Gehaltsvergleich für Sekretariat und Assistenz

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Wie viel kann ich verdienen? Das Gehalt ist für jeden Berufstätigen eine wichtige Frage – auch für Sekretärinnen und Assistentinnen. In einigen Bereichen können Sie als Assistentin, Sekretärin oder Office-Managerin ordentlich verdienen – in Einzelfällen bis zu 75.000 Euro! Eine lange Berufserfahrung sorgt für ein gefülltes Portemonnaie, ebenso wie Zusatzvergütungen. Auch Unternehmensgröße und Branche haben einen großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Ein Gehaltsvergleich.

Egal, ob Sie sich auf eine neue Stelle bewerben oder einfach Ihren Marktwert für das nächste Mitarbeitergespräch oder die nächste Gehaltsverhandlung prüfen möchten: Ein klarer Gehaltsvergleich zeigt, wo Sie derzeit stehen und wo Sie sich finanziell weiter entwickeln könnten.

Gehaltsvergleich: Je wichtiger Ihr Chef, umso höher Ihr Gehalt

Prinzipiell gilt: Mit der Stellung des Chefs, dem Sie als Assistentin oder Sekretärin zuarbeiten, steigt auch Ihr Gehalt. Je nachdem können Sie hier sogar mehr verdienen als mancher Anwalt oder Arzt. Laut der aktuellen Gehaltsübersicht „Sekretariat & Assistenz 2018“ der Personalberatung Page Personnel erhalten Assistenzen der Geschäftsführer durchschnittlich 55.000 Euro brutto. Als Assistentin oder Sekretärin für den Vorstand können es im Schnitt jährlich sogar bis zu  75.000 Euro brutto werden.

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Dabei schwanken die Verdienstmöglichkeiten je nach Firmengröße, Berufserfahrung und Branche. Generell können Sie als Sekretärin, Assistentin und Office-Managerin aktuell die folgenden Gehälter erwarten:

Mit der Firma wächst der Verdienst

  • Rund 45.000 Euro brutto verdient eine Assistentin in einem kleinen Unternehmen bis 250 Mitarbeiter.
  • Rund 50.000 Euro brutto verdient sie in mittelgroßen Firmen zwischen 250 und 1.000 Mitarbeitern.
  • Rund 55.000 Euro brutto sind es bei einem großen Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern.

Die persönliche Erfahrung ist wertvoll

  • Berufseinsteiger im Bereich „Sekretariat & Assistenz“ starten mit einem Brutto-Fixgehalt von durchschnittlich 27.000 bis 34.000 Euro im Jahr .
  • Bei einer Berufserfahrung zwischen drei und fünf Jahren sind bis zu 46.000 Euro möglich.
  • Ab zehn Jahren Berufserfahrung verdoppelt sich das Brutto-Jahresgehalt im Durchschnitt auf 55.000 bis 65.000 Euro
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Je nach Branche steigen – oder sinken – die Gehälter

  • Mit rund 43.000 Euro brutto liegt das durchschnittliche Gehalt in Kanzleien am unteren Ende der Statistik.
  • Bei etwa 45.000 Euro brutto wird das Gehalt im Dienstleistungs-/Servicebereich schon höher.
  • Mit durchschnittlich 48.000 Euro brutto liegt auch der Großhandel im Mittelfeld.
  • Bei 48.000 Euro brutto im Schnitt liegt der Verdienst im Bereich der Finanzdienstleistungen.
  • Mit durchschnittlich 52.000 Euro brutto werden Assistentinnen-Jobs in der Produktion/Industrie vergütet.
  • Rund 55.000 Euro brutto zahlt die Chemiebranche einer Assistentin oder Sekretärin durchschnittlich und liegt damit an der Spitze dieser Statistik.
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Auch Zusatzvergütungen klingeln im Geldbeutel

Je nach Arbeitgeber können sich auch Zusatzvergütungen bezahlt machen. Zusätzliche soziale Absicherung etwa bieten fürsorgeorientierte Gehaltselemente wie die betriebliche Altersversorgung. Im Bewerbungsgespräch sollten Sie deshalb immer nachfragen, ob das Unternehmen derartige Sozialleistungen anbietet.

Es muss nicht immer Geld sein: Auch Sachprämien wie Essensschecks oder Fahrkarten können den Beruf als Assistentin oder Sekretärin versüßen. Sie sind steuerlich attraktiv und in Verhandlungen leichter durchsetzbar als ein hohes Gehalt oder eine Gehaltserhöhung.

Extrageld durch Überstunden? Fragen Sie im Zweifelsfall immer nach

Bewerben Sie sich auf eine neue Stelle als Assistentin, Sekretärin oder Office-Managerin, kann die Frage nach Überstunden bares Geld wert sein. Klären Sie am besten:

  • Gelten feste Wochenarbeitszeiten – und von wann bis wann?
  • Werden Überstunden akzeptiert – und wenn ja, in welchem Umfang?
  • Werden Überstunden ausbezahlt oder auf einem Überstundenkonto „geparkt“?
  • Besteht die Möglichkeit, Ihre Wochenarbeitszeit (und damit Ihr Gehalt) anzugleichen, falls Sie zum Beispiel als Vollzeitkraft einsteigen und später auf Teilzeit reduzieren möchten?
  1. Cinderella

    37.000 € als Spitzenverdienst? In Frankfurt kann eine mehrsprachige Sekretärin/Assistentin mit entsprechender Berufserfahrung locker 50.000 € bis 55.000 € verdienen.

  2. Xenia

    Ich habe grade das Unternehmen gewechselt. Mein letztes Gehalt lag bei 50.000 Euro. Mein aktuelles bei 56.000 euro.

  3. Ulrike

    Trotz über 30-jähriger Berufserfahrung, 23-jähriger Zugehörigkeit zum Unternehmen und Übernahme umfangreicher Zusatzaufgaben krebse ich immer noch bei 48.000 Euro herum. Es ist zum Weinen.

  4. Trulla

    Ob die genannten Gehälter im Ruhrgebiet immer so durchsetzbar sind? Mir fehlt der regionale Bezug. Ich habe mit 47 Jahren ein Gehalt von 48.000 und liege damit deutlich über dem Durchschnitt. Ich habe sehr oft gehört, dass ich zu viel verlange.

  5. BiNe

    Ich bin im Umland von Frankfurt tätig in einem Produktionsbetrieb als Sekretärin der gesamten Geschäftsleitung + Telefonzentrale + Empfang = Mädchen für alles bei 30 Wochenstunden und verdiene 26 T€ p. a. – Keinerlei Zusatzleistungen, keinerlei Vergünstigungen, trotz Metallbranche kein Tarifvertrag, noch nciht mal ein BR und das bei knapp 90 Mitarbeitern…. 🙁

  6. Michelle

    Also ich komme nicht mal an das MIN Gehalt heran mit 30.000 als (offiziell) Teamassistentin und eigentlich Geschäftsführungsassi von 4 Chefs.
    Ich sollte mich wohl mal umsehen 😉

  7. Doris

    Nach 16 Jahren in der gleichen Firma und etlichen Fort- und Weiterbildungen bekomme ich jetzt 53000 Euro. Bei einem Wechsel müsste ich das Gehalt erheblich reduzieren. Das wurde mir nun schon mehrfach mitgeteilt.

  8. Chris

    Zum Vergleich: Energiebranche, kfm. Ausbildung, 15 Jahre Berufserfahrung, GF Sekretariat, 50.000 EUR.

  9. A.

    24 Jahre alt, Chefarztsekretärin, Berufserfahrung 2 Jahre da Elternzeit und Ausbildung natürlich nicht zählen, Jahres-Brutto-Gehalt 34000 EUR.

  10. S.

    Chefarztsekretärin im öffentlichen Dienst in NRW. Brutto 35.000 🙁

  11. H. I.

    Assistentin eines Chefarztes, 30 Wochenstunden, 34830 € p.a.

  12. Kerrie

    2018 I GF-Assistenz – Finanzdienstleistung – Berlin – 20 Jahre Berufserfahrung – 46.000€
    2008 I anderer AG – 65.000€

    Es wird leider trotz Erfahrungen nie besser….

  13. Hannah

    Industriebranche – 16 Jahre in der Firma, 10 Jahre Assistenzerfahrung – Assistenz Produktionsleitung, 43.000 bei 37,5 h/Woche.
    Mir wurde hier bereits mehrfach gespiegelt, dass ich hier zu den Großverdiener-Assistentinnen gehöre, was ich erst nicht glauben wollte, aber man darf hier ja nicht drüber sprechen.
    „Wenn ich mehr verdinene möchte, soll ich mehr Wochenstunden machen!“

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