Don’t speak Denglisch

Tanja Bögner

Committen, performen, storytellen, delivern und das alles möglichst ASAP! Alles klar? Heutzutage gehört es zum guten Ton, mit „denglischen“ Begriffen nur so um sich zu werfen. Statt eines festen Abgabetermins soll nun die „task zeitnah erledigt“ werden. Und dabei soll auch noch möglichst achtsam und nachhaltig geführt werden.

Doch diese Sprache ist alles andere als sympathisch und authentisch. Das haben jetzt Psychologen der Universität Erlangen in einer Studie herausgefunden.

Keine gekünstelten Wirtschaftsbegriffe

Es wurde verschiedene Versuche durchgeführt, unter anderem auch, welchen Eindruck die denglische Business-Sprache bei den Zuhörern hinterlässt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Nur die klaren und präzisen Texte ohne Schnörkel und Beschönigungen kamen bei den Probanden glaubwürdig und sympathisch an. Zudem kamen die Vortragenden bei einer Rede ohne Phrasendrescherei und künstliche Sprache professioneller und kompetenter an.

Die Studie rät daher Rednern und Führungskräften, die Dinge lieber ganz klar beim Namen zu nennen. Wer eine einfache und verständliche Sprache für alle Zuhörer verwendet, der begegnet seinem Gegenüber zudem auf Augenhöhe und trägt letztendlich zu mehr Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt bei.

Was war der letzte denglische Ausdruck, den ihr gehört habt?

Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch eine schöne Woche mit toller Performance!

Eure Tanja