false friends im Englischen

Brief
© Brian Jackson / Fotolia.com

Briefe, E-Mails und Gespräche in englischer Sprache können schnell zu einer peinlichen Nummer werden. Denn vielen Menschen fehlt die Übung und die Leichtigkeit im Umgang mit der Fremdsprache. Gespräche verlaufen deshalb oft verkrampft, Irrtümer und Fehler schleichen sich ein. Eine der größten Fehlerquellen sind die sogenannten „false friends“.

Als „false friends“ bezeichnet man jene englischen Wörter bzw. Ausdrücke, die deutschen Wörtern sehr ähneln, aber etwas ganz anderes bedeuten. Tückisch daran ist, dass sie zwar äußerlich fast identisch sind, bedeutungsmäßig jedoch überhaupt nicht zusammenpassen.

Es scheint doch so verlockend, „brav“ mit brave und „Chef“ mit chef zu übersetzen. Es ist aber leider falsch und für den Englischsprachigen zudem völlig unverständlich. False friends sind eine Fehlerfalle, in die wir immer wieder tappen -auch in englischen E-Mails – und sie bescheren uns so manche peinliche Situation.

Fettnäpfchen lauern

Holpriges, fehlerhaftes Englisch macht keinen guten Eindruck in der Geschäftswelt. Will man sich bei ausländischen Geschäftspartnern nicht blamieren, sollte man versuchen, die typischen Stolpersteine zu vermeiden. Wer sich als undertaker bei ausländischen Partnern vorstellt, blickt in ratlose Gesichter, es sei denn man ist Leichenbestatter und kein Unternehmer. Denn korrekt heißt der Unternehmer businessman/woman, entrepreneur oder industrialist.

„Chef“ wird auch häufig falsch mit chef (Küchenchef) oder chief (Indianerhäuptling) übersetzt. Chief ist ein eher kumpelhafter Ausdruck und wird nur benutzt, wenn man sich sehr gut kennt. Die richtige Bezeichnung für den Chef lautet boss.

Ein anderer, weit verbreiteter Fehler, der zur allgemeinen Erheiterung des Gegenübers beiträgt, ist die Übersetzung von „Rückseite“. Fälschlicherweise wird das Wort häufig mit backside (Po, Hinterteil) übersetzt, richtig ist jedoch back. Bei Vertragsunterzeichnungen sollten Sätze wie „Please sign on the backside“ also tunlichst vermieden werden.

Ein weiterer klassischer Fehler der Deutschen ist der mit dem „Handy“: Der Satz „Call me on my handy“ klingt für den Deutschen logisch, ist aber falsch. Denn handy steht im englischsprachigen Raum lediglich für „handlich“, während mobile phone (GB) bzw. cell phone (USA) die korrekte Bezeichnung für das Mobiltelefon ist.

Die Liste der existierenden false friends ist sicherlich unendlich, da die Deutschen nicht nur in die Vokabelfehlerfalle tappen – auch Aussprache- und Grammatikfehler stiften Verwirrung und Unverständnis beim englischsprachigen Geschäftspartner. Wir haben für Sie eine kleine Auswahl an false friends zusammengestellt, damit Sie einigen Fettnäpfchen ausweichen können, wenn Sie Ihnen begegnen:

Aktion: „campaign / drive“, nicht „action“
(Handlung, Bewegung)
aktuell: „topical / current“, nicht „actual“ (wirklich)
bekommen: „to receive / get“, nicht „become“ (werden)
Billion: „trillion“, nicht „billion“ (Milliarde)
Brief: „letter“, nicht „brief“ (kurz)
Delikat: „difficult“, nicht „delicate“ (empfindlich)
Direktion: „administration“, nicht „direction“ (Richtung)
engagiert: „committed“, nicht „engaged“ (besetzt; auch: verlobt)
eventuell: „possibly / maybe“, nicht „eventually“ (schließlich, endlich)
Fabrik: „factory“, nicht „fabric“ (Stoff, Gewebe)
familiär: „personal“, nicht „familiar“ (wohl bekannt)
fast: „almost“, nicht „fast“ (schnell)
Formular: „form“, nicht „formula“ (Formel)
Fraktion: „political party / group“, nicht „fraction“ (Bruchteil)
genial: „ingenious“, nicht „genial“ (freundlich)
Kantine: „cafeteria“, nicht „canteen“ (Feldflasche)
Kaution: „deposit“, nicht „caution“ (Vorsicht)
Konkurrenz: „competition“, nicht „concurrence“ (Übereinstimmung)
komfortabel: „convenient“, nicht „comfortable“ (bequem)
Kritik: „criticism“, nicht „critic“ (Kritiker)
Mappe: „folder / binder“, nicht „map“ (Landkarte)
Marke: „brand“, nicht „mark“ (Note)
meinen: „to think about“, nicht „to mean“ (bedeuten)
Meinung: „opinion“, nicht „meaning“ (Bedeutung)
Menü: „set meal“, nicht „menu“ (Speisekarte)
mondän: „fashionable“, nicht „mundane“ (alltäglich)
Note: „mark / grade“, nicht „note“ (Notiz)
Notiz: „note“, nicht „notice“ (Aufmerksamkeit, Benachrichtigung)
ökonomisch: „economical“, nicht „economic“ (Wirtschafts-)
Personal: „staff / personell“, nicht „personal“ (persönlich)
positiv: „affirmative“, nicht „positive“ (sicher)
Promotion: „Doctorate“, nicht „promotion“ (Beförderung, Verkaufsaktion)
Prospekt: „brochure / leaflet“, nicht „prospect“ (Aussicht, Chance)
Provision: „commission“, nicht „provision“ (Vorkehrung)
Prozeß: „law suit / trial“, nicht „process“ (Verfahren)
Rate (Kauf): „instalment“, nicht „rate“ (Rate, Quote)
rentabel: „profitable“, nicht „rentable“ (mietbar)
Rente: „pension“, nicht „rent“ (Miete)
sensibel: „sensitive“, nicht „sensible“ (vernünftig)
seriös: „reliable“, nicht „serious“ (ernst, ernsthaft)
sparen: „save“, nicht „spare“ (übrig haben)
sparsam: „economical“, nicht „economic“ (wirtschaftlich)
spenden: „to donate“, nicht „to spend“ (ausgeben)
Stadium: „stage“, nicht „stadium“ (Stadion)
Stempel: „post mark“, nicht „stamp“ (Briefmarke)
sympathisch: „likeable“, nicht „sympathetic“ (mitfühlend, teilnehmend)
Transparent: „banner“, nicht „transparency“ (Dia)
überhören: „to miss“, nicht „overhear“ (zufällig hören)
Warenhaus: „department store“, nicht „warehouse“ (Lagerhalle)

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