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Ich glaube, die meisten schreiben es in Fettdruck. Auf den Briefen, die mein Chef bekommt, steht es immer in Fettdruck (alternativ in Normalschrift aber nicht unterstrichen).
Interessant, was ich hier alles lernen kann. Bisher dachte ich, ich könnte Post öffnen, wenn zuerst die Firma und dann der Mitarbeiter genannt wird.
Bei mir hatte sich mal jemand beschwert, dass ich einen Brief geöffnet habe (kein "persönlich/vertraulich", Firmenname stand vor dem MA-Namen, Inhalt war nicht vertraulich!), und seitdem ich ihm erklärte, was mir zum Thema "Post öffnen" bekannt ist, ließ er sich selbst jede langweilige Reklameschrift, die teilweise in einer transparenten Hülle verschickt wird und von mir daher sowieso einsehbar war (z.B. Lufthansa), mit dem Vermerk "persönlich/vertraulich" zuschicken.
Ich fand das ein bisschen lächerlich, aber da ich ohnehin genug Post zu öffnen hatte, habe ich mir meinen Teil gedacht und gegrinst.
ich öffne auch alles, wo nicht ausdrücklich persönlich oder vertraulich drauf steht. Und ich lese auch das meiste quer, da ich die Post ja auch in mein Postbuch eintragen muss (habe mir da eine Exceldatei gebastelt).
Dann sortiere ich die Chefpost in eine Mappe - jedes Schreiben in ein Fach und sortiert nach Wichtigkeit. Das Wichtigste natürlich als Erstes.
@ Lobilus: In meinem zitierten Urteil war doch bereits alles enthalten. *grins*
Zitat:Original geschrieben von Mirabelle
Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm vom 19. Februar 2003 (Az.: 14 Sa 1972/02): Soweit die Adresszeile keinen Vermerk "persönlich" oder "vertraulich" enthält, darf das Sekretariat oder die Posteingangsstelle des Unternehmens an Mitarbeiter adressierte Post öffnen...
Übrigens richten sich die meisten Sekkis nach der DIN 5008 (als wäre es die Bibel), obwohl rechtliche Urteile doch viel eher von Bedeutung sind.
@ Helix: Das kann nur dein Chef dir erklären, wie er es gern hätte. Ich habe mich gleich zu meinem Jobstart ausdrücklich erkundigt, wie es bei uns individuell gehandhabt wird. Ich darf z. B. die Briefe öffnen, vorsortieren und notfalls sofort bearbeiten oder auch den geschlossenen Umschlag vorlegen, wenn ich keine Zeit haben sollte. ;-)
hab da noch mal ne (wahrscheinlich ziemlich blöde) Frage zu, habe aber bisher mit dieser Tätigkeit noch nichts zu tun gehabt.
Öffnet Ihr die Post nur und legt sie dann in einer Mappe dem Chef vor? Oder wird die Post vorsortiert, was ja heißt dass man die Post zwangsläufig zumindest oberflächlich lesen muss?
solange kein Vermerk "Persönlich/Vertraulich" draufsteht, kann auch ein so adressierter Brief geöffnet werden. Habe es grade nochmal in der neuen DIN 5008-Norm nachgelesen.
Ich habe im Posteingang viele Schreiben, die an meinen Chef adressiert sind, mit Namesnennung vor der Firma.
Solange kein Vermerk vorhanden ist, öffne ich diese genau wie alle anderen Sendungen. Allerdings ist das auch in meiner Arbeitsbeschreibung ausdrücklich so vermerkt.
(Chef wäre auch wenig begeistert, wenn ich ihm die alle zum Selberöffnen hinlegen würde *lach*)
Oh, gut zu wissen!
Wie siehts denn aus mit Briefen, die so adressiert sind:
Klaus Müller
XYZ GmbH
? Dürfen sie auch geöffnet werden?
Ich kannte es bisher nur so, dass solche Post nicht geöffnet werden darf und Post, die so adressiert ist:
XYZ GmbH
Klaus Müller
geöffnet werden darf...?
Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm vom 19. Februar 2003 (Az.: 14 Sa 1972/02): Soweit die Adresszeile keinen Vermerk "persönlich" oder "vertraulich" enthält, darf das Sekretariat oder die Posteingangsstelle des Unternehmens an Mitarbeiter adressierte Post öffnen.
Heißt also: Wenn in einem Betrieb eingehende Postsendung ein besonderer Vertraulichkeitsvermerk für den Empfänger fehlt, darf die Post geöffnet werden.
Wenn der Vertraulichkeitsvermerk vorhanden ist, die Sendung aber dennoch geöffnet wird, gilt ein Verstoß gegen das Briefgeheimnis (§ 202 Strafgesetzbuch – StGB) und hat sogar strafrechtliche Maßnahmen zu Folge!
darf persönliche Post geöffnet, wenn sie ins Büro eingeht?
Ein Mitarbeiter hat wohl irgendetwas in USA bestellt und es wird per UPS angeliefert. Nun hat der Zoll ihm ins Büro geschrieben.
Der Herr, der bei uns normalerweise die Post öffnet, hat auch diesen Brief geöffnet. Ich bin der Meinung, dass diese Post nicht geöffnet werden darf, da sie direkt an den Mitarbeiter ging ohne Firmenbezeichnung. Es stand zwar nicht persönlich dran, aber ich denke das ist nebensächlich. Nun erfahre ich von ihm, dass er sämtliche Post öffnet - auch wenn sogar persönlich dauf steht. Das ist doch Postgeheimnis. Oder sehe ich das jetzt komplett falsch?
Beste Grüße
allesora