Klatschtante oder Karrieristin: Diese Typen gibt es in jedem Büro

Klatschtante oder Karrieristin: Diese Typen gibt es in jedem Büro
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Jedes Büro hat mindestens eine davon: Kolleginnen, die durch ihren Charakter oder ihr Auftreten beeindrucken, anecken oder Aufsehen erregen. Wir haben sie gesammelt und stellen Ihnen hier unsere Bestenliste vor – Augenzwinkern inklusive. Welcher Frauentyp hat bei Ihnen die Oberhand? Wer wären Sie gerne? Denn durchschauen Sie erstmal, wie jemand im Innersten tickt, so ist es oft einfacher, damit umzugehen.

1. Die Zurückhaltende
Gurkenglasbodendicke Brillengläser sind ihr Markenzeichen. Ihr Outfit ist so grau wie ihr Teint, kein Hauch von Make-up. Die Zurückhaltende fällt auf den ersten Blick nicht auf, doch wären wir alle Alphatiere, würde keine Ruhe einkehren. Oft lohnt sich ein zweiter Blick auf die ruhige Kollegin – denn stille Wasser gründen tief.

2. Die Intrigantin
Ja, sie häkelt, jedoch nur feinmaschige Intrigen. In ihren Manolo-Schuhen geht sie über Leichen, wenn es sein muss. Ihre Standardwaffe ist das Gerücht. Eindeutig zweideutige Anspielungen sind ihre Stärke. Die Imagekillerin fahndet nach den Achillesfersen ihrer Kolleginnen – und wenn es keine gibt, erfindet sie welche. Hier machen Sie am besten einen großen Bogen.

3. Die Klatschtante
Vorsicht, Lauschangriff! Kein Büro ist vor ihr sicher. Keine Nachricht ist zu schal, um sie nicht zu streuen. Die lebende News-Börse hat an allen Wänden Ohren, auch Kaffeeküche und Toilette sind vor ihr nicht sicher. Warum macht sie das? Sie sucht Anschluss, möchte auch mal im Mittelpunkt stehen. Sagen Sie ihr freundlich, aber bestimmt, dass Sie diese Art von Gespräch nicht schätzen. Eine Aussage könnte sein: „Ich schätze Kollegin Meier und es bestürzt mich zu hören, dass hier solche Gerüchte über sie verbreitet werden. Wollen wir zusammen zu ihr gehen und die Lage klären?“ 

4. Die Geräuschvolle
Regelmäßig alle Schreckvokale durchquietschend, geht sie uns auf die Nerven. Plagt sie eine grauenhafte Erkältung oder ist sie fix und fertig von all den Extraarbeiten, so kann das niemand ignorieren, denn sie erzählt es ungefragt jedem, der es (nicht) hören will. Wenn Weghören keine Option mehr ist, tun Sie der Geräuschvollen den größten Gefallen, wenn Sie sie still beiseite nehmen und ihr im Vieraugengespräch ihre Wirkung auf andere aufzeigen.

5. Der Oldie
„Das machen wir schon seit 20 Jahren so“ blökt die Alteingesessene. Von ihrer mechanischen Schreibmaschine möchte Sie sich nicht trennen, denn Computer und diesen neumodischen Firlefanz hat man ja früher auch nicht gebraucht. Hinter dieser Weigerung steht eigentlich Angst, das Gefühl, der Lage nicht mehr Herrin zu werden. Mit Verständnis und Einfühlsamkeit kommen Sie bei ihr am weitesten.

6. Das Girlie
Schmollmund, Kulleraugen, hautenger Minirock: das Girlie erklimmt die Karrierestufen mit Highheels statt mit Knowhow. Ihre Schreibtischschublade ist ein Warenlager diverser Kosmetikfirmen. Männliche Kollegen bezirzt sie mit Piepsstimme und endlos langen Beinen, die ihren kurzen Verstand kaschieren. Doch keine Sorge, auch das Püppchen wird früher oder später enttarnt. Und oft ist die hübsche Fassade ein Schutzwall, der einen netten aber unsicheren Menschen verbirgt.

7. Das Häschen
Die Häsin mümmelt gerne, denn ihr Körper sucht ständig nach Energiezufuhr. Wo sie geht und steht, am Schreibtisch und in der Kaffeeküche, ist sie am essen. Wenn sie nicht isst, dann hoppelt sie von Schreibtisch zu Schreibtisch. Doch wer viel mümmelt und hoppelt, kann wenig arbeiten, und so hat das Häschen nicht den besten Ruf. Gehören Sie auch zu diesen Häsinnen, kann die „Check den Snack“ Ernährungsberatung für gesundes Essen beim 38. Assistentinnen-Tag helfen.

8. Die Radfahrerin
Nach oben buckeln, nach unten treten, daran erkennt man die Radfahrerin im Büro. Kolleginnen sind für die Radfahrerin Luft, ihr einziges Interesse gilt dem Mann an der Spitze. Wo der Vorgesetzte aufkreuzt, ist sie zu Diensten. Parallel dazu schikaniert die Radfahrerin ihre Kolleginnen, wo sie nur kann. Die Lösung: Appellieren Sie (am besten im Kollektiv) an die eigene Erfahrung der Radfahrerin. Denn häufig hat die Radfahrerin selbst Situationen des Getreten-Werdens erlebt und wiederholt diese paradoxerweise. Sagen Sie ihr, dass sie die Arbeitsabläufe ausbremst und das Arbeitsklima schädigt. Im Notfall ziehen Sie den/ die Vorgesetzte(n) dazu.

9. Die Karrieristin:
Ehrgeizig, elegant, eloquent: Die Pläne dieser Streberin sind so exquisit wie ihre Designer-Outfits. Sie schuftet bis spät in die Nacht und am Wochenende, belegt in ihrem Urlaub Weiterbildungen und Mittagspausen sind ein Fremdwort für sie. Kollegen sind für die Karrierefrau eher eine Bedrohung als eine Unterstützung. Mit Vollgas fährt sie einsam an die Spitze. Hier können die „Konstruktiv streiten“ Tipps von Michael Rossié aus dem letzten Newsletter helfen.

10. Pessimistin
Die Pessimistin ist erst einmal dagegen. Sie weiß stets, wo Gefahren lauern könnten. Kreative Geschäftsidee? Viel zu großes Risiko! Pfiffiger Produktprototyp? Wer braucht das schon? Neue Software? Zu kompliziert. Ihr Pessimismus ist nicht zu ertragen, außer Sie setzen ihn gezielt ein. Nutzen Sie die Einwände der Pessimistin, um gezielt mögliche Probleme vorherzusehen. Schon der Erfinder der Kreativitätstechnik „Denkhüte“, Edward de Bono, hatte einen von sechs Hüten dem kritischen Denken gewidmet. Risikobetrachtung, Skepsis und Kritik sind Bestandteil einer allumfassenden Situationsanalyse und damit ein konstruktiver Beitrag.