Kennen Sie die vier Komponenten der Souveränität?

Souveränität im Büro
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Selbstbewusst, unabhängig, offen für andere Menschen und Meinungen – wer souverän auftritt, beeindruckt seine Gesprächspartner auf ganzer Linie. Damit wird es gleich einfacher, die eigenen Vorstellungen engagiert zu vertreten und durchzusetzen. Wie souverän wirken Sie auf Andere? Beobachten Sie sich doch einmal selbst und überlegen Sie, an welchen Souveränitätsschrauben Sie noch drehen können. Das ist gar nicht so schwer, den letztlich sind es vier grundlegende Eigenschaften, die für eine souveräne Ausstrahlung wichtig sind.

Souveränität beruht auf vier grundlegenden Eigenschaften:

  • Selbstsicherheit: Wer souverän ist, strahlt Sicherheit und Ruhe aus.
  • Unabhängigkeit: Souverän sein heißt, seinem eigenen Urteil zu vertrauen und sich von der Eigendynamik einer Situation nicht gefangen nehmen zu lassen.
  • Realistisches Selbstbild: Ein souveräner Mensch weiß, was er leisten kann; ihm ist aber auch bewusst, wo seine Grenzen liegen.
  • Zugewandtheit: Souveränität bleibt nicht auf sich selbst bezogen. Sie zeigt sich erst im Umgang mit anderen.

Selbstsicherheit

Aufgeregtheit und Souveränität passen nicht zusammen. Daher mag derjenige, der einen Wutanfall bekommt, die dominante Rolle an sich reißen, souverän wirkt er jedoch nicht. Selbstsicherheit und Gelassenheit lassen Sie dagegen souverän erscheinen. Dazu gehört es, einen kühlen Kopf zu bewahren – auch in kritischen Situationen. Ein wichtiger Faktor ist die Bereitschaft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Souveräne Ruhe hat nichts Passives oder Phlegmatisches. Im Gegenteil, sie strahlt Entschlossenheit aus. Es geht darum, überstürztes Handeln zu vermeiden und sich erst einmal ein Bild der Lage zu machen. Eine solche Haltung wirkt auf andere beruhigend und gibt ihnen Sicherheit.

Unabhängigkeit

Wer souverän ist, hängt sein Fähnchen nicht nach dem Wind. Reden Sie den anderen nicht nach dem Mund, sondern leisten Sie sich Ihr eigenes Urteil. Ihnen sollte bewusst sein, dass Ihre Mitmenschen manches anders sehen als Sie. Bestehen Sie aber auf Ihrem Urteil, gerade wenn Sie unter Druck gesetzt werden. Haben Sie keine Angst, sich unbeliebt zu machen: Souveräne Menschen sind nicht allen sympathisch.

Realistisches Selbstbild

Souveräne Menschen sind sich über ihre eigenen Stärken und Schwächen im Klaren – und sie machen kein Geheimnis daraus. Das heißt nicht, dass Sie damit hausieren gehen sollen. Eher geht es darum, den Eindruck zu vermitteln, dass sich Ihre Stärken von selbst verstehen und dass Sie Ihre Unzulänglichkeiten einräumen können. Nun sind der Freimütigkeit im Berufsleben Grenzen gesetzt. In manchen Bereichen können Sie sich ein solches Verhalten nicht leisten. Dennoch: Eine eindeutige Aussage wie „Da muss ich mich erst mal schlau machen“ wirkt souverän. Wer mehr Kompetenz vorspiegelt, als er besitzt, oder sich den Anschein des Alleskönners gibt, wird weder als glaubwürdig noch als souverän empfunden.

Zugewandtheit

Manchen Menschen fehlt ein entscheidender Baustein, um wirklich souverän zu sein: Sie sind zu stark auf sich selbst bezogen. Ihre Mitmenschen interessieren sie nur am Rande. Sie sind mit sich selbst im Reinen. Das ist das Einzige, was für sie am Ende zählt. Souverän ist das nicht. Als souveräner Mensch nehmen Sie Anteil an Ihren Mitmenschen, Sie interessieren sich für sie. Erkundigen Sie sich nach deren Ansichten: „Wie denken Sie darüber?“ Behalten Sie die Meinungen, Besonderheiten, Erzählungen, Interessen Ihrer Mitmenschen in Erinnerung – und zwar ganz ohne taktisches Kalkül. Bedenken Sie aber: Der Effekt könnte sich in sein Gegenteil verkehren, wenn der Verdacht auftaucht, dass es Ihnen allein um die Imagepflege geht. Souveränität äußert sich nicht darin, an allem Anteil zu nehmen. Es kommt auf das rechte Maß an.

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