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25.05.2012

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Neuer Kollege & wo die Grenzen sind
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Reddy  27.10.11, 12:43, Beiträge: 5druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo!

So einen Kollegen habe ich auch *arghhh* Der ist zwar nicht neu im Unternehmen, aber wir haben eine neue Außenstelle, wo nun seit 3 Jahre 22 Kollegen arbeiten. Und dieser eine hat es am Anfang auch versucht, sich immer über die anderen zu erheben. Dabei ist er nur ein Blender. Sein Posten nennt sich Betriebsingenieur, er hat aber keinen Abschluss. Sein technisches Wissen lässt auch zu wünschen übrig und so muss er anscheinend seine Anerkennung woanders suchen. Da sagte er mal in meinem Beisein bei einem Seminar, wo auch unsere Erbauerfirma dabei war (die Außenstelle ist ein neu gebautes Kraftwerk), dass "seine" Sekretärin das schon macht. Da hab ich ihm vor versammelter Mannschaft gesagt, er soll mal schön von eigenen Sekri weiterträumen. Zumal ich technische Assistentin bin. Und zwar die vom Chef ;-)

Dann kam er mal an, ich solle ihm mal die ganzen Telefonnummern im Handy speichern. Okay, damals war Stress. Da hab ich ihm gesagt, dass ich das ausnahmesweise mal mache, aber er seine Pumpelarbeiten in Zukunft selber machen soll.

Naja und vom kaufmännsichen hat er bis heute keine Ahnung. Ich sag ihm tausendmal, ich brauche keine Rechnungskopien, weil wir uns die bequem aus dem SAP ziehen können. Nächsten Tag legt der mir wieder eine hin. Ich solle alles abheften für alle Fälle. Nun, ich hab sie ihm zurückgegeben und ihm gesagt, er kann die gern abheften, wenn er nicht in der Lage ist, mit SAP zu arbeiten.

Mittlerweile ist er wie ein Deckchen und macht seinen Mist alleine ;-)

Ich wünsche Dir alles Gute und die Kraft, ihm entgegen zu stehen!

LG Reddy
 
Tippse_3000  11.10.11, 10:56, Beiträge: 343druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo zusammen,

und natürlich herzlichen Dank für Eure Antworten. :)

Es hat mir sehr geholfen, mich durch Eure Erfahrungen darin bestärkt zu sehen, hier wirklich Grenzen zu setzen - auch wenn das erstmal unangenehm sein kann. Scheinbar hat bereits das "nein" zum Visitenkarten-Hinterhertragen gefruchtet, denn bisher kam noch nichts weiter. Es ärgert mich wahrscheinlich einfach, dass ich jemandem überhaupt so in die Parade fahren muss und derjenige nicht von sich aus erst einmal etwas gemäßigt auftritt.

Dass es auch anders geht, hat mir gestern mal wieder mein Chef bewiesen: er kam aus einem Termin zurück und meinte, wir könnten jetzt auch den Konferenzraum wieder herrichten. Mir "wir" meinte er sich und mich. Er hat mir dabei geholfen, alles abzuräumen - und genau deswegen schätze und respektiere ich ihn umso mehr.

Es grüßt Euch herzlich

die Tippse, gepanzert und gewappnet.
 
Ute-S  07.10.11, 12:29, Beiträge: 503druckenzitierenLesezeichen setzen
Das klingt für mich so, als ob er vor dem Kunden mit einer eigenen Sekretärin angeben will. Denn in allen drei Situationen, die Du schilderst, war ja ein Kunde anwesend. Da kann es in dem Moment richtig sein, das "Spiel" mitzuspielen, denn es sieht ja in Anwesenheit eines Kunden nicht gut aus, Konflikte untereinander zu zeigen.
Aber Du solltest ihn in einer ruhigen Minute und unter vier Augen mal drauf ansprechen und Zuständigkeiten abklären.
Wir haben hier vor kurzem auch einen neuen Kollegen bekommen, der eigentlich zu keiner Abteilung gehört und sich um sich selbst kümmern muss. Aber an seinem ersten Tag habe ich es übernommen, ihn mit Büromaterial zu versorgen und ihn durchs Gebäude zu führen, um ihm den Start zu erleichtern. Anschließend behandelte er mich, als sei ich seine Privat-Sekretärin. Nach ein paar Tagen haben wir das dann in einem Gespräch geklärt. Ich bringe ihm gerne mal eine Zeitung mit, und vermittle ihm den richtigen Ansprechpartner - aber um Kaffee und Radiergummis kümmert er sich nun selbst.
Viele Grüße
Ute
 
Lena1952  07.10.11, 11:15, Beiträge: 304druckenzitierenLesezeichen setzen

Zitat:
Original geschrieben von Igele


Ich bin nicht auf der Welt, um bei manchen Kollegen das nachzuholen, was im Elternhaus bei der Erziehung vergessen wurde. :-) Und besser, man klärt sowas möglichst früh, um so weniger muss man sich im Nachgang aufregen... ;-)



Igele, Kompliment für Dein Statement......besonders (siehe Zitat)

und Dir Tippse starke Nerven.
Diese Menschen leiden unter Profilneurose, denen kann man nur mit der Hammermethode begegnen. Im Laufe meines langen Berufslebens habe ich auch so einige Pappenheimer kennengelernt.

LG
Lena
 
Igele  07.10.11, 09:17, Beiträge: 40druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Tippse,

solche Situationen habe ich auch schon (mehrfach) hinter mir.

Früher habe ich bei sowas erstmal die sanfte Methode probiert, mit dem "Erfolg", dass sich nichts gebessert hat, ich mich jedes Mal darüber aufgeregt habe und spätestens, wenn ich Magenschmerzen bekommen habe, dann doch mit der großen Keule drauf gehauen habe.

Mittlerweile habe ich für mich nur einen gangbaren Weg gefunden.

Sofern bei einzelnen Aufgaben nicht klar war, ob diese in mein Aufgabengebiet fallen, habe ich das vorab mit Cheffchen abgeklärt.

Und dann war die "harte Tour" angesagt. Es hilft bei solchen Exemplaren nach meiner Erfahrung nichts, wenn man sie mit Samthandschuhen anfasst. Ich habe das persönliche Gespräch gesucht ("haben Sie mal 5 Minuten"), und dann habe ich kurz und deutlich klar gemacht, dass solche Dinge NICHT in mein Aufgabengebiet fallen, dass er sich eines anderen Tons befleißigen sollte und dass solche Auftritte vor Kunden ein "no go" sind.

Ich bin nicht auf der Welt, um bei manchen Kollegen das nachzuholen, was im Elternhaus bei der Erziehung vergessen wurde. :-) Und besser, man klärt sowas möglichst früh, um so weniger muss man sich im Nachgang aufregen... ;-)

Dein Kollege macht doch genau das, was Du schreibst: Er testet die Grenzen aus. Also ist es an Dir, die Grenzen zu setzen!

Ich wünsche Dir die nötige Gelassenheit und das Durchhaltevermögen, dann auch auf Deinem Standpunkt zu beharren. Und natürlich, dass Dein Chef hinter Dir steht.

Viele Grüße
Igele
 
Tippse_3000  06.10.11, 16:24, Beiträge: 343druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo zusammen,

bei mir hat sich so einiges getan - unter anderem bin ich meinen ehemaligen "Kontrolettikollegen" seit eiem halben Jahr los und im Zuge dessen hat sich auch mein Standing in der Abteilung und beim Chef deutlich verbessert. :) Ingesamt habe ich sehr viele inhaltliche Aufgaben übernehmen können und bin damit sehr glücklich.

Zu meiner Frage: seit einem Monat haben wir nun einen neuen Kollegen. Er sollte sich wohl erstmal versuchen zu integrieren, indem er sich umschaut und guckt, wie es hier so läuft. Dabei stellt er sich leider - pardon - ziemlich dämlich an. Eine halbe Stunde privat telefonieren am ersten Arbeitstag, obwohl wir "Alteingesessenen" dafür aus dem Büro herausgehen oder es aufs Nötigsten beschränken ist nur ein Beispiel dafür.

Was mich allerdings wirklich ärgert ist, dass er versucht meine Grenzen auszutesten und sich auf meine Kosten vor Kunden zu profilieren.

Beipsiel: Ich bringe einen Kaffee zum Kunden in einen Termin. Er spricht mich schräg von der Seite an "Gibts den auch für Mitarbieter?!". Dazu muss man wissen: er trinkt sonst keinen Kaffee und zudem bedienen sich die Mitarbeiter hier immer selbst. Nach einem Todesblick habe ich ihm auch noch einen gebracht. Wie reagiert man in so einer Situation angemessen, ohne den Kollegen vor dem Kunden bloßzustellen, aber selbst nicht den Depp vom Dienst zu geben?

Beispiel: Er ruft an. "Ich sitze hier mit Kunde XY im Termin und wir müssen die Tabelle XZ nochmal überarbieten." Ich: "was muss denn daran gemacht werden?" Er: "Ja, die Einträge müssen formatiert werden, ich brauche das bis Freitag." Ich "Ich nehms auf meine Liste." Dann habe ich mir das ganze angeschaut: formatiert werden muss dort gar nichts, sondern seine Einträge sind dermaßen schlampig, dass man das unmöglich so an einen Kunden herausschicken kann. Was tun? Ich habe mich für "unter den Tisch fallen lassen" entschieden. Für solche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen habe ich einfach keine Zeit, und es geht ihm dabei nur drum, dass der Chef (arbeitet auch mit besagter Liste) seine unordentlichen Einträge nicht sieht. Diese Liste selbst ist auch allgemein nicht meine Baustelle.

Beispiel: Er ruft aus dem Auto an: "Du, ich bin bin hier gerade noch mit Kunde XY unterwegs und komme später im Büro vorbei, weil ich noch Visitenkarten brauche - komm doch mal mit einem Stapel runter vor die Tür, damit ich gleich weiterfahren kann." Da bin ich fast geplatzt und habe ihm freundlich erklärt, er möge doch in die Tiefgarage fahren, kurz hochkommen und sich seine Karten (gefälligt, das habe ich nur gedacht) selbst holen. *klack* Aufgelegt.

Ich bin ziemlich gernervt von seiner herablassenden Art, zumal er diese Phasen nicht immer hat sondern sonst (vor allem wenn meine Kollegen und der Chef dabei sind...) ganz nett ist. Ich tippe auf Unsicherheit, die durch übermäßiges Gehabe kompensiert werden soll. Das geht so einfach nicht weiter. Wie löst Ihr solche Situationen, am besten ohne großes Aufheben und mit der Intention dass er sich um seinen Kram ohne Diskussion selbst kümmert?

Danke fürs "Zulesen" und Eure Gedanken

die Tippse
 
Letzte Änderung: 06.10.11, 17:07
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