Mit Gesprächstaktiken sicher und treffend überzeugen

Gesprächstaktiken können Ihnen helfen, Ihre Interessen durchzusetzen. Dabei geht es keineswegs darum, dass Sie sich durch Tricks einen unfairen Vorteil verschaffen. Mit Ihrem Gesprächsverhalten und Ihrer Körpersprache können Sie dezente Akzente setzen und so Ihre Argumente ins rechte Licht rücken. Wir geben Ihnen erprobte Praxistipps, wie Sie Ihre Gesprächsführung verbessern können.

Effektive Gesprächsführung mit Gesprächstaktiken

Ob im Beruf oder im Alltag: Wir befinden uns ständig im Gespräch mit anderen Menschen. Wie geschickt wir Gespräche führen, entscheidet oftmals über unseren beruflichen sowie privaten Erfolg. Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, heikle Situationen durch Einsatz von Schlagfertigkeit entspannen und seine persönlichen Ziele realisieren – das möchte nahezu jeder im Gespräch. Die richtigen Gesprächstaktiken unterstützen Sie dabei.

Was erwartet Sie im Gespräch?

Wenn Sie wissen, dass Sie ein Gespräch oder eine Besprechung vor sich haben, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten und sich ein Gesprächsziel zu setzen. Ihre Zielsetzung ermöglicht es Ihnen, nicht abzuschweifen, sondern bei dem eigentlichen Thema zu bleiben. Gerade gegen Nervosität hilft es, sich seine Ziele und alle Argumente dafür immer vor Augen zu halten. Bevor Sie in ein Gespräch gehen, sollten Sie sich immer die folgenden Fragen beantworten können:

  • Was genau will ich in Erfahrung bringen, lernen und herausfinden?
  • Was genau will ich in diesem Gespräch erreichen und bewirken?
  • Bin ich auf die naheliegendsten Fragen gut vorbereitet?

Gesprächstaktik Nr. 1: Sehen Sie Ihr Gegenüber als Partner

Sehen Sie Ihre Gesprächspartner als Gegner oder als Menschen, denen Sie haushoch überlegen sind, oder fühlen Sie sich ihnen unterlegen? Machen Sie sich klar, mit welcher Grundeinstellung Sie Ihrem Gesprächspartner gegenübertreten, da Ihre Einstellung immer auch die Art und Weise Ihrer Kommunikation beeinflusst. Sehen Sie Ihr Gegenüber als gleichberechtigten Partner. Das ist natürlich nicht immer leicht, aber das Bewusstsein darüber ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Gesprächstaktik Nr. 2: Zeigen Sie Interesse

Zeigen Sie keinesfalls Desinteresse am Gesprächspartner. Seien Sie neugierig und aufgeschlossen gegenüber seinen Interessen – denn wenn Sie mehr Interesse an sich selbst haben, ist das Gespräch meist schon beendet, ehe es überhaupt begonnen hat. Stellen Sie z. B. gezielte und sinnvolle Fragen. Dadurch können Sie das Gespräch in die Richtung leiten, in der Sie es gerne haben möchten. Denn: Wer fragt, der führt!

Gesprächstaktik Nr. 3: Setzen Sie Ihre Körpersprache ein

Achten Sie auch auf Ihre Haltung! Stocksteif dastehen, keine Miene verziehen und sein Gegenüber anstarren, wirkt nicht gerade seriös und teilnahmsvoll. Durch steifes Dastehen erscheinen Sie überheblich, distanziert und der Gesprächspartner hat das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. Zu den positiven Gesprächstaktiken gehört es, dass Sie zwischendurch immer wieder ein kleines Lächeln einbringen. Das lockert die Stimmung und Sie wirken gleich sympathischer. Ein weiterer Tipp ist, die Gestik und Haltung des anderen wiederzuspiegeln, indem man sie kopiert. Diese Gesprächstaktik zielt ebenfalls darauf ab, die Sympathie bei Ihrem Gegenüber zu wecken. Ihr Gegenüber bemerkt nicht, dass Sie sein Verhalten spiegeln, da dies nur auf unbewusster Ebene wahrgenommen wird. In jedem Fall findet er Sie aber sympathischer.

Gesprächstaktik Nr. 4: Hören Sie zu

Jeder von uns möchte das Gefühl haben, wirklich verstanden zu werden. Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner dieses Gefühl geben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch Sie gehört werden. Versuchen Sie, Ihren Gesprächspartner wirklich zu verstehen, dann haben Sie viel bessere Möglichkeiten zum Argumentieren. Ihre Argumente sollten treffend, sicher und überzeugend sein, denn so können Sie Ihr Gegenüber von Anfang an beeindrucken.

Gesprächstaktik Nr. 5: Verschaffen Sie sich selbst Gehör

Treten Sie möglichst selbstbewusst auf und versuchen Sie, so gelassen wie möglich zu erscheinen. Fällt Ihr Gegenüber Ihnen permanent ins Wort, bitten Sie Ihn höflich, aber bestimmt, Sie ausreden zu lassen. Sagen Sie einfach freundlich, aber laut und deutlich: „Warten Sie bitte mal kurz! Ehe ich es vergesse … Dazu fällt mir Folgendes ein“ oder „Lassen Sie mich das bitte kurz zu Ende bringen …“. Eine weitere hilfreiche Gesprächstaktik in solchen Momenten ist es, wenn Sie mitten im Satz Atempausen machen, anstatt wie üblich am Ende. Dadurch geben Sie Ihrem Gesprächspartner keine Gelegenheit, Sie zu unterbrechen. Probieren Sie es aus! Überwältigen Sie Ihren Gesprächspartner aber nicht mit einem Redeschwall, denn damit verwehren Sie ihm die Chance, sich mitzuteilen. Vergessen Sie den Irrglauben, dass viel Reden überzeugt. Zuhören und Reden sollten jeweils 50 Prozent Ihrer Gesprächsführung ausmachen. Profilieren Sie sich nicht, denn es kommt auf die Ausgeglichenheit des Gesprächs an.

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