Der Messe-Knigge: Tipps für Ihren perfekten Auftritt

Der Standdienstplan steht, Produktproben und Werbematerial sind vorbereitet und auch fürs Catering ist gesorgt – aber wie steht es mit dem Messe-Knigge? Wissen alle Kollegen, wie sie Ihr Unternehmen auf der Veranstaltung perfekt vertreten? Ob Ihr Messeauftritt zum Erfolg wird oder nicht, hängt in immer größerem Maße vom Erscheinungsbild, Auftreten und der Argumentationsfähigkeit des Standpersonals ab. Wer in diesen Bereichen Defizite aufweist, ist bei der Kundschaft schnell abgeschrieben. Denn Sympathiefaktoren können innerhalb weniger Sekunden darüber entscheiden, ob ein Geschäftsvorhaben gelingt oder nicht. Wir haben einige Messe-Knigge-Tipps für Sie und das Standteam.

Die Dos und Don’ts des Messe-Knigge

Das sieht man auf Messen viel zu oft: Standpersonal steht desinteressiert in Gruppen herum, es wird gegessen, getrunken, telefoniert oder auf dem Smartphone herumgetippt. Niemand scheint zuständig zu sein. Taucht ein Messebesucher am Stand auf, schauen die Mitarbeiter weg oder signalisieren mit verschränkten Armen Gesprächsunwilligkeit. Oft beschäftigen sich die Verkäufer mehr mit den aktuellen Modetrends der Damenwelt und die Damen ziehen die Blicke statt mit einem freundlichen Lächeln mit einem zu kurzen Rock an. Wer so auftritt, verschenkt seine Erfolgschancen.

Dabei ist es so einfach, ein paar Messe-Knigge-Regeln zu beachten und das Unternehmen professionell zu präsentieren. Darauf sollten Sie unbedingt achten:

  • •Stecken Sie die Hände nicht in die Hosentasche.
  • •Fangen Sie den Interessenten nicht am Rand Ihres Standes ab, sondern warten Sie etwa zwei Meter innerhalb des Standes auf ihn.
  • •Achten Sie auf frischen Atem.
  • Kauen Sie aber kein Kaugummi.
  • Stehen Sie nicht mit Kollegen in Grüppchen herum.
  • •Benutzen Sie Ihr Handy möglichst nur außerhalb des Standes.
  • •Stützen Sie sich nicht auf der Messetheke ab wie auf einer Bar.

So kommen Sie unaufdringlich ins Gespräch

Sprechen Sie den Besucher an, aber schrecken Sie ihn nicht ab. Begrüßen Sie ihn besser mit einem „Guten Tag“ anstatt mit dem obligatorischen „Kann ich Ihnen helfen?“. Lassen Sie ihm Zeit, sich umzusehen, aber verfolgen Sie ihn nicht. Erst wenn Sie merken, dass er sich für ein Detail besonders interessiert, können Sie an dieser Stelle einhaken und das Produkt oder den Service vorstellen. Sprechen Sie Ihr Gegenüber immer mit offenen Fragen an: Weshalb, wann, wieso, wie oder warum? Denn dann ist Ihr Gesprächspartner gezwungen, in ganzen Sätzen zu antworten und nicht nur mit einem „Ja“ oder „Nein“.

Was Sie beim Austausch von Visitenkarten beachten sollten

Halten Sie stets Ihre Visitenkarte parat und fangen Sie bloß nicht an, in Jacken-, Hosen- oder gar Aktentasche danach zu wühlen. Selbstredend sollte Ihre Visitenkarte auf dem aktuellsten Stand sein. Beachten Sie, dass Sie Ihr Gegenüber richtig kränken können, wenn Sie die Karte einfach achtlos wegstecken. Ein aufmerksamer Blick auf die Karte ist eine Grundregel des Messe-Knigge und ein Gebot der Höflichkeit. Das gilt vor allem dann, wenn Ihre Gesprächspartner aus dem asiatischen Raum kommen. Haben Sie Zweifel, wie Sie den Namen Ihres Gegenübers aussprechen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, nachzufragen. Im Laufe des Gesprächs sollten Sie die Visitenkarte nicht bekritzeln.

Das gilt für das Messe-Outfit

Wählen Sie Ihr Business-Outfit mit Bedacht aus, denn mit angemessener Kleidung signalisieren Sie Kompetenz und Seriosität. Natürlich richten sich die Anforderungen des Messe-Knigge an Ihre Garderobe auch nach dem Charakter der Messe. Auf Messen mit sportlicher Ausrichtung gelten z. B. eher lockere Kleiderregeln, auf Investitionsgütermessen hingegen gilt die klassische Kleiderordnung. Denken Sie bei der Auswahl daran: Sie repräsentieren Ihr Unternehmen.

Extratipp: Viele Tipps zum richtigen Business-Outfit für jede berufliche Situation finden Sie auch in der sekretaria-Rubrik Dresscode.

Tragen Sie saubere und korrekt sitzende Kleidung. Dazu gehören auch saubere Schuhe. Benutzen Sie Deo oder Parfum dezent. Duftschwaden am Stand können Besucher abschrecken. Und was sagt der Messe-Knigge zum Namensschild? Befestigen Sie es in gut lesbarer Höhe. Es sollte darauf nur Ihr Firmenlogo sowie Ihr Vor- und Nachname zu lesen sein.

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