Klare Formulierungen helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Umgekehrt jedoch gibt es Wörter, die die Entschlossenheit gleich wieder infrage stellen. Wissen Sie, welche das sind? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz.
Richtig. Das sind alles sehr gute Gründe, und im Prinzip genau das, was ich mit meinem Post sagen wollte. Die Firmen verwenden "gerne" Standards... aber die Post transportiert auch andere Briefe und "kreative" Unternehmen wollen sich eventuell mit Absicht absetzen. Ein Grafikdesigner, mit dem ich zusammenarbeiten "durfte" hat seine Visitenkarten einzeln in folientüten einschweissen lassen. Vermutlich um zu zeigen wie besonders kreativ er ist.
Es ist eben ganz die Frage was die Geschäftsführung für ein Image (oder Rabatte, oder andere Vorteile) will. Und die sollte die CI bestimmen.
Wer hat denn die Antwort gegeben? Chef oder Kollege?
Zitat:Original geschrieben von Tinwoman
...Daraufhin bekam ich die lapidare Antwort, ich könne es ja so machen, wenn ich will, aber die DIN sei nicht verbindlich und daher müsse man sie nicht verwenden.
Das Argument von disko_oma finde ich sehr gut und würde dem beim nächsten Mal ebenfalls lapidar entgegensetzen, dass deine Leutchen dann halt länger auf die Post warten müssen...
Ist schrecklich, wenn man immer zwischen Baum und Borke sitzt und es allen recht machen soll, gelle? ;-)
Hat nicht auch die Post darauf hingewiesen, dass die Anschriften-Lesemaschinen umgestellt worden sind und Anschriften ohne Leerzeile vor dem Empfängerort deshalb notwendig sind. Die Post kann so schneller bearbeitet werden.
Nicht maschinenlesbare Anschriften werden aussortiert und wohl manuell bearbeitet.
Das sollte doch wohl ein Argument sein.
Wie bereits festgestellt wurde, sind die DIN-Normen nicht verbindlich. Neben so einem handfesten Argument von Athena empfiehlt sich aber ganz allgemein schon eine Anwendung der DIN 5008. Denn das äußerliche Erscheinungsbild wird auch immer mit den Eigenschaften des Unternehmens in Verbindung gebracht und hat somit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Image. Je einheitlicher und den aktuellen Normen angepasst also das Erscheinungsbild ist – und darunter fällt auch die Gestaltung des Anschriftenfeldes – desto professioneller wird das Unternehmen wahrgenommen.
Wir sind Großkunde und wechseln öfter mal den Versand-Anbieter, z. B. bei schlechter Qualität, Unzuverlässigkeit oder Tarifänderungen. Einige dieser Anbieter gewähren uns Rabatte, wenn wir täglich eine bestimmte Anzahl einer bestimmten Versandart versenden. Allerdings müssen diese dann auch einheitlich, maschinell erstellt und DIN-gerecht sein.
Wenn bei euch viel Post anfällt, könnte sowas vielleicht auch ein Anreiz für die Mitarbeiter sein.
Das Deutsche Institut für Normungen ist ein Verein (e.V.) der gewisse Sachen empfiehlt. "Verbindlich" ist da nichts.
Was heist denn auch schon "verbindlich". Glaubst Du, das irgendwo Strafanträge wegen Verstoßes gegen irgendeine DIN-Norm erstellt werden?
Die Normen haben nur einen Zweck: Sie sollen "Gute Praktiken" aufzeigen und den Firmen eine gemeinsame Basis schaffen, damit nicht alle das Rad neu definieren müssen. Beispielsweise das beliebte DIN-A4. (Das eigentlich nicht mehr existiert, da die DIN-476 durch ISO-216 ersetzt wurde)
Das Format hat nur einen Sinn: Dafür zu sorgen, dass die Papierhersteller Papier liefern, dass in die Schreibmaschine, bzw. den Drucker passt. Wenn die sich nicht auf eine Norm geeignet hätten... stell Dir mal vor jeder Druckerhersteller hätte ein eigenes Papierformat... Oder unterschiedliche Bleistifte, so dass für jeden Stift ein eigener Spitzer her muss. Jeder Hersteller von Aktenordnern macht seine Systeme anders und man muss den passenden Locher dazu kaufen...
Und damit das nicht passiert gibt es die vielen DIN-Normen. Weit sind wir nicht weg von der 100.000. Aber es ist nicht verbindlich. Wenn jemand einen anderen Locher bauen will, ist das sein gutes Recht. Und wenn jemand den Brief anders beschriftet ist das auch sein gutes Recht. Wenn er dann nicht mehr in den Sichtfeldumschlag passt, ist das sein Problem. Bei mir ist mal eine frankierter und beschrifteter Bierdeckel angekommen. Und das entspricht keiner DIN-Norm für Briefe oder Postkarten, die ich kenne.
Solche Kollegen habe ich auch! Allerdings kann ich sagen, dass in der "Allgemeinen Arbeitsanweisung" bei uns steht, dass wir uns an die DIN zu halten haben. Damit komme ich dann meistens durch.
Gibt es bei euch intern eine Arbeitsanweisung, die sowas regelt?
Ich regte letztens an, endlich die Adresszeile nach DIN zu gestalten, also ohne Absatz zwischen Straße und Ort. Daraufhin bekam ich die lapidare Antwort, ich könne es ja so machen, wenn ich will, aber die DIN sei nicht verbindlich und daher müsse man sie nicht verwenden.