Wie schreiben Sie das Wörtchen "recht" – groß oder klein? Die richtige Antwort lautet: "Das kommt darauf an." Sie kennen sich aus? Dann beantworten Sie gleich die Fragen aus unserem kleinen Quiz.
Ja ich habe das Dilemma auch schon mitgemacht, mit dem Unterschied, dass die Firma schon insolvent war , als dort anfing.
Der Geschäftsführer und sein Sozius hätten mich gar nicht mehr einstellen dürfen, da er schon 2 Monate vorher keine Löhne mehr zahlen konnte.
An meinem 1. Arbeitstag wusste ich dann gleich, dass ich nicht lange in der Firma sein würde. In der Post waren ausschleißlich Zahlungserinnerungen, Mahnungen und Zwangsbescheide vom Gericht.
Nach 2 Wochen wurde ich dann zum Geschäftsführer zitiert, der mit erklärte, dass die Firma Insolvenz anmelden muss, ich mir aber keine Sorgen machen bräuchte. Weitere 2 Wochen später, durfte ich mir dann selber meine Kündigung schreiben. Beim Arbeitsamt erzählte man mir dann, dass es schon die vierte Firma wäre, die der Sozius in den Ruin getrieben hatte. Der Geschäftsführer hatte nämlich keine Ahnung von dem, was er immer unterschrieben hat. Er war eigentlich Anwalt und hatte seinen Sozius durch die vorherigen Insolvenzen rechtlich begleitet. Als der Sozius dann eine neue Firma gründen wollte, hat er den Anwalt gefragt, ob er die Geschäftsführung übernimmt. Und dieser hatte dann zugestimmt. Die Firma gab es nicht mal ein halbes Jahr.
Ich ärgere mich nur, dass ich den Geschäftsführer nicht wegen Betruges oder soetwas angezeigt habe. Denn Gehalt habe ich zwei Monate nicht bekommen, und meine vorherige Stelle, die zwar auch nur befristet war, habe ich aufgrund des unbefristeten Vertrages bei diesem Halodri gekündigt.
Hallo Pinkie. Danke für die Nachricht, es geht wieder weiter! Ich selbst habe aber das zum Anlass genommmen, nun grundsätzlich was zu ändern. Hat auch geklappt.
...ich kenne mich da rechtlich nicht so aus, war vor etlichen Jahren aber mal in der gleichen lage wie Du. Es ist wichtig, dass rechtzeitig Insolvenz angemeldet wird. Damals hat das AA 3 Monate lang "Konkursausfallgeld" (heißt jetzt anders, ich glaube Insolvenzgeld) gezahlt als Ausgleich für den entgangenen Lohn (wir sind drei Monate nicht bezahlt worden)...es müssen aber bestimmte Fristen eingehalten werden und mehr als 3 Monatsgehälter gibt es nicht.
Wir waren als Arbeitnehmervertretung beim Anwalt - er hat uns damals geraten, den AG offen zu konfrontieren und mit "Zurückbehaltung unserer Arbeitskraft" zu argumentieren. Es ist nämlich rechtens, seine Arbeitskraft zurückzuhalten (d. h. zuhause zu bleiben) wenn man nachweislich kein Gehalt bekommen hat. Das hat letztlich unseren AG (auch eine kleine Firma) dazu gebracht, zum Amtsgericht zu gehen und den Konkursantrag zu stellen. Es ist also wichtig, dass Du mit dem Chef redest und ihn mal fragst, wie er sich das jetzt denkt. Ohne Geld kann man nun nicht mal bis zum Jahresende überbrücken. Wäre Kurzarbeit vielleicht eine Lösung - aber auch das muss erstmal beantragt und genehmigt sein. Ich persönlich würde erst das Gespräch mit Cheffe suchen und mich danach anwaltlich beraten lassen und danach entscheiden, was ich tun würde.
Ich fürchte meine Firma geht gerade den Bach runter und wir werden bald insolvent sein. Worauf muss ich mich einstellen - Ich bin die einzige Sekretärin unseres kleinen Betriebes und natürlich Mädchen für alles. Was ist im Vorfeld zu tun. In den letzten Monaten konnten wir die Gehälter nur "scheibchenweise" zahlen, diesen Monat werden wir vielleicht gar nicht zahlen können.
Ich wünsche mir, dass es weiter geht mit uns und ich schäme mich auch, das überhaupt von unserer Firma hier zu erzählen (es könnte ja weiter gehen und das wäre im Nachhinein dann peinlich), aber ich so langsam habe ich schlaflose Nächte. Wie soll ich mich meinen Kollegen gegenüber verhalten? Beruhigen, schweigen, versteckte Hinweise? Meine Chefs versuchen zwar das Ruder rumzureissen, aber die Maßnahmen springen absehbar frühestens Ende des Jahres an.
Könnt Ihr mir helfen?
Im Jahr 2007 habe ich bei einer Firma angefangen, die schon jenseits von gut und böse war. Ich hatte vorher immer etwas Pech mit meinen Stellen. War auch 2 x arbeitslos, da die Stellen meistens immer nur für 1 Jahr befristet waren.
Dann habe ich gedacht mit dieser Firma habe ich das große Los gezogen. Eine unbefristete Stelle und gutes Gehalt. Doch schon am 1. Arbeitstag wusste ich, dass ich in der Firma nicht lange bleiben werde. In der Post waren fast nur Zahlungserinnerungen und Zwangsvollstreckungsbescheide vom Gericht. Außerdem war von der Kriminalpolizei ein Büro gesperrt worden. Nach 2 Wochen in der Firma bat mich der Geschäftsführer dann zu einem Gespräch und teilte mir mit, dass die Firma Insolvenz anmalden müsste. Im nachhinein habe ich dann von den anderen Mitarbeitern erfahren, dass diese schon seit mehreren Monaten kein Gehalt mehr erhalten hatten und der Geschäftsführer für einige sogar die Miete überweisen musste, damit diese nicht aus der Wohnung fliegen. Lange Rede kurzeer Sinn, nach 2 Monaten saß ich wieder auf der Straße. Ich ärgere mich nur, dass ich nicht Anzeige gegen den Geschäftsführer erstattet habe, denn in meinen Augen war das Betrug was er gemacht hat.
Hallo Charly_01, mitgemacht habe ich das noch nicht, aber ich kann Dich sehr gut verstehen. Vor einem Jahr haben wir auch noch um GöGas Arbeitsplatz gebangt, hat sich aber alles gut entwickelt.
Ich kann mich meinen Kolleginnen nur anschließen. Du solltest Dich wirklich vorsichtshalber umschauen und dann zu gegebener Zeit entscheiden. Und Weiterbildung ist auch immer gut, das wird oft genug angefragt.
Ärgerlich finde ich, dass die Mitarbeiter in den meisten Fällen zu spät informiert werden.
Ich drücke Dir ganz doll die Daumen - egal, ob Du etwas Neues suchst oder Deine Firma es schafft. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
es tut mir Leid, was du da durchmachen musst. Meine Firma ist zwar nicht insolvent, hat aber ein Drittel der Leute am Standort entlassen, es hat sehr weh getan. Ich kann dich gut verstehen. aber besser, du weißt bald, woran du bist, alles andere ist ja schließlich auch eine Quälerei.
Bilde dich auf jeden Fall privat weiter, damit du dich besser positionieren kannst. So oder so.
Freigestllt wurde noch kein AN, der Betrieb läuft jetzt auch erst mal weiter.
In der IN-Übergangszeit (3 Monate) erhalten wir Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit, dies wird in unserem Fall vorfinanziert durch ein Darlehen das der Verwalter aufgenommen hat und abgegolten durch eine Abtretung unsererseits. Das heißt die Gehälter Januar, Februar und März sind uns erst mal in vollem Umfang sicher.
Allerdings kann keiner eine Garantie für den Erhalt der Firma abgeben, also wäre man ja wirklich "dumm", wenn man sich nicht andereweitig bemühen würde.
Vom Chef direkt erfahren habe es zunächst nur ich (einen Tag nach Antragstellung), die anderen Mitarbeiter wurden ein paar Tage später auf der Betriebsversammlung darüber informiert - offiziel ;-). Inoffiziel haben es die durch die Zeitung, Konkurrenzunternehmen, und mich erfahren. Da ich es für unverschämt und dreist hielt die Leute auch nur ein paar Tage in Ungewissheit zu lassen, da dies verlorene Tage sind.
Hallo Charly_01,
ich drück Dir die Daumen, daß Dein Arbeitsplatz erhalten bleibt. Mein Ex-UN hat letzten Herbst auch Insolvenz anmelden müssen. Nur bei uns sagte der Insolvenzverwalter gleich, daß es keine Chance mehr für das Unternehmen gibt. Obwohl ich noch 2 Montate beschäftigt war, habe ich mich gleich arbeitssuchend gemeldet. Bin leider immer noch ohne Arbeit.
Aber ich will Dir hier keine Angst machen. Denn ich gehöre schon zu den "etwas älteren" Mädel´s.
Ich wünsch Dir für die Zukunft alles, alles Gute
vor einigen Jahren hab ich eine Insolvenz mitgemacht. Ist nicht besonders toll. Wir MA wurden aber erst ganz spät informiert, nach dem schon keine Gehaltszahlungen mehr geleistet wurden. Wir wurden ewig hingehalten und dann kurz und schmerzlos freigestellt. Die Freistellung ging dann zack zack. Traurig an der ganzen Sache: Die offenen Gehaltszahlungen haben wir bis heute mangels Masse nicht bekommen und der Mutterkonzern in Frankreich ist stinkreich !!
Aber gut - ist lang her - ich könnt mich immer noch ärgern, hätt ich mich damals schneller freistellen lassen, wären meine ausstehenden Zahlungen sicherlich nicht so hoch gewesen ...
Du, ich war damals direkt beim Arbeitsamt und da gab es dann eine Unterstützungsleistung vom Amt. Weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr, welches Kriterien man dafür erfüllen musste. Vielleicht kannst du dich ja mal informieren?
Und: In welcher Umgebung wohnst du? Nähe München??
Halte auf jeden Fall duch und die Augen offen!
Schulterklopf.
ich wünsche dir, dass du da "heil" durchkommst. Auch diese Phase deines Lebens wirst du schon meistern! - Aus einer (noch) festen Anstellung heraus lässt sich ein Job doch noch etwas einfacher finden, als aus der Arbeitslosigkeit. Fang daher jetzt schon an mit dem Bewerbungsmarathon.
ich sehe das schon auch wie du. Man sollte auf keinen Fall in eine Starre verfallen und nur darauf hoffen das "Alles gut" wird.
Was mir natürlich momentan am meisten Sorge bereitet ist das Geld. Da ich nicht gerade zu den Großverdienern zähle, und ich evtl. doch damit rechnen muss arbeitslos zu werden wird es ganz schön knapp werden.
Aber ich will ja gar nicht groß rumjammern, denn überstehen werde ich sicher auch diese Sache...
Charly, das ist wirklich bitter. Ich habe das vor vielen Jahren bei meiner Schwester hautnah miterlebt. Das Unternehmen hat es nicht geschafft, allerdings wurde meine Schwester noch ein paar Jahre vom Insolvenzverwalter weiterbeschäftigt, da sie profunde Kenntnisse des gesamten Accounting-Bereichs mitbrachte. Mein Rat an Dich: schau Dich so früh wie möglich nach einer neuen Stelle um. Wenn Du zu lange wartest, wird die Konkurrenz nur größer. Sollte Dein jetziges Unternehmen überleben, kannst Du ja immer noch entscheiden, ob Du bleibst oder gehst. In jedem Fall ist es bei einer Insolvenz besser, ein 2. Ass im Ärmel zu haben.
vor zwei Wochen hat mein Chef Antrag auf Insolvenz gestellt. Da das UN schon seit längerem "kränkelt", hat mich die Nachricht anfangs nicht überrascht. Nach und nach kamen allerdings Gefühle wie Verzweiflung, Wut aber auch Erleichterung hoch...und viele Fragen.
Der Verwalter hat die HOffnung das UN sanieren zu können und somit auch die meisten Arbeitsplätze zu erhalten.
Ich sage mir immer es gibt sowieso nur drei Möglichkeiten: 1. das UN schafft es und ich behalte meinen Job, 2. ich finde innerhalb kürzester Zeit einen Neuen, 3. ich werde arbeitslos - sollte dies der Fall sein werde ich eine Weiterbildung machen.
Hat von euch jemand das ganze schon mal duchgemacht???