Klare Formulierungen helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Umgekehrt jedoch gibt es Wörter, die die Entschlossenheit gleich wieder infrage stellen. Wissen Sie, welche das sind? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz.
Ihre Handlungsanleitung für eine konstruktive Konfliktlösung
Sie können sich einem Konflikt nicht mehr entziehen oder haben sich ganz bewusst entschieden, eine Auseinandersetzung einzugehen. Was Sie nun brauchen ist eine Handlungsanleitung. Entwickeln Sie für diesen Zweck eine Strategie, wie Sie mit dem bestehenden Interessen- oder Meinungsunterschied umgehen wollen. In welchen Schritten sollten Sie diese Strategie umsetzen? Die ersten drei Schritte betreffen die Fähigkeiten und Kompetenzen, die Sie brauchen, um sich in Konfliktsituationen behaupten zu können. In den weiteren Etappen sollten Sie dann versuchen auf den Konfliktverlauf Einfluss zu nehmen.
Gewinnen Sie Selbstvertrauen: Zunächst geht es darum, dass Sie Selbstsicherheit gewinnen. Damit Sie auch in unübersichtlichen Situationen einen klaren Kopf bewahren, brauchen Sie Vertrauen in die eigene Person, in die Richtigkeit Ihrer Entscheidungen und in Ihr Handeln. Erst auf der Grundlage eines positiven Selbstwertgefühls sollten Sie sich eine aktive Einflussnahme auf das Konfliktgeschehen zutrauen.
Verbessern Sie Ihre sozialen Kompetenzen: Sie werden feststellen, dass Sie zu diesem Zweck Ihre Einstellung und Ihr Verhalten neu ausrichten müssen. Dies erfordert die Bereitschaft, über sich und andere, Persönliches und Sachliches, gestern, heute und morgen nachzudenken und zu sprechen. Weit mehr als fachliches Wissen sind kommunikative Fähigkeiten und soziale Kompetenzen für die Regelung eines Konflikts von Bedeutung. Verbessern Sie deshalb Ihre Möglichkeiten, sich zu artikulieren und selbst zu organisieren sowie mit Belastungssituationen umzugehen.
Suchen Sie Verbündete: Bauen Sie sich ein Netzwerk von Unterstützungsmöglichkeiten auf. Suchen Sie sich Verbündete. Nehmen Sie die bestehenden Angebote professioneller Hilfe in Anspruch. Beziehen Sie auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe in Ihre Überlegungen mit ein. Nicht zuletzt sollten Sie auch an die Pflege Ihrer privaten Beziehungen denken. Bei allem Ärger und Stress – vernachlässigen Sie weder Ihre Partnerschaft noch Freunde oder Bekannte. Im Gegenteil, beratschlagen Sie mit ihnen Ihre weitere Vorgehensweise.
Entwickeln Sie Handlungsperspektiven: Aus eigener Erfahrung werden Sie wissen, wie unterschiedlich Menschen auf Probleme und Schwierigkeiten reagieren. Wichtig ist, dass Sie deshalb verschiedene Handlungsperspektiven entwickeln und gegeneinander abwägen. Setzen Sie Prioritäten und suchen Sie den zur Beilegung Ihres Konflikts aussichtsreichsten Weg.
Bauen Sie persönliche Beziehungen auf: Schaffen Sie Möglichkeiten, um mit Ihrem Konfliktgegner in Kontakt zu kommen. Bauen Sie eine Beziehung auf, die ein Gespräch möglich macht. Nur so erhalten Sie die Gelegenheit, Ihre Pläne und Überlegungen in praktisches Handeln umzusetzen.
Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein: Der Aufbau einer Beziehung kann nur dann gelingen, wenn Sie sich auf Ihr Gegenüber einstellen. Da jeder Mensch anders reagiert, sollten Sie in der Lage sein, auf verschiedene Denkmuster und Einstellungen, Mentalitäten und Verhaltensweisen einzugehen.
Reden Sie miteinander: Um einer Lösung des Konflikts näher zu kommen, müssen Sie miteinander reden. Beachten Sie dabei unbedingt die Grundregeln erfolgreicher Kommunikation. Sorgen Sie für eine angenehme Gesprächsatmosphäre und helfen Sie mit, mögliche Kommunikationsbarrieren abzubauen.
Seien Sie kompromissbereit: Versuchen Sie nicht, Ihren Konfliktgegner zu dominieren – auch nicht, ihn zum Verlierer zu machen. Entsteht bei Ihrem Gegenüber das Gefühl, an die Wand gedrückt zu werden, so wird die Auseinandersetzung eher an Härte zunehmen. Stellen Sie vielmehr das Problem in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und versuchen Sie, Ihren Konfliktgegner von einer gemeinsamen Lösung zu überzeugen.
Treffen Sie eine Entscheidung: Wenn Sie realistische Lösungsstrategien entwickeln wollen, müssen Sie verschiedene Handlungsalternativen ausarbeiten und gegeneinander abwägen. Erst dann treffen Sie eine Entscheidung zur bestmöglichen Vorgehensweise. Entwickeln Sie eine Strategie und planen Sie konkrete Aktivitäten zur Umsetzung der getroffenen Entscheidung.
Schauen Sie in die Zukunft: Schauen Sie mit Zuversicht in die Zukunft. Beenden Sie Ihren Konflikt. Sorgen Sie für dessen Aufarbeitung. Zeigen Sie sich versöhnlich – nur so finden Sie dauerhaften Frieden. Schauen Sie nach vorne – und nicht zurück.
aus: Fehlau, Eberhard G.: Konflikte im Beruf: Erkennen, lösen, vorbeugen