„Brauchen“: Infinitiv mit „zu“ oder ohne?

„Sie brauchen sich darum nicht kümmern …“ Solche Sätze hört man immer häufiger. Wenn nach dem Verb ein Infinitiv folgt, wird das „zu“ einfach weggelassen. Aber ist das auch richtig? Eine Diskussion zu diesem Thema hatte unsere Leserin Daniela S. aus Karlsruhe mit ihrem Chef und wandte sich an die Redaktion. Wir haben für Sie den neuesten Stand in Sachen Grammatik recherchiert.

Brauchen: Infinitiv mit zu? Eselsbrücke hilft

Früher wurden viele Schulkinder mit einer Eselsbrücke gequält, die das Problem sehr einprägsam zusammenfasst: „Wer ‚brauchen‘ nicht mit ‚zu‘ gebraucht, braucht ‚brauchen‘ gar nicht zu gebrauchen.“

Heute gilt diese Regel aber nicht mehr uneingeschränkt. Der Duden macht keine klaren Angaben, ob Sie den Infinitiv in diesen Sätzen mit „zu“ schreiben müssen oder nicht. Das Nachschlagewerk stellt lediglich fest, dass „zu“ in der gesprochenen Sprache häufig wegfällt, im Geschriebenen dagegen meist noch gesetzt wird. Die Empfehlung ist aber eindeutig: Sie sind auf jeden Fall auf der sicheren Seite, wenn Sie sich an der genannten Eselsbrücke orientieren.

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