Wie laufen Sie zur Höchstform auf?

Trainerin Sabine Asgodom über den richtigen Platz im Team

Sabine AsgodomWelche Fragen man sich selbst beantworten sollte, um den richtigen Platz für sich selbst im Leben und im Büro zu finden, verrät TOP-Speakerin Sabine Asgodom in diesem Interview.

sekretaria: Wie haben Sie festgestellt, dass die Arbeit im Office und Fußball Parallelen haben? Was war Ihr Aha-Moment?

Sabine Asgodom: Ich hatte vor vielen Jahren ein Seminar mit einem zwölfköpfigen Team aus einem Automobilunternehmen. Dabei fiel mir auf, dass jeder Mensch gute Leistungen bringt, wenn er am richtigen Platz ist. Auf dem Fußballplatz wird das berücksichtigt, ein Torwart hat seinen Platz im Tor. Der Stürmer braucht das gewisse Ballgefühl. Das heißt für Führungskräfte, dass sie darauf achten müssen, dass alle Mitarbeiter/innen in ihrer vollen Kraft sind, um für das Unternehmen wertvoll zu sein. Andererseits fiel mir auf, dass Fußballspieler ihren Trainer achten und respektieren müssen, sonst herrscht Anarchie auf dem Platz. Das gilt auch im Unternehmen. Denn: Wer sich nicht führen lassen will, ist nicht zu führen.

sekretaria: Können Sie ein Beispiel nennen, wie man seine Stärken stärkt? Wie soll das konkret gehen?

Sabine Asgodom: Vielen Menschen sind ihre Stärken gar nicht bewusst. Sie haben selten gelernt, stolz auf sich, ihre Talente und Fähigkeiten zu sein. Gerade viele Frauen halten wenig von ihren eigenen Leistungen, vor allem wenn diese leicht gefallen sind. Die verquere Schlussfolgerung: Wenn es so einfach war, kann es nichts Besonderes gewesen sein. Das Gegenteil stimmt: Immer, wenn man das Gefühl hat, es ist ganz einfach, hat man seine Talente einsetzen können. Ich empfehle, Stärken- und Erfolgslisten zu führen. Also alles aufzuschreiben, was man gut kann und was man gerne macht. Und Erfolge aufzuschreiben, die man im Leben schon erreicht hat. Von ganz kleinen bis zu den Großen. Die meisten Menschen, mit denen ich diese Übung gemacht habe, konnten mehr als 20 Erfolge aufschreiben. An die meisten hatten sie lange nicht gedacht.

sekretaria: Warum ist es so wichtig, Teamplayer und gleichzeitig Einzelkämpferin zu sein?

Sabine Asgodom: Fußball ist ein Mannschaftssport. Und in den meisten Berufen ist Teamarbeit gefragt. Jeder Mensch sollte sich klarmachen: Wem arbeite ich zu, wer unterstützt mich? Gemeinsam werden Spitzenleistungen geschaffen. Der beste Stürmer schießt keine Tore, wenn andere ihm nicht den Ball zuspielen, und zwar passgenau. So ist es auch im Arbeitsleben. Der Star-Architekt ist nichts ohne Mitarbeiter/innen, die seine Ideen auch umsetzen können. Der begabteste Chef kann sein Unternehmen nicht allein führen. Er braucht seine Assistentin genauso wie den Controller oder den Pförtner. Ein Trainer einer siegreichen Mannschaft läuft deshalb auch nicht selbst die Ehrenrunde nach dem Sieg, sondern bedankt sich bei jedem einzelnen Spieler. Und gute Führungskräfte, wir nennen sie heute Leader, wissen das und respektieren ihre Mitarbeiter/innen.

Wollen auch Sie zum optimalen Teamplayer und Einzelspieler auf dem Platz werden? Suchen Sie Klarheit, mit wem Sie Spitzenleistungen erreichen? Dann buchen Sie den Workshop Anpfiff und los am Assistentinnen-Tag 2018.