Humor im Büro

Welche Witze im Büro tabu sein sollten und wann Ihr „innerer Scherzkeks“ ungehemmt blödeln darf

Lachen, Humor, Humor ist, wenn man trotzdem lacht?
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Kichern, gackern, lachen: Große und kleine Späße machen gute Laune, bauen Stress ab und fördern das Wir-Gefühl – wenn jeder frei und unbeschwert mitlacht. Immer wieder aber gehen lustige Bemerkungen und Witze im Büro gnadenlos daneben. Unterscheiden Sie, wann Späße gar nicht witzig sind und mit welchen Tipps Ihnen Ihr Humor Tür und Tor öffnet.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ – so oder so ähnlich retten kleine Scherze und Albernheiten die gute Laune auch über stressige Zeiten. Vor allem aber, wenn Sie als Assistentin und Sekretärin neu mit Kollegen zusammenarbeiten, die Sie noch nicht so gut kennen, sollten Sie Ihren „inneren Scherzkeks“ vorerst bremsen.

Der unerwartete Dreh weckt die Lachmuskeln

„Solange es Haare gibt, liegen sich die Menschen in denselben.“ Schon Heinz Erhardt nutzte das Geheimrezept des Humors: den unerwarteten Perspektivenwechsel. Eine trockene Bemerkung aus heiterem Himmel, ein unlogischer aber herrlich alberner Kommentar – und die zuvor noch so gestressten Kollegen prusten los.

Das Schöne: Wenn Sie als Assistentin und Sekretärin in puncto Humor mit Ihren Kollegen und am besten auch mit Ihrem Chef harmonieren, stimmt die Chemie meist auch in allen anderen Bereichen.

Mit diesen Witz-Knigge-Tipps vergeht Ihnen nie das Lachen:

  • Lassen Sie Ihr Gegenüber immer im positiven Licht erstrahlen. Lachen Sie mit Ihren Kollegen, aber nie über sie. Auch, wenn Ihr Sitznachbar aus Versehen rülpst und selber darüber lacht – wenn die Chemie stimmt, können Sie empathisch und liebevoll mitlächeln, aber ihn niemals auslachen.
  • Wiederholen Sie einen Witz nicht öfter als einmal. Die wenigsten Witze werden lustiger, je öfter man sie erzählt. Eher wirken sie bemüht und werden peinlich. Das gilt übrigens besonders für Witze von Vorgesetzten.
  • Beachten Sie den Kontext. Ein cooler Spruch, der gestern Abend in der gemütlichen Freundinnenrunde für schallendes Gelächter gesorgt hat, verliert im nüchternen Büro-Licht oft seine Leichtigkeit.
  • Scherze und Neckereien funktionieren am besten, wenn der Zuhörer merkt, dass Sie ihm freundlich gesonnen sind.
Wenn Lachen die Sprache der Seele ist – was ist dann Sarkasmus?
  • Verzichten Sie auf Häme, Spott und Anzüglichkeiten. Diese Humor-Spielarten basieren auf einer negativen Grundhaltung und verschlechtern das Klima mehr, als es zu verbessern.
  • Vorsicht auch vor Sarkasmus und Zynismus. „Lachen ist die Sprache der Seele“ – wenn Pablo Neruda damit Recht hat, dann wirken sarkastische oder zynische Bemerkungen schnell giftig.
  • Meiden Sie „dumme Sprüche“ und Zoten. Auch wenn bekannte deutsche Komiker oder Internet-Portale für ihre Standard-Sprüche Millionen „Likes“ ernten: Wissen Sie nicht ganz genau, dass Ihre Kollegen darauf stehen – und können Sie übrigens auch selbst nicht drüber lachen -, beißen Sie sich lieber auf die Zunge.
  • Persönliche Merkmale oder Unzulänglichkeiten sollten immer tabu sein. Die Kollegin mit den roten Haaren als „Feuerkopf“ zu bezeichnen, oder gar den übergewichtigen Kollegen als „Klops“ – mindestens einer findet das sicher gar nicht witzig.
Humorlos aber seriös – professionell fahren Sie ohne Scherz am besten

Es mag zwar wie eine Spaßbremse wirken, aber im Ernstfall wirken Sie auf professionellem Parkett humorlos am besten. Je größer Ihr Publikum, desto höher die Chance, dass jemand Ihren Humor so gar nicht witzig findet.

Ihre nett gemeinten Späße gehen nach hinten los: Sie nerven und rauben Zeit. Im Worst Case wirken Sie so nicht nur unseriös, sondern albern. Besser:

  • Verzichten Sie in Präsentationen, Vorträgen und Vorstellungen lieber auf lustige Bildchen, kleine Filmchen oder witzige Anekdoten.
  • Verschicken Sie Scherz-Nachrichten, -Bildchen oder –Links wenn überhaupt, dann nur an einen handverlesenen Kreis von Empfängern, die sicher Ihren Humor teilen.

Stündlich prasseln witzige Links, GIFs oder Videos per Handy, Tablet oder PC auf Sie ein … Wie diese digitale Entwicklung unser Gehirn verändert und wie Sie als Assistentin und Sekretärin Arbeit 4.0 als mögliches neues Leitbild nutzen, lesen Sie jetzt topaktuell auf in der neuen Ausgabe von sekretaria – das Magazin.

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