Wege aus der Stressfalle

Begegnen Sie dem Stress mit vier einfachen Übungen

Artikel Wege aus der StressfalleNonstop-Aktivitäten, Zeitdruck und Ärger, Versagensängste und andere Stressoren kennen wir alle zu genüge. Wie stark wir Stress empfinden, ob wir ihn als Last oder Herausforderung sehen, und ob er sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, hängt stark mit der inneren Haltung zusammen.

Die besten Tipps, wie Sie auch im größten Stress belastbar, ausgeglichen und motiviert bleiben, haben wir für Sie zusammengestellt:

Übung 1: Stärken Sie Ihren inneren Rhythmus im Alltag

Bei körperlicher, geistiger oder emotionaler Beanspruchung sollten Sie ganz besonders auf den normalen Biorhythmus Ihres Körpers achten. Die meisten Menschen durchlaufen einen 90-Minuten-Rhythmus: maximal eineinhalb Stunden sind Sie richtig leistungsfähig (Hochphase), daran knüpfen sich circa eineinhalb Stunden, die der Körper zur Regeneration benötigt (Tiefphase).

Nutzen Sie Ihre Hochphasen für analytische, logische und kritische Aufgaben. Nutzen Sie ebenso bewusst Ihre Tiefphasen, denn auch Tiefs haben einen Sinn – Sie müssen nur lernen, diese bewusst aushalten. Nutzen Sie Tiefphasen für kreatives Denken (Ideen für Meetings oder Präsentationen sammeln, Meetings in die Mittagszeit legen), für emotionale Eigenpflege und Wahrnehmung von Stimmungen (wie geht es mir derzeit?) sowie für die physische Regeneration (Routinetätigkeiten: Ablage, E-Mails, Telefonate, Mittagspause).

Übung 2: Auf einen geregelten Alltag achten

Klingt langweilig, tut Ihrem Körper trotzdem richtig gut! Aufstehen und schlafen gehen immer zur selben Zeit, regelmäßige Pausen, Essen, frische Luft und regelmäßigen Sport (nein, nicht nur einmal im Monat!), Spaziergänge und Entspannungsübungen bewirken kleine Wunder gegen Stress. Ihre Vorgesetzten und Kollegen werden es Ihnen danken, wenn Sie entspannt durch den Berufsalltag gehen und noch dazu Vorbildfunktion haben. 

Übung 3: Regelmäßiger Stress-Check

Stress zeigt sich auf drei Ebenen:

  • Physische Ebene: Stress zeigt sich durch Nacken- oder Schulterschmerzen, Rückenschmerzen, verhärtete Kiefermuskulatur, Magenschmerzen, flachen Atem, Herzrasen, Schlaflosigkeit oder gar Ticks.
  • Mentale Ebene: Stress manifestiert sich durch schlechte Konzentration, nicht abschalten können, einseitigen Blick auf die Dinge, unruhige Gedanken.
  • Emotionale Ebene: Gefühle wie Angst, Verkrampfheit, negative Stimmung, Neigung zur Strenge, Wut, Ärger, Unzufriedenheit oder Enttäuschung sind deutliche Anzeichen von Stress.

Machen Sie diesen Mini-Stress-Check regelmäßig, so merken Sie frühzeitig, dass Sie in einen unguten Stresslevel abrutschen, weniger leistungsfähig werden – und steuern rechtzeitig dagegen.

Übung 4: So bringen Sie sich runter: Das Anti-Ärger-Programm

Fragen Sie sich bei jedem Ärger, den Sie spüren: Wie hoch ist der Streitwert? Wie werde ich die Situation heute Abend / in einem Monat beurteilen? Ist Ihre Reaktionen wirklich angemessen? Mit dieser Klärung holen Sie sich gut selbst aus der Emotion heraus.

Machen Sie eine Hitliste Ihrer Stressoren: im Stau stehen, zögerliche Kollegen oder ähnliches. Bald werden diese Stressoren zu alten Bekannten, die Sie belächeln können. 

Weitere Tricks und Wissen für Nerven aus Stahl bietet Ihnen der Workshop Alles in Balance – Nerven aus Stahl beim 38. Deutschen Assistentinnen-Tag