Alternativen für die Grußformel

Musterzeugnisse richtig verwenden
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Zugegeben, mit der Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ können Sie nichts verkehrt machen. Aber möchten Sie nicht manchmal auch hier ein wenig Abwechslung in Ihre Briefe bringen? Alternativen gibt es ja genug – allerdings stellt sich oft die Frage, ob auch alle für die Geschäftswelt geeignet sind. Lassen Sie sich von unseren Vorschlägen doch einmal inspirieren: Was ist wann angemessen? Bei einem langjährigen Geschäftspartner können Sie z. B. auch Orte oder Zeiten in die Grußformel aufnehmen.

Die klassischen Briefschlüsse sind natürlich „Mit freundlichen Grüßen“ oder auch die Singularform „Mit freundlichem Gruß“. Mit dieser Formel sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite – sie passen einfach immer. Allerdings sind sie nicht besonders individuell und dem Leser zugewandt. Wenn eine Geschäftsbeziehung schon länger besteht und Sie Ihren Ansprechpartner mittlerweile gut kennen, können Sie auch zu etwas lockeren Formulierungen greifen. „Mit besten Grüßen“ oder „Herzlichst“ bringen in solchen Fällen neuen Schwung in die Korrespondenz.

Tipp: Vorsicht ist dagegen bei „Liebe Grüße“ geboten. Dieser Gruß sollte unserer Meinung nach der privaten Korrespondenz vorbehalten bleiben.

Die Verbindung mit Orten und Zeiten

Beliebt ist es auch, in den Briefschluss Orte, Zeiten oder Hinweise auf das derzeitige Wetter einzubauen. Dabei entstehen dann weniger förmliche Varianten wie „Beste Grüße aus München“, „Viele Grüße ins Allgäu“ oder „Winterliche Grüße aus Berlin“.

Tipp: Mit der Formulierung „Viele Grüße nach …“ stellen Sie Ihre Kundenorientierung ein ganz kleines bisschen mehr unter Beweis als mit der Formulierung „Viele Grüße aus …“

Wichtig ist dabei, dass Sie den Grad der Vertraulichkeit im Auge behalten. Verwenden Sie solche Formeln nur, wenn Sie sicher sind, dass der Empfänger sie nicht als unangemessen auffasst. Im Zweifelsfall ist es besser, zur etwas förmlicheren Variante zu greifen.

Greifen Sie den Inhalt des Briefs wieder auf

Der Königsweg ist, den Briefinhalt in die Schlusszeile zu integrieren. Dafür haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie sprechen den Inhalt explizit nochmal an oder Sie verändern eine Standard-Schlusszeile spielerisch.

  • Nehmen Sie den Inhalt gezielt noch einmal auf. Angenommen, Sie schicken einem Interessenten ein Angebot zu. Dann kann eine gelungene Schlussformel lauten: „Wir freuen uns auf Ihren Auftrag“. Oder Sie kündigen ein Treffen mit einem langjährigen Geschäftspartner an, dann könnten Sie schreiben: „Schön, dass wir wieder einmal die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch haben werden.“
  • Spielen Sie mit einer herkömmlichen Schlussformel. Angenommen, Sie haben Informationen angefordert, dann können Sie schließen mit „Neugierige Grüße“. Der Briefschluss in einer Brauerei könnte lauten „Auf Ihr Wohl“.

Formales zum Briefschluss

Übrigens beginnt die Schlussformel im Normalfall immer mit einem großen Anfangsbuchstaben. An ihrem Ende stehen weder Punkt noch Komma oder Ausrufezeichen. Nur wenn ein Satz den Briefschluss bildet, gilt die normale Zeichensetzung.

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