Burn-out: Nur eine Verhaltensänderung bringt wirklich Hilfe

Nur eine Verhaltensänderung bringt wirklich Hilfe
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Viele von Ihnen haben sicher den einen oder anderen Kollegen mit Burn-out. Und jeder kennt die Krankheit – die schon in den 70er Jahren beschrieben wurde. Heute allerdings ist sie aktueller denn je. Manche Menschen sind anfälliger als andere – und wer die Krankheit hinter sich lassen möchte, muss sein Leben komplett ändern.

 

Warum ist Burn-out seit ein paar Jahren in aller Munde?

Schon in den 70er Jahren hat ein Arzt namens Freudenberger die Symptome eines Burn-outs beschrieben. Das Thema ist also nicht neu. Nur haben wir es lange nicht so genannt und als Krankheit erkannt und anerkannt.

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Sind manche „Typen“ besonders anfällig?

Ja, es gibt Menschen, die anfälliger für einen Burnout sind. Menschen, die sehr verantwortungsbewusst sind und immer versuchen, alle Aufgaben zu 150 Prozent zu erledigen. Auch Menschen, die sehr hohe Ansprüche an sich stellen, sind gefährdet. Schauen Sie sich Perfektionisten oder Idealisten an. Ihnen fällt es schwer, nein zu sagen oder auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.
Das sind erste Anzeichen von Burn-out

Anzeichen eines Burn-outs finden auf drei verschiedenen Ebenen statt:

  1. kognitive Ebene:
    Es zeigen sich Konzentrationsschwierigkeiten, endlose Grübeleien, Vergesslichkeit oder negatives Denken.
  2. emotionale Ebene:
    Sie ist geprägt von Angstzuständen, unerklärbarer Traurigkeit, Versagensangst und Gefühlsschwankungen.
  3. vegetative Ebene:
    Betroffene haben oft ein flaues Gefühl im Bauch, erleiden einen Tinnitus oder leiden unter Herzklopfen und Kurzatmigkeit.

Auch häufige Kopfschmerzen, Zähneknirschen, häufiges Weinen oder ein flatterndes Augenlid können Anzeichen für einen Burn-out sein. Natürlich hat jeder von uns diese Anzeichen bei sich schon bemerkt. Sollten sie aber über einen langen Zeitraum nicht besser werden, ist es ratsam, einen Arzt oder Therapeuten zu konsultieren.

Wie kann man Kollegen mit Burn-out helfen?

Wenn jemand tatsächlich an einem Burnout leidet (und nicht temporär überarbeitet oder gestresst ist) oder einen Burnout hinter sich tat, kann ein Laie nicht wirklich helfen. Schon gar nicht als Kollege. Burnout ist keine momentane Erschöpfung und man kann diese Krankheit nur überwinden, wenn man sein Leben umstellt. Das muss man selbst, am besten begleitet durch einen Arzt oder Therapeuten, machen – und wollen!

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Wenn Arbeit krank macht – lesen Sie mehr dazu in der September-Ausgabe des sekretaria-Magazins.

Welche Strategien helfen einem, wenn man nach einer Burn-out-Krankheitsphase wieder in den Beruf einsteigt?

Sinnvoll ist es, sich bei der Lebensumstellung nach einem Burnout professionell helfen zu lassen. Dabei lernt man, seine Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Man erlernt, durch Entspannungstechniken Stresssituationen besser zu beherrschen und kann so vermeiden, wieder in alte Muster zu verfallen. Wichtig ist, dass man bei der Analyse der eigenen Lebensumstände wirklich ehrlich ist. Sonst ist die Mühe umsonst und man läuft wieder Gefahr, einen Burn-out zu bekommen.

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