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25.05.2012

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Wissenswertes

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Kaffee (II) - eine Wunderdroge?

Der Muntermacher

Aus dem Büroalltag ist der "Muntermacher" nicht mehr wegzudenken, denn die angenehmen Wirkungen des Kaffees sind seit Jahrhunderten bekannt. Das enthaltene Koffein vertreibt aufkommende Müdigkeit, regt Herz und Kreislauf an, fördert die Verdauung, und hebt die Stimmungslage.

Eine Wunderdroge?

Als der Kaffee nach Europa kam, galt er sogar als Wunderdroge, die nüchtern genossen, als Mittel gegen Schwindsucht, Wassersucht, Gicht, Skorbut und gar Blattern helfen sollte.

Auch wenn solche Behauptungen nicht bewiesen werden konnten, so gilt es doch, den Kaffee von seinem Negativimage zu befreien: dass er schuld sei, an Osteoporose, Bluthochdruck oder Magengeschwüren.

Erwiesenermaßen ist Koffein ein Bestandteil unserer Nahrung, und dient in entsprechender Dosierung, als ein mildes Stimulans des zentralen Nervensystems. In der Pflanze dient es dem Schutz vor Fressfeinden oder Parasiten und gehört zu den sogenannten Alkaloiden, wie sie auch im Tee oder im Kakao vorkommen. Daher ist Kaffee im Rahmen von durchschnittlich zwei bis fünf Tassen über den Tag verteilt getrunken, nicht gesundheitsschädlich. Man kann sogar sagen, dass der Kaffeegenuss eine gewisse "gesundheitsfördernde" Eigenschaft hat, die auch vor der Parkinsonschen Krankheit (Zitterlähmung) schützt und Gallensteinen vorbeugt. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass das Koffein bestimmte Immunzellen daran hinderte, das entzündungsfördernde Histamin auszuschütten, das bei Allergien und Asthma eine wichtige Funktion spielt.

Auch sollte man nicht vergessen, dass das Langzeitgedächtnis nach ca. zwei bis drei Tassen Kaffee gesteigert wird; so dass dieser "Stoff" bei vielen geistig tätigen Menschen als "ideenfördernd" gern genossen wird.

Macht Koffein abhängig?

Vielfach wird angenommen, dass die "milde" Droge Koffein abhängig oder süchtig macht, doch kann davon keine Rede sein. Es stimmt zwar, dass der Körper eine gewisse Toleranz gegenüber den Wirkungen des Koffeins entwickelt, d. h. dem regelmäßigen Kaffeekonsumenten dient ein Tässchen Kaffee am Abend genossen, gar als "Schlummertrunk". Ältere Menschen oder Abstinenzler dagegen verspüren die Wirkungen auf den Körper stärker als gewohnheitsmäßige Trinker; doch spielt auch hier die individuelle Konstitution eine maßgebliche Rolle.

Bei diesen treten gelegentlich Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden auf, wenn der Koffein-Kick ausbleibt - doch man kann nicht davon sprechen, dass Kaffee abhängig macht.

Alles in Maßen
Bei Frauen, die die Pille nehmen, und bei Schwangeren verbleibt das Koffein länger im Körper, so dass schon aus Rücksicht auf das Ungeborene Maß halten angesagt ist. Dazu gehören auch stillende Mütter.

Auch die Cholesterin steigernde Wirkung einer skandinavischen Studie konnte nur bei der Zubereitung nachgewiesen werden, wenn er gekocht wird. Wird er jedoch durch einen Papierfilter aufgebrüht, dann bleiben die schädlichen Stoffe im Filter zurück. Für gesundheitsbewusste ist Filter- oder löslicher Kaffee dem ungefilterten vorzuziehen.

Stimmt es, dass Kaffee

... zur Entstehung der Osteoporose beiträgt?

Das für die Knochen wichtige Calcium wird nur in geringen Mengen über die Nieren vermehrt ausgeschieden, sofern sich der Kaffeekonsum in Grenzen hält.

... wieder nüchtern macht?
Leider nein; denn er täuscht nur eine bessere Reaktionsfähigkeit vor. Die Wirkung des Alkohols lässt sich jedoch vermindern, wenn man vor dem Alkoholkonsum Kaffee trinkt: Das Koffein hemmt die Aufnahme des Alkohls im Dünndarm.

... vermehrt von Rauchern getrunken wird?
Raucher vertragen im allgemeinen mehr Koffein als Nichtraucher, da das Nikotin den Koffeinabbau beschleunigt.

... das Gewicht halten hilft?
Im Prinzip ja. Koffein hemmt das Hungergefühl und erhöht den Grundumsatz des Körpers. Die Gewichtsabnahme ist aber so gering, dass sie nicht ins "Gewicht fällt".

...schädlich für Kinder ist?
Des bitteren Geschmacks wegen, mögen Kinder normalerweise ohnehin keinen Kaffee. Sie bauen das Koffein ebenso gut ab wie Erwachsene. Das in den Cola-Getränken enthaltene Koffein ist daher nicht so schädlich, wie es gerne von Erwachsenen dargestellt wird. Problempunkt ist eher der Zuckergehalt.

... schädlicher ist als Tee?
Meist gibt es nur noch einen ideologischen Streit darüber, ob schwarzer Tee dem Kaffee vorzuziehen ist. Die Wirkung des Koffeins im Kaffee setzt nach etwa einer halben Stunde ein und erreicht die maximale Konzentration im Blut nach anderthalb Stunden. Beim Tee dagegen verläuft der "Koffeinspiegel" gleichmäßiger, wegen des geringeren Koffeingehalts; außerdem fehlen dem Tee die magenreizenden Röststoffe.

Sie brauchen den Kaffee jedoch nicht wie ein Leistungssportler als Dopingmittel einzusetzen ... wie alles im Leben gilt auch hier die Devise: alles in Maßen. So bleibt der Genuß nicht auf der Strecke. Probieren Sie es aus - wir stellen Ihnen einige Kaffeerezepte in unserem Rezeptteil vor.
Erstellt am: 02.01.2002 16:23, Letzte Änderung: 27.03.2009 15:09
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