Stressfalle 100%

Warum Problemlöser gefragter sind als Pedanten

Meeting, Stressfalle, DAT 2017
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Der Personaldienstleister „Manpower Group“ hat europaweit Unternehmensvertreter befragt, welche Soft Skills am relevantesten seien. Laut der Studie befindet die Mehrzahl der deutschen Arbeitgeber Problemlösungskompetenz bei ihren Mitarbeitern wichtig. 52 Prozent der Befragten aus Deutschland fanden diese Fähigkeit wünschenswert. Danach folgten Entscheidungskompetenz, Belastbarkeit und Zielorientierung. 100%-Akkuratesse und Akribie gehörten dagegen nicht zu den genannten Qualifikationen.

Die gute Nachricht: lösungsorientiertes Denken lässt sich trainieren, denn es ist eine Frage der Perspektive, der Herangehensweise. Lösungsorientierung fordert ein Umdenken, das nicht das Problem in den Mittelpunkt stellt, sondern die Lösung. Folgende Schritte bringen Sie dazu, ein Problemlöser zu werden und so Stress zu eliminieren:

  1. Distanzierte Haltung

Stecken Sie mittendrin in einer Situation, fällt es Ihnen schwer, einen Ausweg zu erkennen. Es braucht Distanz, um das Kernproblem zu identifizieren und zu formulieren. Wer von Gefühlen wie Angst oder Ärger übermannt wird, ist zu einer sachlichen Betrachtung der Situation nicht fähig. Wer nicht unmittelbar beteiligt ist, fühlt sich daher auch weniger gestresst.

  1. Positive Einstellung

Glauben Sie daran, dass Sie etwas verändern können. Konzentrieren Sie sich auf die Lösung, die Vorteile, die der Idealzustand bringen wird. Freuen Sie sich schon jetzt darauf. Diese Einstellung wird es Ihnen leichter machen, mit den negativen Gefühlen, die mit dem Problem einhergehen, umzugehen. Wer lächelt, schüttelt Stress ab.

  1. Problem und Lösung trennen

Die Wortbedeutung „Problem“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet, „das, was (zur Lösung) vorgelegt wurde“. Dabei kann Lösung zweierlei bedeuten: Zum einen das Analysieren und zum anderen das Loslösen.  Erfahrene Problemlöserinnen machen sich vom Problem „frei“, in dem sie ein Ziel definieren (wie sieht der Idealzustand ohne Problem aus) und dann über Wege nachdenken, dorthin zu kommen.

  1. Mannigfaltige Optionen entdecken

Wie heißt es so schön: Viele Wege führen nach Rom. Überlegen Sie im Team, welche Möglichkeiten sich bieten. Dabei sollte jeder zu Wort kommen und seine Ansätze vorschlagen dürfen. Setzen Sie verschiedene Techniken wie Brainstorming ein, um Ihre Kreativität anzukurbeln. Auch das macht Spaß und reduziert Stress.

  1. Entscheidung treffen

Mit einer Stärken-Schwächen-Analyse der von Ihnen gesammelten Optionen treffen Sie eine strategische Entscheidung. Problem gelöst, Vorgesetzte erfreut, Stress gespart!

Verabschieden Sie sich also getrost von der 100%-Falle, denn Lösungen sind gefragter als reines Leistungsdenken. Noch mehr Stressabbau-Tipps für smarte Assistenzen verrät Keynote-Speaker Jörg Gantert auf dem 38. Deutschen Assistentinnen-Tag am 4. Mai 2017.