Die richtige Anrede wählen

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    Bei Briefen an Eheleute oder an ganze Familien bereitet die richtige Anrede der Personen immer wieder Probleme. So stellte unsere Leserin Kathrin W. die Frage, ob die Anrede „Eheleute“ überhaupt noch zeitgemäß ist. Wir haben diese und weitere Fälle für Sie recherchiert.

    Die Anrede „Eheleute“ im Anschriftenfeld ist heutzutage überholt. Vielmehr sollten Sie immer beide Adressaten ansprechen, wenn Sie an Paare schreiben. Dafür haben Sie verschiedene Varianten zur Auswahl.

    Das Anschriftenfeld

    Hier können Sie Folgendes einsetzen:

    Frau Ellen Bader und
    Herrn Frank Bader

    oder

    Herrn Frank Bader und
    Frau Ellen Bader

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    Wählen Sie die Reihenfolge nach dem Grad der Bekanntschaft. Wenn der Herr z. B. in Ihrem Unternehmen arbeitet, nennen Sie ihn zuerst. Wenn Ihnen beide gleich gut bekannt oder unbekannt sind, ist es höflicher, die Dame zuerst zu nennen. Diese Variante ist übrigens gut geeignet, wenn einer der beiden einen Doktortitel trägt.

    oder

    Ellen und Frank Bader
    (wenn beide den gleichen Nachnamen tragen)

    oder

    Herrn und Frau
    Frank Bader und Ellen Bader

    Tipp: Auf keinen Fall sollten Sie schreiben: „Frank Bader und Frau“ Dies könnte die Dame als Unhöflichkeit verstehen

    Bei einer Familie (mehr Personen als nur die Eheleute) können Sie ins Anschriftenfeld auch „Familie“ schreiben:

    Familie
    Frank und Ellen Bader

    oder

    Familie
    Frank, Ellen, Anna und Paul Bader

    Die Anrede

    Bei Privatschreiben sollten Sie bei der Anrede immer die Dame als Erstes ansprechen. Die Regelung, dass die Anrede nach der Hierarchie zu gestalten ist, gilt nur in der Geschäftskorrespondenz. Die Anrede lautet also:

    Sehr geehrte Frau Bader,
    sehr geehrter Herr Bader,

    Je nach Grad der Vertrautheit kann auch

    Liebe Frau Bader, lieber Herr Bader,

    oder

    Liebe Ellen, lieber Frank,

    gewählt werden, wobei diese Anreden eher in der Privatkorrespondenz angemessen sind. Wenn Sie mit einer Person beim „Du“ sind, sollten Sie dies beibehalten (das kann z. B. der Fall sein, wenn Sie an einen Kollegen und seiner Frau schreiben):

    Liebe Frau Bader, lieber Frank,

    Eine Familie können Sie entweder als Ganzes ansprechen:

    Liebe Familie Bader,

    Dann sollten Sie aber auch die ganze Familie meinen. Wenn Sie ein vertrautes Verhältnis zu den einzelnen Mitgliedern haben und per Du sind, können Sie auch wählen:

    Liebe Ellen, lieber Frank, liebe Anna, lieber Paul,

    Sekretaria-Talk: Was meinen Sie dazu?