Kleidungsstil im Büro

Ein Zeichen für Kompetenz oder ein Karrierekiller?

Businessoutfit
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Sie sind neu im Unternehmen? Als Chefassistenz wird viel von Ihnen erwartet. So sollen Sie nicht nur kompetenter Ansprechpartner im Büro sein, sondern auch noch perfekt aussehen. Dabei stellt sich die Frage, ob Businessbekleidung die Kompetenz nach außen sichtbar macht oder ob der persönliche Kleidungsstil auch ein Karrierekiller sein kann.

Die Assistenz repräsentiert das Unternehmen

Als Assistenz des Chefs repräsentieren Sie das Unternehmen. Auch Geschäftspartner, Kunden und Kollegen erwarten von Ihnen Kompetenz und souveränes Auftreten. Neben Selbstbewusstsein, Empathie und Menschenkenntnis steht dabei auch die äußere Erscheinung im Mittelpunkt. Oft gibt es im Unternehmen einen Dresscode, an dem Sie sich orientieren können. So bedeutet “Business-Formal” beispielsweise, dass beim Kostüm oder Hosenanzug eher zurückhaltende Farben gewählt werden sollten. Beim Business-Dresscode sind daher Farbtöne wie Grau, Dunkelblau oder Schwarz angemessen. Klassische Teile werden als passender empfunden als modische Outfits. Zu einem Business-Kostüm werden meist geschlossene Schuhe mit niedrigen bis mittelhohen Absätzen getragen. Als Accessoires zum Aufpeppen eines konservativen Looks eignen sich ein bunter Seidenschal, eine Kette oder eine Armbanduhr. Bei besonderen Anlässen, wichtigen Meetings oder Firmen-Veranstaltungen werden oft auch Luxusuhren getragen. Die Edelmodelle genießen zwar eine Sonderstellung im Uhruniversum, sie zeichnen sich durch ihr exklusives Design und ihre erstklassige Qualität aus, allerdings sind sie nicht gerade billig. Manche luxuriöse Uhr entspricht etwa dem Wert eines Kleinwagens. Wenn man sich für Luxusmodelle interessiert, kann der Blick auf den Gebrauchtmarkt hilfreich sein. So ist ein edler Zeitmesser wie die Cartier-Uhr auch gebraucht zu finden. Uhren der Marke Cartier, die meist mit einem luxuriösen Lebensstil assoziiert wird, gelten als zeitlos und werden durch ihr klares, geradliniges Design geprägt. Eine Damenuhr im klassischen Stil harmoniert mit fast jedem Dresscode.

Wird im Unternehmen ein Business-Casual-Look erwartet? Diese Kleiderordnung, die zwischen leger und chic angesiedelt ist, stellt Sekretärinnen oft vor große Herausforderungen. Wichtig ist jedoch, auf Details zu achten und Extreme zu vermeiden. Generell kleidet man sich beim Business-Casual-Dresscode ein wenig feiner und eleganter als beim Business-Attire-Stil. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Oberteile wie T-Shirts verboten sind. So können zu einem Kostüm durchaus auch hochwertige Polo-Shirts oder Pullover aus feinem Material getragen werden. Für ein Business-Casual-Outfit sind auch dunkle Jeans geeignet, sofern auf löchrige Modelle, Schlitze, Nieten oder auffällige Waschungen verzichtet wird. Bei der Farbwahl dürfen auch persönliche Vorlieben berücksichtigt werden. Ein Oberteil in einer kräftigen Farbe oder einem intensiven Farbton wie Korallenrot, warmen Gelb-Orange oder Pink können einen grauen Hosenanzug optisch aufwerten. Zu viel Farbe gehört allerdings nicht ins Büro. Auch bei der Schuhwahl besteht eine gewisse Flexibilität. Es muss nicht zwingend die geschlossene Variante mit Absatz gewählt werden. Vor allem im Sommer sind auch in der Chefetage bequeme Sandalen oder Ballerinas erlaubt. Sneaker gelten jedoch als unpassend für den Business-Look. In der kalten Jahreszeit oder wenn die Klimaanlage das Büro kühlt, kann ein Blazer oder ein edler Cardigan aus Kaschmir dafür sorgen, dass man nicht friert.

Weshalb Kleiderpannen nicht immer vermeidbar sind

Inzwischen wird in vielen Unternehmen auf eine Kleiderordnung verzichtet. Manchmal wird “Casual” als Kleidungsstil gewünscht. In diesem Fall können Sie sich so kleiden, wie sie sich wohlfühlen oder es in ihrer Freizeit auch tun würden. Beim Casual-Look ist dem persönlichen Stil nahezu keine Grenze gesetzt. Ob Sie ihren Arbeitsplatz in Jeans, T-Shirt und Sneakern betreten oder ein schickes Sommerkleid tragen, liegt ganz bei Ihnen. Die wichtigste Aufgabe einer Sekretärin ist die Chefentlastung. Meist passt sich die Assistentin auch den Gepflogenheiten des Managements in puncto Kleidung an. Wenn allerdings im Sommer die Temperaturen steigen, stellt sich die Frage, wie man sich trotz Hitze stilvoll kleidet. Eine angemessene Sommerkleidung im Büro sollte keine zu großen Armausschnitte haben und nicht zu viel Haut zeigen. Kurze Röcke, Shorts und tiefe Ausschnitte sind in einer repräsentativen Funktion wie im Sekretariat tabu. Darüber hinaus hat auch das Material einen Einfluss darauf, ob ein Bekleidungsstück als Büro-Outfit geeignet ist oder nicht. Die Transparenz bestimmter Stoffe kann sich am Arbeitsplatz als fatal erweisen, wenn die Bluse durchsichtig ist und den Blick auf Details freigibt, die man als persönlich betrachtet. Bei großer Hitze im Büro sind natürliche Materialien wie Baumwolle oder Seide gut geeignet. Moderne Stoffe wie Tencel oder Lyocell fühlen sich auf der Haut angenehm an. Da Seidenchiffon schnell trocknet, sind feuchte Stellen durch Schwitzen rasch wieder unsichtbar. Zu den klassischen Fettnäpfchen im Beruf gehört unpassende Kleidung, sodass man “overdressed” oder “underdressed” ist. Mit Jeans und Pullover bei einem offiziellen Anlass aufzutauchen, zeugt von mangelndem Fingerspitzengefühl. Wenn es keine Kleiderordnung gibt oder die Sekretärin nicht über den Anlass eines Geschäftstermins oder eines Geschäftsessens informiert wird, ist es schwierig, sich richtig zu kleiden. Mit einem konservativen Outfit wie etwa einem Hosenanzug, der mit einer klassischen Bluse in dezenter Farbe kombiniert wird, macht man in der Regel nichts falsch. Kleine Peinlichkeiten wie etwa eine Laufmasche können durch die Mitnahme einer Ersatz-Strumpfhose vermieden werden.