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DIN-Quiz - Teil 10: Zahlen, Größen und Formeln in der DIN 5008

Zahlen spielen in der Geschäftskorrespondenz eine wichtige Rolle. Egal ob es sich um Telefonnummern handelt oder es um Bestellmengen und Kilometerangaben geht, die DIN 5008 macht Vorgaben, wie diese jeweils genau auszusehen haben. Testen Sie Ihr Wissen zu DIN-gerechten Zahlen, Größen und Formeln mit unserem Quiz.

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Wie gut ist Ihr Sprachgefühl?

Zweifelsfälle tauchen in der deutschen Sprache etwa bei der Bildung des Plurals, also der Mehrzahl von Substantiven (Hauptwörtern) und bei den Vergangenheitsformen bestimmter Verben (Tätigkeitswörter) auf.

Mehrzahlbildung leicht gemacht

Substantive können auf verschiedene Weisen in die Mehrzahl gesetzt werden. Bei einigen wird der Stammvokal (Stammselbstlaut) zum Umlaut, wie in "der Fall – die Fälle", bei anderen aber auch nicht: "das Brot – die Brote". Solche Formen sind in der Regel geläufig und bereiten keine Schwierigkeiten. Bei manchen Wörtern sind aber auch beide Varianten möglich, etwa bei "der Nachlass – die Nachlasse/Nachlässe". Hier hängt es meist von regionalen Unterschieden ab, ob uns die gewählte Form fremd vorkommt oder nicht. Es gibt auch Plurale, die einfach durch ein angehängtes "S" gebildet werden. Das ist besonders oft bei Lehnwörtern aus dem Englischen der Fall: "der Club – die Clubs". Es gibt jedoch durchaus auch einheimische Wörter, die die Mehrzahl auf diese Weise bilden: "der Uhu – die Uhus". Das "S" wird oft bei solchen Wortfügungen angehängt. Aber wie lauten die Pluralformen bei folgenden Wörtern:

  1. Firma
  2. Band
  3. Visum
  4. Album
  5. Bonus
  6. Strauß
  7. Globus
  8. Datum
  9. Opus
  10. Quiz

Die Antworten:

  1. Firmen
  2. Bände (im Sinne von Buchbänden), Bänder (im Sinne von Stoffstreifen)
  3. Visa und Visen
  4. Alben
  5. Bonusse und Boni
  6. Strauße (wenn der Vogel gemeint ist), Sträuße (wenn die Blumen gemeint sind)
  7. Globen und Globusse
  8. Daten
  9. Opera
  10. Quiz

Schwierige Verbformen

Unregelmäßige Verben bereiten Sprachenlernenden häufig Kopfzerbrechen. Und auch Muttersprachler sind sich nicht immer sicher, welche Verbform richtig ist. Denn es gibt Tätigkeitswörter, die unterschiedliche Bedeutungen tragen. Je nachdem, was Sie genau sagen wollen, müssen Sie das Wort anders beugen. "Wenden" ist dafür ein gutes Beispiel. "Ich wende mich an Sie" hat einen anderen Sinn als "Ich wende das Blatt Papier." Das Präteritum (Vergangenheitsform) wird dann auch unterschiedlich gebildet: "Ich wandte mich an Sie" und "Ich wendete das Blatt Papier."

Was denken Sie: Welche der folgenden Sätze sind korrekt gebildet?

  1. Ich hängte ein Bild im Flur auf.
  2. Die Großmutter wog das Kind in ihren Armen.
  3. Die Spinne webte ihr Netz.
  4. Der Bauer dreschte das Getreide.
  5. Die Frau hat einen Sohn gebärt.
  6. Ich erschreckte Peter ganz schön.
  7. Ich erschreckte.
  8. Der Verkäufer pries die Ware an.
  9. Er schwörte ihr ewige Liebe.
  10. Der Bäcker backte ein Brot.
  1. Der Satz ist richtig. Die Form "hing" müssten Sie bei "Das Bild hing im Flur" wählen.
  2. Der Satz muss korrekt heißen "Die Großmutter wiegte das Kind in ihren Armen", da "wiegen" im Sinne von "schaukeln" benutzt wird. Die Form "wog" steht für "Gewicht haben", kann aber auch von "wägen" stammen.
  3. Richtig wäre "Die Spinne wob ihr Netz."
  4. Korrekt ist: "Der Bauer drosch das Getreide."
  5. Richtig wäre "geboren".
  6. Der Satz ist korrekt.
  7. Dieser Satz muss richtig heißen: "Ich erschrak." Bei dem Verb "erschrecken" müssen Sie unterscheiden, ob Sie selbst erschrecken ("erschrak", "erschrocken") oder ob Sie jemanden erschrecken ("erschreckte", "erschreckt").
  8. Der Satz ist richtig, die oft gewählte Form "preiste" ist dagegen falsch.
  9. Korrekt muss der Satz lauten: "Er schwor ihr ewige Liebe."
  10. Der Satz ist richtig, aber auch die stark gebeugte Form "buk" ist korrekt.

Stunden, Tage und Wochen – was gilt bei Zeitangaben?

"Am Dienstag Abend gehen wir essen." Was ist an diesem Satz falsch? Genau, es muss heißen: "Dienstagabend". Rund um Datums- und Zeitangaben lauern einige Rechtschreibfallen. Kennen Sie sie alle? Dann werden Ihnen die folgenden Fragen sicherlich keine Schwierigkeiten bereiten. Sind diese Sätze korrekt?

  1. Wir gehen Mittags immer zum Italiener.
  2. Das Meeting findet am Donnerstagmittag statt.
  3. Mittwoch früh kommt der Fensterputzer.
  4. Sie treffen sich jeden Tag mit Ausnahme des Freitag.
  5. Der Bericht bezieht sich auf das Jahr '09.
  6. Es ist jetzt viertel nach Elf.
  7. Das war in den 90-er Jahren.
  1. Als Adverb (Umstandswort) muss "mittags" kleingeschrieben werden, wenn es nicht am Satzanfang steht.
  2. Der Satz ist richtig, Verbindungen aus Wochentagen und Tageszeitangaben werden immer zusammengeschrieben.
  3. Auch dieser Satz ist richtig, denn Angaben mit "früh" werden immer getrennt geschrieben.
  4. Wochentage sind Maskulina und werden stark gebeugt. Sie tragen also im Genitiv das "S" als Endung. Der Satz muss korrekt lauten: "Sie treffen sich jeden Tag mit Ausnahme des Freitags."
  5. Im angelsächsischen Bereich ist es üblich, bei der verkürzten Jahreszahl einen Apostroph zu setzen. Im Deutschen allerdings wird darauf verzichtet. Korrekt ist also: "Der Bericht bezieht sich auf das Jahr 09."
  6. In diesem Satz haben sich gleich zwei Fehler versteckt, korrekt muss er heißen: "Es ist jetzt Viertel nach elf."
  7. Für die Schreibung von Begriffen aus Zahl und Wort haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können sie in Worten ausschreiben, dann sind die "neunziger Jahren" oder "Neunzigerjahre" richtig. Sie können auch eine Schreibung aus Zahl und Wort wählen, dann sind die "90er-Jahre" oder "90er Jahre" korrekt. Die Schreibung in der Aufgabe ist aber in jedem Fall falsch.

Knifflige Rechtschreibung

Manchmal gibt es auch einfach Wörter, deren Rechtschreibung schwierig ist. Kennen Sie bei den folgenden typischen Fehlerquellen die korrekte Orthografie? Welche Wörter und Sätze sind richtig geschrieben?

  1. wohlmöglich, wohmöglich, womöglich
  2. plötztlich, plötzlich, plöztlich
  3. fleissig, fleißig, fleisig
  4. zimlich, zihmlich, ziemlich
  5. ein bisschen, ein Bisschen, ein bischen
  6. Ich sehe, das Du kommst. Ich sehe, daß Du kommst. Ich sehe, dass Du kommst.
  7. Ein Echo wird auch Wiederhall genannt. Ein Echo wird auch Widerhall genannt. Ein Echo wird auch Wihderhall genannt.

Richtig sind jeweils:

  1. womöglich
  2. plötzlich
  3. fleißig
  4. ziemlich
  5. ein bisschen ("Ein Bisschen" ist zwar ebenfalls richtig, hat aber eine andere Bedeutung und meint "ein kleiner Bissen".)
  6. Ich sehe, dass Du kommst.
  7. Ein Echo wird auch Widerhall genannt.

Groß oder klein?

Die deutsche Sprache kennt zahlreiche Fälle, die die Großschreibung von Wörtern verlangen. Die Regelungen sind auch nach der Rechtschreibreform nicht wirklich einfacher geworden. Gehen Sie die folgenden Sätze durch und testen Sie Ihr Wissen: Welche der Varianten ist jeweils korrekt?

  1. Alle unsere Kunden sind wichtig. Das wichtigste/Das Wichtigste aber ist, den Markt in den USA zu erschließen.
  2. Viele Kunden warten auf einen Anruf, die wichtigsten/die Wichtigsten habe ich hier notiert.
  3. Die Beiden/Die beiden bilden ein gutes Team.
  4. Herr Müller übergab Frau Mayer Ihre/ihre Unterlagen.
  5. Im folgenden/Folgenden werde ich Ihnen die Details unseres Vorhabens erläutern.
  6. Wir haben dutzende/Dutzende von Bewerbungen auf die Stellenausschreibung erhalten.
  1. "Das Wichtigste". Das Adjektiv wird in diesem Satz als Nomen gebraucht und daher großgeschrieben.
  2. "die wichtigsten". In diesem Fall handelt es sich um ein Adjektiv zu "Kunden", auch wenn beide Wörter nicht direkt aufeinanderfolgen.
  3. "Die beiden". Das Wort "beide" wird immer klein geschrieben.
  4. Hier sind beide Schreibweisen richtig – je nach Situation. Handelt es sich um die Unterlagen von Frau Mayer, ist "ihre" richtig: "Herr Müller übergibt Frau Mayer ihre (Frau Mayers) Unterlagen." Handelt es sich aber um die Unterlagen einer anderen Person, die mit diesem Satz direkt angesprochen wird, muss "Ihre" als Höflichkeitsform großgeschrieben werden. "Lieber Herr Schmidt, Herr Müller übergab Frau Mayer Ihre (Herrn Schmidts) Unterlagen."
  5. "im Folgenden". Das Wort "Folgenden" ist eine Substantivierung, steht hier also als Hauptwort.
  6. Beide Möglichkeiten sind korrekt. Bei unbestimmten Mengenangaben dürfen Sie Wörter wie "Dutzend" sowohl klein- als auch großschreiben.
Erstellt am: 25.01.2012 13:12, Letzte Änderung: 30.01.2012 09:50
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