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25.05.2012

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It's nothing to write home about.

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Wissenswertes

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Altar Ego – Was Schreibtisch und Co über die Persönlichkeit verraten

Der Schreibtisch

Wie ordentlich geht der Kollege mit seinem Arbeitsplatz um? Und wie viel seiner Persönlichkeit lässt er in die Gestaltung seines „zweiten Zuhauses“ einfließen? Ein besonders guter Indikator dafür ist der Schreibtisch, der weit mehr sein kann als nur Arbeitsfläche.

Ist der Schreibtisch extrem aufgeräumt und hat alles seinen festen, genau zugewiesenen Platz, so hat man es mit einem präzise denkenden, organisatorisch begabten Menschen zu tun. Sein Beruf ist ihm sehr wichtig, so dass eventuell sein Privatleben darunter leiden könnte. Er ist ordnungsliebend, strukturiert alles gerne durch und liebt es, seine Umgebung zu analysieren und zu bewerten.

Wenn der Arbeitsplatz ein wenig bunter aussieht, wenn Bücher oder Comiczeichnungen, ein paar Ehrungen oder Auszeichungen den Schreibtisch umlagern, ansonsten aber eine ordentliche Atmosphäre herrscht, die nur durch einen kleinen Wust von Notizzetteln und aktuell zu Erledigendem durchbrochen wird, dann hat man es mit einem fröhlichen, konktaktfreundigen und kreativen Menschen zu tun. Er ist leicht für Projekte zu begeistern und hat einen guten Riecher, wenn es um die menschliche Natur geht.

Ein Schreibtisch mit Familienfotos, Fotos von Freunden, Bekannten und Haustieren, einem kleinen Urwald von Pflanzen und einer chaotisch aussehder Arbeitsplatte gehört einem Menschen, dem sein Privatleben sehr wichtig ist und der dies auch gerne zeigt. Er hat Gefühle, die er auch offen auslebt, ist offenherzig und vertrauenerweckend. Seine Arbeit ist ihm nicht unwichtig, aber die Organisation fällt ihm sichtlich schwer. Trotzdem hängt er sich mit Herzblut in jedes Projekt und zählt auf Kollegialität und Teamwork.

Ein Umfeld, das selbstbeweihräuchernd mit Pokalen, Medallien und Auszeichnungen aufwartet, die seinen Besitzer über den grünen Klee hinaus loben, lässt auf einen besitzergreifenden Ego-Menschen schließen. Überall verstreut um diesen Ego-Altar liegen Papiere und Dokumente, die gewissermaßen sein Revier markieren. Die Arbeit im Team fällt ihm schwer, er will allein entscheiden und hat keinen Sinn für Kompromisse. Sein Durchsetzungsvermögen ist sehr gut entwickelt, und wenn eine schnelle Lösung gesucht wird, kann er die Entscheidung fällen.


Der Desktop

Die logische Fortsetzung der Schreibtischoberfläche bildet die Bildschirmoberfläche, also der Desktop. Er verrät viel darüber, wie die entsprechende Person den Computer nutzt, und mit welchen Ansätzen er seine Aufgaben löst. Wenn die Firma es zulässt, dass Computer-Desktops personalisiert werden, dann kann das lustige Charakter-Raten beginnen:

Wer seine Hintergrundbilder häufig wechselt, sich lustige Cartoons und originelle Icons als Desktop wählt, ist auch im wirklichen Leben verspielt und fröhlich. Er nimmt gerne sich selbst und andere auf den Arm und besitzt darüber hinaus Qualitäten wie Raffinesse und Cleverness. Wer versucht, ihn beim Wort zu nehmen, wird auf kurz oder lang verzweifeln, weil ihm Unterhaltung wichtiger ist als sachliche Information.

Ästhetische Bilder von Schönheiten und Models lassen auf einen romantischen Träumer schließen, der sympathisch, aber auch etwas still ist. Sein Wesen ist empfindsam, er ist offen für Kompromisse, aber setzt sich auch für das ein, an das er glaubt. Oft sind diese Romantiker sehr selbstkritisch und suchen den Grund für einen Misserfolg zunächst bei sich.

Ein wildes Icon-Chaos und chaotische Hintergrundbilder zeichnen den Kreativen Kopf aus. Für den Außenstehenden kaum zu durchschauen behält er den Überblick. Sein Geist wohnt manchmal in Absurdistan, da er ein tiefgründiger Denker ist. Er kann Erkenntnisse aus Ideen ziehen, die für andere schon für unnütz erklärt wurden. Teamwork ist nicht unbedingt seine Sache, aber er kennt seine Stellung und Verantwortung und kann sich arrangieren.

Wenn die Bildschirmoberfläche wie neu aussieht, kaum Symbole zu finden sind und der Hintergrund in mattem Windows-Grün schimmert, dann hat man es mit dem Desktop des Vorsichtigen zu tun. Er will nicht mehr als nötig mit dem Computer tun, hat Sinn für das Wesentliche und verlässt ungern seine altbewährten Pfade. Sein Wesen ist zurückhaltend, höflich und leicht geheimnissvoll, weil man nicht viel über ihn in Erfahrung bringen kann.

Das Gegenteil ist der Fall, wenn der Bildschirm mit Icons übersät ist, die zeigen, dass hier fleißig gearbeitet wird. Eine klare Ordnung ist zu erkennen, und das Medium Computer wird bis an die Grenzen ausgereizt. Das allerneueste Shareware-Programm aus dem Internet findet man ebenso wie den Schnellzugriff auf wichtige Dokumente und private Links. Hier arbeitet ein Multi-Tasker, der viele Projekte parallel laufen hat und dabei den Überblick bewahren kann. Ein zwar tüchtiger aber netter, geselliger, offener Charakter passt zu diesem Desktop.


Die Tasse

Einer Untersuchung des Germanischen Museums in Nürnberg zufolge hat die Kaffeetasse weit mehr Bedeutung als man von einem Trinkgefäß annehmen sollte. Die Tasse drückt die Persönlichkeit und Lebenserfahrung des Besitzers aus. Durch sie lassen sich Rückschlüsse auf den Charakter des Trinkenden ziehen, denn über 70 Prozent aller Angestellten benutzen aussschließlich ihre eigene Tasse.

Tassen können kommunikationsfördernd sein: Bürotassen sind oft Mitbringsel aus dem Urlaub oder Geschenke von Freunden. Sogenannte Motiv- oder Sprüchetassen sind immer ein Anlass für Kommentare und Fragen. Mit einem frechen Spruch auf der Tasse kann man sich gegen seinen Chef auflehnen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Oder man gibt ein wenig an mit dem New York-Besuch von 1993, indem man bei jedem Schluck die Skyline-of Manhattan-Tasse präsentiert. Der Kaffeepott – die große Kaffeetasse – ist weit verbreitet und ist einfach von den anderen Tassen zu unterscheiden.

Selten geworden ist dagegen die klassische Tasse mit Untertasse. Sie ist einfach zu umständlich und erfordert zu viel Zeit: Zeit zum spülen, zum Herrichten und zum Wiederauffüllen, da nur halb so viel in die Tasse passt wie in den Pott. Diese Art von Tasse ist zur Chefsache geworden. Im Büro benutzen sie fast nur noch Lifestyle-Fanatiker oder eben die Chefs, die sie häufig serviert bekommen und keine Arbeit damit haben.

Eine Tasse kann eine schöne Erinnerung sein, die den manchmal faden Büroalltag ein wenig farbenfroher darstellt. Schluck für Schluck nähert man sich dem Feierabend, woran die individuelle Gestaltung der Tasse erinnert. Im Durchschnitt ist eine Büro-Tasse 3,7 Jahre alt, ein guter Grund, sich behutsam um sie zu kümmern.

Erstellt am: 22.10.2002 10:20, Letzte Änderung: 04.12.2009 16:54
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