Casual Friday: Was ist erlaubt am „legeren Freitag“?

Close-up portrait of a smiling business woman standing in her
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Der Casual Friday kommt, wie viele andere Trends, aus den USA und erfreut sich inzwischen auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Immer mehr namhafte Unternehmen haben ihn eingeführt. Was meinen Sie: Ist der Casual Friday auch etwas für Ihren Betrieb? Dann unterbreiten Sie die Idee doch Ihrem Chef! Aber Vorsicht: So zwanglos es zugehen mag, gibt es auch am letzten Tag der Arbeitswoche gewisse Regeln, die Sie kennen sollten.

Der „Legere Freitag“ erlaubt es der Belegschaft, an einem Tag in der Woche Anzug oder Kostüm im Schrank hängen zu lassen und stattdessen in bequemer Kleidung am Arbeitsplatz zu erscheinen. Inzwischen haben sich in den USA auch viele große Ladenketten darauf eingestellt und eine spezielle „Freitags-Kollektion“ herausgebracht. Durch die Zusammenarbeit europäischer und amerikanischer Unternehmen kam man auch bei uns mit der etwas anderen Kleiderordnung in Berührung, und der Casual Friday hielt Einzug in deutsche Büros.

Warum der Casual Friday?

Der Arbeitstag in legerer Kleidung soll den Mitarbeitern den Einstieg in das Wochenende erleichtern. Viele gehen Freitags nach Feierabend noch mit Freunden und Kollegen auf After-Work-Partys oder Ähnliches. Umständlich und zeitraubend ist es dann, wenn man erst nach Hause fahren muss, um sich umzuziehen. Der Casual Friday erspart das. Außerdem ist er gerade für Geschäftsleute, die die Woche über hauptsächlich in Anzug und Krawatte auftreten müssen, eine sehr angenehme Abwechslung. Unternehmen, in denen diese Kleiderordnung eingeführt wurde, berichten zudem, dass die Distanz innerhalb des Kollegenkreises geringer geworden ist. Die eventuelle Scheu vor dem Vorgesetzten im Anzug ist nicht mehr gegeben. Insgesamt wurde eine bessere Kommunikation unter den Mitarbeitern festgestellt.

Extratipp: Es ist empfehlenswert, den Casual Friday erst einmal probeweise einmal im Monat abzuhalten. Teilen Sie allen Mitarbeitern den Termin mit und erklären Sie auch den Sinn der Maßnahme. Empfinden die Kollegen den Casual-Trend als positiv und nehmen ihn an, kann Ihr Unternehmen ihn wöchentlich einführen.

Wo Einschränkungen sinnvoll sind

Einschränkungen sollte Ihre Firma bei Positionen mit Kundenkontakt machen. Stehen z. B. geschäftliche Termine für den Freitag an, sollte der zuständige Mitarbeiter den Casual Friday einmal ausfallen lassen. Es ist auch sinnvoll, wenn Sie sich einen Anzug beziehungsweise ein Kostüm in den Büroschrank hängen, falls doch überraschend Kundenbesuch ansteht. In einigen Branchen, in denen ständiger Kundenkontakt herrscht, z. B. in Banken, wirkt legere Kleidung unprofessionell und sollte ganz vermieden werden.

Knigge für den Casual Friday

Auch am Casual Friday gibt es gewisse Regeln, die eingehalten werden sollten. So ist es beispielweise bei Männern unpassend, grelle Krawatten oder Hemden, zerschlissene Jeans oder dreckige Turnschuhe zu tragen. Frauen sollten auch an diesem Tag knappe Miniröcke und enge Tops oder Blusen im Schrank hängen lassen. Wählen Sie bequeme Kleidung, die trotzdem in den Businessalltag passt.

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