Der richtige Händedruck

Der richtige Händedruck
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Die ersten Momente einer Begegnung sind meist die entscheidenden. Schon der Händedruck kann vorgeben, welches Bild sich Ihr Gegenüber von Ihnen macht – dieses Bild wird Ihren weiteren Kontakt bestimmen und kann sogar ein Erfolgsfaktor in der Geschäftsbeziehung sein. Sicher kennen Sie das aus eigener Erfahrung: Wenn Ihnen jemand die Hand drückt, bis die Knochen knacken, ist das genauso unangenehm wie ein schlaffer Händedruck Marke „toter Fisch“. Die folgenden Regeln sollten Sie beachten, um schon im Augenblick der Begrüßung einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

 

Der Händedruck verrät viel über die Persönlichkeit

Der Handschlag ist die in Deutschland am häufigsten verwendete Art der Begrüßung. Ein fester Händedruck und ein offener, freundlicher Blick in die Augen des Gegenübers sind die beste Eröffnung für ein Gespräch. Wenn Sie dies beherzigen, punkten Sie schon, bevor Sie Ihren Gesprächspartner mit Worten überzeugen können. Er zieht nämlich beim Händeschütteln unbewusst Rückschlüsse auf Ihren Charakter.

Shake-hands-Knigge

Im Geschäftsleben reicht der Ältere dem Jüngeren und die Dame dem Herrn die Hand. Die Ausnahme: Der Gastgeber reicht dem Ankommenden die Hand und heißt ihn somit willkommen. Auch dem in der Hierarchie höher gestellten wird das Recht zuteil, als erster die Hand anzubieten.

Auch wenn der Händedruck zur Begrüßung grundsätzlich ein Gebot der Höflichkeit ist, kann es in bestimmten Situationen sinnvoll sein, darauf zu verzichten. In einer Gruppe etwa kann es schnell umständlich werden, wenn alle Anwesenden versuchen, einander die Hände zu geben. Ganz und gar unpassend wäre es dann aber, nur ausgewählte Personen mit Handschlag zu begrüßen. Es gilt: alle oder keiner!

Wenn Sie in Eile sind, sollten Sie lediglich im Vorbeigehen mit dem Kopf nicken und verbal grüßen. Ein Händedruck wäre eine Einladung zum Gespräch.

Extratipp: Beachten Sie die Gepflogenheiten anderer Länder. Wenn Sie bei ausländischen Begrüßungsritualen unsicher sind, folgen Sie am besten dieser Regel: besser zu förmlich als zu salopp verhalten.

Do’s und Don’ts beim Händedruck

Ergreifen Sie stets eine Hand, die Ihnen entgegen gestreckt wird. Die Geste zu übergehen, wäre unhöflich! Beim Händedruck kommt immer nur eine Hand zum Einsatz. Vertrauliche Gesten wie ein gleichzeitiges Schulterklopfen oder ein Umfassen mit beiden Händen haben im geschäftlichen Umfeld in der Regel nichts zu suchen. Sollten Sie, aus welchen Gründen auch immer, feuchte Handflächen haben, trocknen Sie sie vorher kurz unauffällig ab. Ihr Händedruck sollte nicht länger als 3 Sekunden dauern und fest und bestimmt sein. Persönlichkeitstests belegen: Personen mit einem festen Händedruck erweisen sich tatsächlich als selbstbewusster als jene mit schlapper Hand. Drücken Sie jedoch zu fest zu, gewinnt Ihr Gegenüber den Eindruck, Sie wollten sich hervortun oder seien eine kontrollsüchtige und zu dominante Persönlichkeit. Wird die Hand schräg von oben gereicht, signalisiert diese Geste eine „Ich-bin-der-Boss“-Haltung, die keinen Widerspruch duldet.

Der energielose, schlaffe Händedruck hingegen signalisiert Rückschlüsse auf einen unsicheren und unterwürfigen Typ. Er kann aber auch auf Interesselosigkeit, Apathie und Passivität hinweisen. Vorsicht ist geboten, wenn Ihr Gegenüber Ihre Hand wie einen Schraubenzieher behandelt. Eine Verdrehung der Hand deutet oft auf einen schwierigen Geschäftsverlauf hin. Werden Sie in diese Drehbewegung gezwungen, signalisiert das: „Wir sind zwar gleichgestellt, aber ich erteile die Befehle“.

Nicht nur der Händedruck ist bei der ersten Begegnung entscheidend. In unserem Seminar „Überzeugende Rhetorik“ lernen Sie, wie Sie Rhetorik, Körpersprache und Stimme geziehlt einsetzen, um den Gesprächspartner von Ihrer Persönlichkeit zu überzeugen.

Was ist die richtige Taktik?
  • Drücken Sie fest und bestimmt, aber nicht übertrieben fest zu.
  • Grüßen Sie mit einem vollen Händedruck, indem Sie die Hand Ihres Gegenübers vollständig umfassen.
  • Strecken Sie die Hand nie über ein Hindernis (Stuhl oder Tisch) aus: Die Barriere steht im Widerspruch zu der Kontaktaufnahme, die Sie ja mit der Begrüßung erreichen wollen.
  • Halten Sie beim Händeschütteln Blickkontakt. Weichen Sie nicht aus. Das lässt auf Schwäche oder ein schlechtes Gewissen schließen.
  • Mit einem kurzen Schütteln der Hand und einem Lächeln, das Wohlwollen signalisiert, machen Sie nichts verkehrt – wer auf diese Weise grüßt, wird direkt als aufgeschlossen, selbstsicher und verträglich eingeschätzt.

Wenn Sie diese Regeln für den Händedruck verinnerlichen, steht dem positiven ersten Eindruck im Gespräch nichts im Weg!

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