Klare Formulierungen helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Umgekehrt jedoch gibt es Wörter, die die Entschlossenheit gleich wieder infrage stellen. Wissen Sie, welche das sind? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz.
Hallo Pinu,
zu Deiner Situation: Ja, es macht sich sicherlich in einigen Dingen bemerkbar, dass Du ein bis zwei Generationen jünger als Deine Kolleginnen bist. Zum Beispiel auch daran, dass sie mehr ausdrucken, als Du für richtig findest. Lass sie, wenn es ihnen ein Gefühl der Sicherheit gibt, dann drucke dem Chef eben alles ein- bis mehrfach aus. Hake es mit einem "Dasisso" ab - aber mache nicht Dein Unglück daran fest. Mit etwas mehr Gelassenheit (aber wahrscheinlich habe ich die auch, weil ich ein ganzes Stück älter bin als Du mit etlichen Jahren Berufserfahrung) lässt sich das Leben viel besser ertragen.
Zum Champagner: Wenn es Eurem Unternehmen nicht so gut geht, wollt Ihr doch neue Aufträge, damit es Euch bald wieder besser geht - und eine Flasche Champagner hier und da kann da wahre Wunder wirken. Auch das ist üblich.
Zur Zeitarbeit: Meine jetzige Stelle habe ich indirekt auch über die Zeitarbeit bekommen. Ich bin zwar nicht direkt übernommen worden, aber das Unternehmen hat sich an mich erinnert, als eine Stelle frei wurde. Ein seriöses Zeitarbeitsunternehmen kann ein gutes Sprungbrett sein. Schau Dir den Vertrag genau an. Sie sollten Dich langfristig behalten wollen und auch weiterbeschäftigen, wenn mal eine Woche nichts zu tun ist (für solche Zeiten spart man normalerweise ein Überstundenkonto an).
Viel Erfolg!
Pinu, wenn das eine seriöse Zeitarbeitsfirma ist, dann verstehe ich Deine Ressentiments vor dem Hintergrund der Aussage, dass Du mehr verdienen und weniger arbeiten würdest, nicht so ganz. Denn was Du beschreibst, lässt ahnen, dass sich die Geschichte mit Deinem jetzigen Job bald von selbst erledigen wird...
ich kann dir nur zum Thema Zeitarbeit den Tip geben, guck dir die Zeitarbeitsfirma genau an, und wenn du ein gutes Bauchgefühl hast, mach es. Ich bin über die Zeitarbeit in meine absolute Traumfirma gekommen und wurde nach einem halben Jahr übernommen. Es gibt hier schon verschiedene Themen zu den Erfahrungen mit Zeitarbeit, da kannst du dich mal durchlesen um dir ein Bild zu machen. Es gibt wie überall schwarze Schafe und schlechte Erfahrungen, aber auch viele Erfolgschancen. Und alles ist besser, als das was du jetzt hast, scheint mir...
Danke für die ganzen Ratschläge, ich habe sie mir auch zu Herzen genommen und bin mich am Bewerben. Allerdings weiß ich, dass ich in meine Wunschbereiche nicht so einfach reinkomme, daher dauert es eine Weile etwas Neues zu finden.
Ich habe ein Angebot von einer Zeitarbeitsfirma bekommen. Ich würde weniger arbeiten und mehr verdienen als in meiner momentanen Position. Ich fühle mich dort relativ gut aufgehoben, auch wenn ich mich dort noch nicht offiziel angemeldet habe. Ich bekomme alle zwei Tage einen Anruf, dass eine für mich passende Stelle reingekommen ist, bekomme die Details erklärt und werde gefragt, ob man meine Daten zur Bewerbung an das Unternehmen weiter geben soll. Es wird auch viel zur direkten Arbeitsvermittlung angegeben. Dennoch bleibt für mich einfach dieser bittere Beigeschmack von Zeitarbeit. Ansonsten habe ich zurzeit noch 9 Bewerbungen laufen.
Es gibt einfach immer mehr, was mich in meinem Job nervt und was ich einfach aus Kosten- und Zeitgründen nicht einsehe.
Zum Beispiel
- jede(!) Email muss ausgedruckt werden, auch Emails die ich verschicke
- jede(!) Präsentation muss ausgedruckt werden, zweifach. Eine für die Unterlagen und eine zum "drin rummalen"
- ich soll mich für Dankesschreiben schriftlich bedanken (z. B. hatten wir eine Feier und nun wird sich dafür bedankt und ich soll mich bei jedem, der sich für die schöne Feier bedankt, noch einmal schriftlich bedanken)
- ich schicke so viele Flaschen Champagner im Monat raus, dass ich es kaum noch fassen kann...
Wir entlassen hier Leute, weil wir kein Geld haben, aber schmeissen unendlich viel Geld für Geschenke raus! Ich kann das auch teilweise gar nicht mit meinem Gewissen vereinbaren... Ich sitz hier ja an der Quelle und weiß daher, wie es um unser Unternehmen steht. Wenn ich Nachfrage höre ich aber immer nur "wir sind die Geschäftsführung" - das ist die Begründung für alles. Ich möchte hier so schnell es geht raus, möchte aber auch nicht kündigen ehe ich eine neue Arbeit sicher habe. Vielleicht stell ich mich einfach nur an, ich weiß es nicht.
da muss ich den Mädels vor mir recht geben. Suche dir einen anderen Job, der besser zu dir passt. Dann geht es dir gesundheitlich auch wieder besser. Wenn deine jetzige Firma dir diesen Job nicht anbieten kann, musst du halt außerhalb suchen.
Weshalb bist du denn immer bis 19 Uhr, wenn ich das richtig deute, im Büro? Geh doch einfach zu deiner regulären Feierabendzeit nach Hause. Deine Chefs sollten eigentlich wissen, wielange du arbeitest oder?
Mein Chef z. B. weiß genau, wenn es nicht erforderlich ist, habe ich spätestens 17 Uhr Feierabend. Klar gibt es Ausnahmen, meist weiß ich das ein paar Tage vorher. Dann kann ich früh später anfangen (wir haben Gleitzeit und es wir die Arbeitszeit "gestochen"). Die Frühstücks- und Mittagspausen sind bei uns auch sehr wichtig. Bevor ich in meinen jetztigen Bereich gewechselt bin, hatte ich keine richtige Frühstücks- oder Mittagspause. Aber unser Chef sieht das zum Glück auch so, dass Pausen wichtig sind.
ich stimme meinen Vorschreiberinne in allen Punkten überein.
Das einzige was ich noch hinzufügen möchte ist, aus Erfahrung, dass man auch mal sagen darf (nicht direkt, aber indirekt) dass mann Feierabend hat. Natürlich wenn man weiss dass die Arbeiten in letzter Minute nicht wirklich sooo dringend sind und am nächsten Morgen gemacht werden können. Ich habe zuletzt immer gefragt, ob dass denn für heute noch fertig sein muss. Natürlich ohne Unterton oder so... sondern direkt und ganz natürlich.
Denn manchmal merken die Chefs überhauptnicht, dass Du vielleicht schon seit geraumer Zeit nicht mehr im Büro sein solltest.
Meinen früheren Chef, habe ich letztendlich dazu erzogen, dass ich frühstücken konnte. Er hat mich immer genau zu dieser Zeit ins Büro gerufen, und ich musste was essen, ich kann keine Mahlzeit auslassen, sonst wird mir übel, schwindlig, etc.
Das geht alles, man muss es nur richtig anstellen ;-)
ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an - denk nicht an die Firma, sondern vor allem an dich und deine berufliche Zukunft.
Wenn du eine Affinität zur Buchhaltung hast, bilde dich in der Richtung weiter und bewirb dich auf entsprechende Stellen.
Da brauchst du auch keine Bedenken wegen eines Wechsels kurz nach der Ausbildung haben, es ist ja ein anderes Arbeitsgebiet als dein jetziges, so ist ein Stellenwechsel doch nur logisch.
Aber in deiner jetzigen Situation würde ich prüfen, ob es wirklich nötig ist, dass du so viele Überstunden machst. Sitzen deine Kolleginnen auch um 19 Uhr mit dem Tisch voll Arbeit noch im Büro, oder bist du als "Neue" die einzige, die so benutzt wird?
Ich arbeite in einer kleinen Firma mit mehreren Chefs und kenne das Phänomen, dass mir mindestens einer von ihnen kurz vor (meinem) Feierabend noch etwas auf den Tisch legt.
Da ich allerdings abends die Post wegbringe, habe ich einen definierten Schlusspunkt und muss solche Arbeiten auf den nächsten Morgen schieben.
Den Chefs ist das nicht immer bewusst, manchmal gucken sie etwas konsterniert, aber die Anweisung mit der Post kommt ja auch von ihnen *lächel*.
Zitat:Original geschrieben von Pinu
Eigentlich wusste ich vorher schon, dass dies keine Stelle für mich ist,
Liebe pinu,
fällt dir was auf? Du hast dich gegen deine Überzeugung entschieden und gegen dein Bauchgefühl - Fehler! Bei der Jobwahl muss dir klar sein, dass du das für die nächsten 30 - 40 Jahre machen musst - also solltest du in deiner Entscheidung auch dahinter stehen.
Wenn bei euch in der Firma momentan keine Stelle in der Buchhaltung frei ist, sehe ich keinen Grund, warum du dich nicht woanders bewerben solltest. Die Kolleginnen haben Recht: "Einmal Azubi, immer Azubi." Wenn du dich beruflich und persönlich weiter entwickeln willst, musst du sogar was Neues suchen - nicht nur wegen dem Geld.
Zudem fühlst du dich auch nicht wohl an der Stelle. Mein Tipp ist, dich zu bewerben (du wirst dich gleich besser fühlen, wenn du dich erst mal dafür entschieden hast) und dir zu überlegen, ob du ggf. Weiterbildungen im Bereich Finanzbuchhaltung/Controlling machen möchtest. Wenn dir das Thema so liegt, solltest du dich spezialisieren!
(Mein Ding isses ja nicht *lach*).
Und in der Zwischenzeit lass dich bitte nicht für einen Hungerlohn ausbeuten. Wenn der Chef nicht explizit von dir verlangt, bis 19 Uhr im Büro zu sitzen, geh heim. Es gibt immmer noch einen nächsten Tag, an dem du Dinge erledigen kannst (Ausnahmen gibt es immer, klar).
hey, Kopf hoch erst mal :-)
Und als allererstes vergiss bitte mal den Satz "Ich würde mich ja bereits woanders bewerben, aber das finde ich für's Unternehmen auch irgendwie ungerecht"
Ich persönlich finde das Unternehmen verhält sich dir gegenüber auch nicht gerade vorbildlich, dass jemand am Empfang das gleiche Gehalt bekommt wie eine GF Assi mit zig Überstunden (und um 19 Uhr noch mit Aufgaben anzukommen finde ich schon ziemlich heftig und ich war auch schon GF Assi).
Ansonsten scheinst du dich ja auch nicht sehr wohlzufühlen.
Ich würd dir empfehlen, dich zu bewerben. Du bist noch sehr jung, da ist es nicht schlimm, wenn du gleich nach der Ausbildung wechseln willst!
Das machen viele, als Grund kannst du angeben, dass dir in deinem jetzigen Unternehmen nicht die Entwicklungsmöglichkeiten gegeben sind, die du dir so wünschst.
Du hast nichts zu verlieren, schau mal nach interessanten Jobs, schick ein paar Bewerbungen los und geh so ganz entspannt in Gespräche.
Wenn du noch lange wartest und deine Unzufriedenheit und dein Frust größer wird, wirst du das auch mit in die Vorstellungsgespräch nehmen.
Wenn man erst mal richtig verzweifelt sucht, weil man so gefrustet ist, kommt man auch so rüber.
Generell könnte ich mir schon vorstellen als Assistentin irgendwo zu arbeiten, aber nicht hier. Ich hatte während meiner Ausbildung schon die Erfahrung gemacht, dass auch die mieseste Arbeit in Ordnung sein kann, wenn das Umfeld Spaß macht oder es gibt auch Arbeit, die ist super, aber dafür das Umfeld nicht. Ich habe mich in der Buchhaltung super gefühlt, weil es das war, was ich machen wollte. Die Kollegen dort waren nicht so mein Fall, aber es war egal. Die Buchhaltung ist es auch, in die ich später einmal möchte.
Das ich gehaltstechnisch nicht so viel verdiene wie meine Kollegen ist mir schon klar und das verstehe ich auch. Aber als Beispiel:
Ich habe im Januar ausgelernt und bin Assistentin der Geschäftsführung. Eine ehemalige Mitazubi hat auch im Januar ausgelernt und ist ebenfalls übernommen worden, allerdings am Empfang. Ich arbeite durchschnittlich 60 Stunden/Woche, sie 38 Stunden/Woche. Wir verdienen aber beide das selbe, obwohl die Verantwortung viel höher ist und ich auch viel mehr arbeiten muss. Mir erscheint es einfach unfair in solch einem Fall beiden gleich viel zu bezahlen, zumal es ausgezahlt nur 200 € mehr sind als während der Ausbildung.
Mein Chef weiß auch, dass ich Überstunden mache. Er ist ja auch derjenige, der mir um 19 Uhr noch Aufgaben gibt (regulär arbeite ich bis 17:30 Uhr).
Schade, dass Dir der Job nicht gefällt - aber wenn Dir der Job quasi schon die Lebensfreude nimmt, würde ich mich auf jeden Fall schon mal weiterbewerben. Deine Loyalität zum Unternehmen in allen Ehren, aber in so einem Fall halte ich es nicht für "ungerecht"...Und als Begründung kann man immer angeben, dass man nach der Ausbildung weitere Erfahrungen in einem anderen Unternehmen/einer anderen Branche etc. sammeln möchte. "Einmal Lehrling - immer Lehrling", das ist ja oft so, und daher denke ich, dass Dein Wunsch zu wechseln, durchaus begründbar und auch verständlich ist.
Du scheinst ja noch recht jung zu sein. Fühlst Du Dich generell in einem Assistentinnen/Sekki-Job nicht wohl - oder liegt es jetzt in erster Linie an Deinem Umfeld, dem Aufgabenbereich und Deinen älteren Kolleginnen? Du wärest jetzt sicherlich noch jung genug, um Dich komplett umzuorientieren. Frag Dich, bevor Du einen Wechsel anpackst und Bewerbungen schreibst, was Du wirklich willst...in anderen Unternehmen wird sicherlich auch nicht alles stimmig sein.
Du Deinen älteren Kolleginnen kann ich Dir leider keinen Rat geben, außer, dass Du möglichst freundlich und professionell auftreten solltest. Vielleicht fürchten sie auch den frischen Wind, den Du möglicherweise reinbringst oder sehen Dich als jüngere Konkurrenz?
Gehaltlich ist es nicht zu erwarten, dass übernommene Azubis mit "altgedienten" Kräften sofort gleichziehen, jedenfalls bei uns nicht. Wie sieht es denn in der Zusammenarbeit mit Deinem Chef aus? Ist er zufrieden? Weiß er, dass Du sehr viele Überstunden machst? Vielleicht solltest Du mal das Gespräch mit ihm suchen.
im Januar habe ich meine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen und bin bereits seit November in meiner Übernahmeabteilung. Ich arbeite als eine von drei Assistentinnen in der Geschäftsführung. Eigentlich wusste ich vorher schon, dass dies keine Stelle für mich ist, aber ich dachte mir halt, ich arbeite hier etwa 2 Jahre und such mir dann etwas, was mehr meinen Vorstellungen entspricht. Doch so langsam kommen mir immer mehr Zweifel an meinem Plan...
Ich bin 30 - 40 Jahre jünger als der Rest in meiner Abteilung und finde daher keinen richtigen Anschluss bzw. man hat nicht einmal ein gemeinsames Gesprächsthema. Zudem finde ich die Arbeit einfach nur deprimierend. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Gehalt. Hier im Unternehmen gibt es die Regel, dass jeder Azubi, der übernommen wird, erst einmal das gleiche verdient - egal ob Assistent der Geschäftsführung oder am Empfang. Ich muss wirklich sagen, dass ich das schon als recht unfair empfinde, da ich hier noch nie pünktlich rauskam und daher (theoretisch, da Vertrauensarbeitszeit) schon sehr viele Überstunden angesammelt habe. Eine Gehaltserhöhung wird wohl auch erst einmal nicht erfolgen, da wir gerade ziemlich sparen müssen. Außerdem wäre da noch eine meiner Kolleginnen, wegen der schon zwei Leute vor mir gekündigt haben..
Morgens mag ich mittlerweile kaum aufstehen, da ich es auf der Arbeit kaum aushalte und ich mich einfach ungerecht behandelt fühle. Ich würde mich ja bereits woanders bewerben, aber das finde ich für's Unternehmen auch irgendwie ungerecht. Außerdem denke ich mir auch jedesmal "wie sieht das nur im Lebenslauf aus, wenn man nach 4 Monaten schon die Stelle wechselt?". Ich weiß einfach nicht mehr weiter :(