinem Verhalten und seinem Äußeren möchte er Anerkennung sowie Eindruck erwecken. Er ist ein richtiger Stimmungsmacher und hat für jede Gelegenheit den passenden Spruch. Disziplin und die Einhaltung von Terminen stellen für ihn ein Problem dar. Seine Arroganz ist lediglich ein Zeichen für sein Problem, sich sozial zu integrieren. Lassen Sie sich von ihm nicht um den Finger wickeln, sondern zeigen Sie sich unbeeindruckt.

Schwierige Kollegen bremsen, Konflikte vermeiden

Sie haben schon mehrfach versucht, einem Kollegen Grenzen zu setzen, aber er bringt Sie trotzdem immer wieder aus dem Arbeitsrhythmus? Andere beginnen, sich über den Mitarbeiter zu beschweren? Dann sollten Sie genauer hinschauen: Braut sich hier vielleicht ein tiefergehender Konflikt zusammen? Wenn Sie rechtzeitig einschreiten, verhindern Sie, dass das Betriebsklima dauerhaft belastet wird. Auf sekretaria finden Sie weitere Tipps zum Konfliktmanagement.

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