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WissenswertesDer Frühling naht - und mit ihm auch OsternGekochte Eier werden nach Lust und Laune bemalt. Im Garten werden mit den ersten warmen Tagen Osternester gesucht. Schokoladeneier und -osterhasen locken mit süßer Verführung. Und dazu ist das eine oder andere kleine Geschenk zu erwarten.
Für die Kinder ist es ein fröhliches Fest, den Christen ist es das wichtigste. Denn die Auferstehung Christi, die Überwindung des Todes - der Sieg über Unrecht, Hass und Lüge - sind das Fundament des christlichen Glaubens. Das Ende des Winters, die länger werdenden Tage künden vom Licht und der Auferstehung. Und so wie die Erde nach der langen Ruhepause wieder zu neuem Leben erwacht, ist auch Jesus Christus wieder zum Leben erwacht. Mit Ostern hat die Fastenzeit ein Ende, die am Aschermittwoch begann. Wenn heute auch viele Menschen die Zeit der Abstinenz nicht mehr so streng befolgen: Für einige ist sie doch Anlass, auf Reize und Genüsse für eine gewisse Zeit zu verzichten. Der Körper stellt sich auf mehr Licht und Wärme ein, und so geht die Fastenzeit auch mit einem Bedürfnis der Änderung und des Bewusstwerdens (und der Buße) einher. Die Ursprünge dieses Festes liegen weit zurück. Bereits den Angelsachsen soll Ostárâ (Eóstra), die teutonische Göttin der Morgenröte, des Lichts und Frühlings sowie der Fruchtbarkeit, bekannt gewesen sein. Es werden sich also heidnische und christliche Bräuche vermengt haben, als 325 nach unserer Zeitrechnung auf dem Konzil von Nizäa das Osterfest eingerichtet wurde. Danach wurde der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond als Termin bestimmt und ist somit ein beweglicher Festtag. Das Wort "Ostern" leitet sich nach christlicher Lehre vom Wort "Osten" ab: die Richtung, aus der man die Rückkehr Jesu Christi erwartete. Doch selbst in Rom waren spätestens 300 v. Chr. die Mysterienspiele der Göttin Kybele und ihres Sohnes Attis bekannt, dessen Auferstehung rituell zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche (Frühlingsanfang) gefeiert wurden. In diesem ursprünglichen Zusammenhang stehen auch die Bräuche, die wir heutzutage noch feiern. So z. B.: Der Osterhase, der Eier versteckt Überliefert ist der Hase, der die bemalten Eier bringt, aus dem Jahre 1678. Ein Medizinprofessor aus Heidelberg, Georg Franck von Franckenau, hat ihn zuerst erwähnt. Auf Grund seines ungewöhn-lichen Verhaltens, im Frühjahr auf Futtersuche sich in der Nähe mensch-licher Ansiedlungen aufzuhalten, wurde dem Osterhasen diese Aufgabe zugedacht. Sowohl der Hase als auch die Eier sind Symbole für Fruchtbarkeit: Eine Hasenmutter kann im Jahr bis zu 20 Junge zur Welt bringen, und aus den Eiern schlüpfen die Küken, die den Beginn neuen Lebens schlechthin darstellen. Darüber hinaus war in der Fastenzeit das Essen tierischer Erzeugnisse untersagt. Da die Hühner jedoch ungeachtet dieses Verbots weiterhin Eier legten, gab es ein Überangebot. Es erschien nur sinnvoll, diese dann bunt bemalt zum Fest zu verschenken. Das Osterlamm ist in der christlichen Symbolik zum Lamm Gottes geworden. Oft wird es mit der Fahne als Zeichen des Sieges dargestellt. Gleichzeitig ist das Lamm auch ein Symbol des Lebens, das mit seinem weißen Fell für Reinheit und Frieden steht. Es ermahnt die Menschen, ein friedvolles Leben zu führen. Daraus entstanden ist der Brauch, ein Osterlamm aus Rührteig zu backen. Schön verziert kommt es auf den Ostertisch. Das Licht zu Ostern Ein alter Brauch wird noch in manchen Städten und Gemeinden aufrecht erhalten: das Osterfeuer. Holz, Reisig und Ähnliches werden gesammelt, zu einem großen Haufen aufgeschichtet und anschließend entzündet. Andernorts werden riesige Feuerräder von einem Hügel ins Tal gerollt. Das Feuer steht für die Sonne, die über den Winter siegt. Synonym steht sie somit auch für die Auferstehung Jesu. Mit der Leben spendenden Wärme sorgt sie aber auch für das Leben auf der Erde und sichert Wachstum, Fruchtbarkeit und Ernte. Ein anderes Lichtersymbol, das seine Tradition in der Kirche hat, ist die Osterkerze. Sie wird am geweihten Osterfeuer entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Sie symbolisiert den auferstandenen Jesus, der über Tod und Sterben siegte. Zudem gilt das Licht als Zeichen des Lebens. Osterwasser Wasser ist die Quelle des Lebens. Das Ritual, in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag Wasser aus einem Bach zu schöpfen und schweigend nach Hause zu tragen, geht auf eine vorchristliche heidnische Entstehung zurück. Dem Glauben nach hat dieses Wasser eine Heilkraft und schützt einen ein Jahr lang vor Augenleiden und anderen Krankheiten. In vielen Dörfern werden auch heute noch die Stadtbrunnen als Zeichen der Dankbarkeit reich mit buntem Osterschmuck dekoriert. Osterbräuche aus aller Welt In Schweden sagt man: eine Frau, die Ihren Liebsten an sich binden will, schafft dies indem sie Osterwasser aus einer Quelle schöpft und schweigend zu ihm trägt. Nun muss sie es nur noch schaffen, Ihren schlafenden Schatz damit zu besprenkeln, ohne dass er davon wach wird. Dann haben sie eine glückliche Zukunft vor sich. In Italien wird gerne die ?Paloma di Pasqua?, also eine Ostertaube verschenkt. Dies ist ein Kuchen, ähnlich einem Gugelhupf. Am zweiten Osterfeiertag werden gerne im großen Freundes- und Familienkreis Ausflüge mit ausgiebigem Picknick veranstaltet. Viele Österreicher halten die Tradition des ?Peckens? hoch. Ein Spiel, bei dem gegenseitig hartgekochte Eier eingedrückt werden. Als Sieger geht meistens hervor, wer das härteste Ei in der Runde hatte. Zwei Wochen lang dauert das Osterfest in Mexiko. Außer an Karfreitag, der ruhig und mit Prozessionen verläuft, feiern die Mexikaner in dieser Zeit ein recht buntes und fröhliches Fest ? dazu gehören unter anderem Musik und mit Girlanden geschmückte Straßen. Auf den Philippinen werden zu Ostern die Kinder am Kopf hochgezogen. Hier herrscht der Glaube, die Kinder wachsen dadurch schneller. Erstellt am: 13.03.2002 16:49, Letzte Änderung: 27.03.2009 15:10 ![]() |
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