Wie schreiben Sie das Wörtchen "recht" – groß oder klein? Die richtige Antwort lautet: "Das kommt darauf an." Sie kennen sich aus? Dann beantworten Sie gleich die Fragen aus unserem kleinen Quiz.
Die meisten Sachen wasche ich bei 40° - wenn man bedenkt, dass unsereins Wäsche nur sehr leicht verschmutzt reicht das auch. "Bakterienfrei" oder gar steril ist sowieso nichts, deshalb habe ich dieen Anspruch auch nicht an meine Wäsche. Im Gegenteil halte ich diese Übervorsichtigkeit oder gar den Einsatz von desinfizierenden Waschmitteln für schädlich - man züchtet sich damit nur Resistenzen heran. Wir schwitzen vielleicht etwas oder es kommt mal ein bißchen Makeup dran, ansonsten tragen wir die meisten Sachen doch sowieso nur einmal oder die Materialien sind gar nicht für die Wäsche mit hohen Temparaturen ausgelegt, Stichwort Dessous.
Ich benutze mittlerweile auch keinen Entkalker und keinen Weichspüler mehr. Ersterer ist durch eine passgenaue Dosierung des Waschmittels obsolet und Weichspüler macht auf Dauer nur die Fasern kaputt, z. B. leiern Jeans mit Stretchanteil damit schneller aus. Handwäsche mache ich gar nicht, sondern warte bis ich genug zusammenhabe und benutze dann das passende Programm meiner Maschine. Ist übrigens sogar schonender für die Sachen, weil sie dann nicht zu heiß gewaschen und groß herumgeworfen werden. Klappt auch prima, sogar meine Kaschmirschals derpacken das.
..angeblich soll man ja ab und zu (aber nicht oft!!) eine Kochwäsche machen, damit die Maschine als solches gereinigt wird, es geht da wohl weniger um die Wäsche als um den Erhalt und die Reinigung der Waschmaschine. Ich kann es nicht beurteilen, mache es aber ca. zweimal im Jahr, meist mit Geschirrtüchern oder Handtüchern.
Ansonsten habe ich entdeckt, dass meine Maschine ein Programm für schnelle Wäsche bei 30 Grad hat: Das dauert nur 30 Minuten und verbraucht entsprechend wenig Energie und Wasser.
Ich habe mich immer wieder darüber geärgert, dass eine 40 oder 60 Grad Wäsche teilweise 90 Minuten oder 2 Stunden dauert. Was soll denn da alles rausgewaschen werden? Ich bin doch nicht unter Tage oder auf dem Bau tätig! Für ein simples T-Shirt sollte doch eine Wachdauer von 30 Minuten bis 1 Stunde reichen! Ich wasche manchmal auch etwas im Handwaschbecken, wenn ich nicht genug (in der selben Farbe oder Material) für eine volle Maschinenladung zusammen bekomme.
Vieles von dem, was ich trage oder benutze, ist gar nicht mehr kochfest - ich kann Mira nur beipflichten, auch bei mir kommt die Kochwäsche so gut wie gar nicht mehr vor, trotzdem bin ich kein laufender Infektionsherd. Vor Jahren hat mir mal eine Biologin erklärt, dass z.B. Pilzinfektionen sich durch Kochen der Wäsche nicht vermeiden lassen, denn die Biester gewöhnen sich an hohe Temperaturen - oder warum sind heiße Quellen oft eine Brutstätte für Pilze?
Aber so hat halt jeder, ganz individuell, seine Methoden und Gewohnheiten. Und so lange man gesund ist, ist auch jede Methode für sich genommen richtig.
Also ich wasche unsere Wäsche schon seit zig Jahren auf 50-60° und bin kerngesund! Bestenfalls könnte man den Lappen bzw. Schwämmchen mal mit kochendem Wasser übergießen. Das kann man aber per Schüssel und Wasserkocher erledigen. Spart Energie und Wasser... :-)
Möchte auch meine Meinung kundtun:
Wer den Abwaschlappen nach dem Gebrauch gründlich auswäscht (Achtung: diesen Vorgang unbedingt mit kaltem Wasser abschließen!!) und dann zum Trocknen aufhängt, kann diesen bedenkenlos zwei Tage benutzen und anschließend mit der Wäsche mitwaschen.
Ich komme ursprünglich aus der Lebensmittelbranche, da lernt man so einiges über Bakterien und Hygiene und Aufbewahrung.
Ein neuer Trend geht zur Abschaffung der Kochwäsche, deshalb wird die Waschmaschine zur Keimschleuder, je niedriger, umso schlimmer.
Bei mir gibt es regelmäßig die gute und bewährte Kochwäsche, da überlebt nix, deshalb ist es auch unbedenklich, Lappen und Handtücher gemeinsam zu waschen.
Wo ich meine Bedenken habe: Die Lappen in die Spülmaschine?? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die dann so richtig hygienisch sauber sind.
In diesem Sinne,
eine saubere Woche für Euch!
Viele Grüße,
mofrado
Ich denke auch, dass man es echt übertreiben kann. Wenn man einen normalen Waschlappen nach dem Gebrauch gründlich auswäscht und ihn anschließend trocken lagert, gammelt da auch nichts. Und ich denke, es hat jede(r) von uns im Gefühl, wann dann ein neues Exemplar fällig ist...
Ich dachte bei dem Thema erst an irgendwelche "Kurzzeit-Chefs"! *kringel*
Nachdem ich weiter gelesen hatte, war ich aber sehr überrascht, wie unbekümmert doch einige Mädels hier mit der Zukunft der folgenden Generationen umgehen und sich wenig Gedanken über die nachhaltige Auswirkung ihres Handelns machen. Die Natur geht doch jetzt schon am Stock. Im Grunde braucht sie uns nicht, aber wie soll die Menschheit ohne die Natur überleben?
Wer braucht schon Einweg-Waschlappen? Haben wir nicht schon genug Müll??? Ich frage mich, wann die Wegwerfgesellschaft von heute endlich mal umdenkt und anfängt, umweltbewusst zu handeln...
Trinchen, das hatte ich auch so verstanden. Und dass meine Kindheit schön war, hab ich nur deshalb erwähnt, weil sich die Schilderung der Waschtage so mühselig anhörte.
Was ich damit ausdrücken wollte, war: im Vergleich zu früher schlagen wir uns heutzutage manchmal mit Luxusproblemen herum.
Ich wollte Dir aber nicht zu nahe treten, wollte nur meine "frühere Heimat" verteidigen. Und Dir keinesfalls absprechen, dass Du trotzdem ne schöne Kindheit hattest!
Und ausgediente Klamotten nehme auch ich heute noch als Putzlappen...
Zitat:Original geschrieben von Trinchen
...ey :O) im Osten gab´s aber Aufwaschlappen und auch Waschmaschinen...wenn ich auch erst seit 1975 dabei gewesen bin
Siehste, da war das, was ich beschrieben habe, schon fast 20 Jahre her... Außerdem hab ich das auch nur geschrieben, weil die Frage bestimmt gekommen wäre. Meine Eltern konnten sich schlicht und ergreifend erst später eine vollautomatische Waschmaschine leisten und diese Wegwerflappen. Vorher, als wir Kinder klein waren, wurde jeder Pfennig mehrmals umgedreht und alles wieder verwertet, was nicht komplett durchgescheuert war. Und das letzte Glied in der Wiedergeburtskette von Textilien war eben das Putzlappendasein. Trotzdem hatte ich eine wunderbare Kindheit und Eltern, die mir erklärt haben, was ich wissen wollte.
Wusel, die Vorstellung mit der Klobürste hat was - genial! Die reinige ich übrigens mit dem WC-Reiniger, quasi in einem Aufwasch. Danklorix ist mir zu aggressiv, da hab ich zuviel Angst, dass meine Katze davon was abbekommen könnte. Und umweltschädlich soll es auch sein.
Bei uns ist das halt so ne Sache mit der Klobürste, weil das so nen Badezimmerset ist und keine 08/15-Klobürste dazu passt und die jedes Mal für teuer Geld kaufen? Och nö...ich mache das ne zeitlang so, aber ab und an kauf ich dann natürlich auch mal ne neue, auch wenn's etwas teurer ist...
Genau.. Die Klobürste ist ja auch so eine Sache... Ich muss zugeben, dass ich die dann auch wegschmeiße und mir im 1€-Shop ne neue kaufe... Ich finde solche Sachen einfach total eklig und kann mir auch nicht vorstellen die irgendwie sauber zu machen, auch nicht mit Handschuhen...
Wenn ich meine Spülmaschine anschalte lege ich den Spüllappen mit rein. Aber nur, wenn ich ein Programm wähle mit mindestens 60 Grad, also kein Sparprogramm. So habe ich dann auch keinerlei Bedenken, denn bei dieser Temperatur sind alle Bakterien tot! Und ich habe fast jeden Tag einen sauberen Lappen! Diesen Tipp habe ich erst vor Kurzem in einer Zeitung gelesen. Was haltet Ihr davon?
Ich habe damals aufgehört Schnuller und Fläschchen meiner Tocher zu sterilisieren als ich sie dabei erwischt habe wie sie voller Stolz (auf sehr wackeligen Beinchen) vor der Toilette stand und versucht hat sich mit der Klobürste die Zähne zu putzen, die sie noch gar nicht hatte *lol* (Da passt man mal einmal nicht auf)
Ich war total entsetzt und angeekelt....aber das Kind war so gut wie nie krank :o)
Bitte nicht falsch verstehen!! Ich wasche meine Putzlappen auch jede Woche bei min. 60 °C und bei dem Wetter auch 2 x die Woche.
Also ich achte ja auch schon ziemlich auf Hygiene (zumindest dachte ich das bisher immer, aber wenn ich das hier so lese...). Ich muss aber zugeben, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe, ob es vielleicht unhygienisch sein könnte, Geschirrtücher oder Spüllappen mit der normalen Wäsche mit zu waschen.
Wenn ich gerade Bettwäsche zu waschen habe, werden die Lappen auch mal bei 60°C mitgewaschen, ansonsten eben nur bei 40°C mit der normalen Wäsche und die Schwämmchen werden regelmäßig ausgetauscht. Ich finde auch, dass man da nicht übertreiben sollte...allerdings ist das Hygieneempfinden ja anscheinend bei jedem anders...
Also ich finde die Idee mit den Einweg-Abwaschlappen garnicht so schlecht, obwohl ich das auf Dauer für eine teuere Variante halte?!...
Aber eine Frage zu denen, die die Lappen in der Waschmaschine mitwaschen. Wascht ihr die mit den Handtüchern aus dem Bad, mit denen ihr euch abtrocknet? Weil den Gedanke finde ich irgendwie eklig.. Ich meine.. die Wäsche wird in der Maschine ja sauber, dafür ist sie ja da, aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen.
Ich persönlich schmeiße die Lappen in den Müll, so einmal die Woche, und es werden neue gekauft bzw. bringt mein Freund oftmals welche von seiner Mum mit, weil sie die günstig in Massen bekommt *gg* Der benutzte Lappen wird heiß ausgespült und über den Wasserhahn gehangen...
Was GythaO meinte, hab ich letztens erst im TV gehört. Ist wohl nicht so gut, wenn man jeden Tag alles säubert und desinfiziert. Außerdem soll man doch auch sehen, dass in dem Haus/in der Wohnung jemand lebt oder? ;)
Hey, es ist doch klar, dass da viele Meinungen zusammenkommen. Ich finde es auch überhaupt nicht überflüssig, sich darüber Gedanken zu machen, obwohl ich wirklich nicht der Hygienepapst bin. Als ich klein war, hieß es noch "Dreck scheuert den Magen" - aber auch meine Mutter hat Babyfläschchen sterilisiert und saubere Spüllappen benutzt. Die wurden damals übrigens in einer halbautomatischen Waschmaschine gewaschen: unter dem Kessel wurde Feuer gemacht, oben Wasser und Pulver eingefüllt, obenauf steckte ein zweiarmiger Schlegel, der automatisch angetrieben wurde und die Wäsche nach links und nach rechts geschmissen hat. Später musste dann von Hand ausgespült und mit einem speziellen Gerät ausgewrungen werden. War also kein Vergleich mit heute... Übrigens wurden seinerzeit die Spül- und Putzlappen z.T. aus ausrangierten Wäschestücken hergestellt, fertige gab's selten zu kaufen und waren zu teuer. Ich bin übrigens nicht Wilma Feuerstein und kein Kind der DDR, sondern ein in den späten Fünfzigern geborenes Produkt des Ruhrpotts ;-))
mit meiner Frage wollte ich nicht ausdrücken, dass ich meine Wasschlappen nass im Becken liegen lasse, nein, das nicht. Ich bin auch nicht Hyper-hygienisch, putze nicht alle Tage das Bad oder so. Aber gerade bei Abwaschlappen bin ich ein wenig mehr auf der Hut. Und ja, in der Tat, auch ich habe bestimmt so manches mal im Buddelkasten Sand gekostet, sicherlich zum Schrecken meiner Eltern....
Aber ich denke, jeder hat so seine Hemmschwelle, bei mir sind es, da bin ich ganz froh, nur die Abwaschlappen und an sich Hygiene im nicht übertriebenen Maße.
Ich bedanke mich noch einmal für Eure vielen Antworten, konnte das mit den Einmalwaschlappen schon umsetzen was mich sehr freute!! ;-)
Bitte denkt auch an den Aspekt, dass durch zu viel Hygiene das Allergie-Risiko steigen kann, habe dazu einen interessanten Artikel gefunden: Zu viel Hygiene führt zu Allergien
Also, bin eigentlich auch ein Hygiene-Apostel, aber ganz so eng wie oisen sehe ich es nicht.
Sowohl Microfaser- als auch Handtücher und Geschirfftücher werden generell wöchentlich, manchmal auch unter der Woche getauscht und bei 80° mit den übrigen Handtüchern gewaschen.
Microfasertücher werden luftgetrocknet, Handtücher kommen in den Trockner.
Nach dem Spülvorgang am Waschbecken werden sie offen an den Beckenrand gelegt, damit sie trocknen können.
Für mal schnell am Boden wischen habe ich einen anderen.
Man soll und muss es ja nicht übertreiben - aber es ist schon angemessen, sich ein paar Gedanken darum zu machen, womit das Geschirr, von dem wir essen, in Berührung kommt. Ich finde die Idee mit den Einmallappen gar nicht so schlecht, die werde ich beim Säubern der Katzennäpfchen demnächst einsetzen. Da hatte ich bislang immer einen eigenen Lappen für - und bin jeden Dienstag und Freitag mit der bangen Frage arbeiten gegangen, ob meine Haushaltshilfe das auch auseinanderhalten kann. Okay, bislang ist noch niemand bei mir krank geworden, aber das muss man ja auch nicht provozieren.
Naja, das mit den Bakterien ist zwar nicht von der Hand zu weisen, aber da müsste man ja ständig hinterher sein und ein Auge drauf haben. Das fände ich ein wenig übertrieben, Frau hat ja schließlich im Büro noch was anderes zu tun, gelle ;-)))!
Ich habe da schon Dinge gesehen, da wird mir schon schlecht, wenn ich nur dran denke.
Und Him: auch Mikrofaserlappen fangen nach einer Woche an zu stinken, wenn sie nur zusammengeknüllt und pitschnass in der Spüle liegen *augenrollundnaserümpf*gggg!
...sicherlich tummeln sich in diesen Lappen, wie auch anderswo im Haushalt mehr als genug Keime, aber ich denke, man sollte es nicht übertreiben - in einem ordnungsgemäßen Haushalt ist es ausreichend, wenn man den Lappen in gewissen Abständen wechselt oder eben wäscht. Dass man ihn nicht mit Tellerresten im Spülbecken zusammengeknüllt bis zum nächsten Gebrauch vor sich hin tümpeln lässt, versteht sich von selbst...so seh ich das