Gehaltsverhandlung?

Dieses „David gegen Goliath“ Gefühl muss nicht sein.

Gehaltsverhandlung? Dieses „David gegen Goliath“ Gefühl muss nicht sein

Der Herbst ist in vielen Unternehmen der Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen. Je besser Sie sich vorbereiten, desto größer sind die Chancen auf ein Gehaltsplus. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei! Mit diesen drei Argumenten gehen Sie optimal vorbereitet ins Gehaltsgespräch:

1. Nutzen Sie Ihre Stellenbeschreibung als Argument

Eine gute Basis stellt Ihre Arbeitsplatzbeschreibung dar. Sie zeigt, welche Aufgaben Sie am Arbeitsplatz erledigen. Damit ist sie eine gute Grundlage, um Ihre Leistungen zu analysieren und aufzuzeigen, welche Arbeiten Sie darüber hinaus noch erledigen. Gehen Ihre Soft Skills und Hard Skills über diejenigen hinaus, die in der Stellenbeschreibung genannt sind? Wie verantwortungsvoll sind Ihre Tätigkeiten? Werden dafür besondere Kenntnisse und Fähigkeiten gebraucht? Dann stehen die Karten für eine Gehaltserhöhung besonders gut, denn mehr Verantwortung bedeutet in der Regel auch mehr Geld.

Versetzen Sie sich in Ihre(n) Vorgesetzte(n): Wann und warum ist er/ sie bereit, Ihnen mehr Gehalt zu bezahlen? Sicher dann, wenn Ihre Abteilung oder Ihr Team dank Ihnen nachweislich einen Erfolgszuwachs verzeichnet. Belegen Sie dies mit konkreten Projekten und Zahlen, die Sie vor dem Gespräch vorbereiten.

2. Punkten Sie mit Wissen über Branchengehälter und die gesamtwirtschaftliche Lage

Eine faire Bezahlung der eigenen Arbeit einzuschätzen, fällt vielen Menschen schwer. Doch eine realistische Gehaltsvorstellung ist unabdingbar, damit Sie sich weder unter Wert verkaufen noch Ihre Chancen durch überhöhte Forderungen schmälern.

Eine gute Richtschnur für Ihr Wunschgehalt ist der Vergleich innerhalb Ihrer Branche. Sammeln Sie vor dem Gespräch Hintergrundinformationen z. B. im Internet: Welches Gehalt bekommen Ihre Kollegen in anderen Firmen gleicher Branche und Unternehmensgröße? Mit etwas Fingerspitzengefühl können Sie auch Ihr Kolleginnen-Netzwerk fragen. Doch Achtung: Gehalt ist ein sensibles Thema, das nur im Vieraugengespräch erfragt werden sollte. Prüfen Sie vorher unbedingt Ihren Arbeitsvertrag um sicherzustellen, dass dieser keine Klausel enthält, die die Nennung Ihres Gehalts untersagt.

Fundierte Informationen darüber, wo das Lohnniveau für Ihre Qualifikation als Sekretärin oder Assistentin liegt, erhalten Sie bei den Branchenverbänden. Der Branchenvergleich kann natürlich nur eine allgemeine Richtung vorgeben. Zusätzlich sollten Sie Ihre individuellen Qualifikationen berücksichtigen. Können Sie internationale Projekte, Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenz oder betriebswirtschaftliches Wissen vorweisen, fordern Sie ein höheres Gehalt.

Berücksichtigen Sie auch die wirtschaftliche Lage. Gehaltserhöhungen hängen immer von der konkreten Situation Ihrer Firma ab. Informieren Sie sich im Vorfeld über die wirtschaftliche Situation – verzeichnet Ihr Unternehmen gerade eine Umsatzsteigerung oder macht mehr Gewinn als in den Vorjahren, stehen Ihre Chancen auf eine Lohnerhöhung besonders gut.

3. Überlegen Sie Alternativen zum Gehalt

Unterm Strich zählt nicht nur Ihre Lohnabrechnung. Ihr Unternehmen kann Ihre Arbeit auch anderweitig vergüten, z. B. durch betriebliche Altersvorsorge. Steuerlich attraktiv und daher leichter durchsetzbar als eine Gehaltserhöhung sind Sachprämien wie z. B. Essensschecks, ein Fahrtkostenzuschuss oder ein Dienstwagen. Auch zinsgünstige Mitarbeiterdarlehen, Mobiltelefon und Laptop oder ein Kindergartenplatz sind eine attraktive Option.

PS: Sollte Ihr Vorgesetzter männlich sein, lesen Sie zusätzlich noch die „Macho-Männer-Tipps“ von Carsten Höfer.