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![]() CARE Hilfsprojekt: "Pakistan- Hilfe für die Opfer der Flut"Projekt verbreiten Projektdaten Diese Menschen gehören zu den Millionen Obdachlosen, die sich vor den Wassermassen retten (Foto: CARE)
Starke Monsunregenfälle haben weite Teile Pakistans unter Wasser gesetzt und ein Bild der Zerstörung hinterlassen. Zunächst wurde der Norden des Landes von den heftigen Flutwellen erfasst, inzwischen ist auch der Süden von den Überschwemmungen betroffen. In manchen Regionen wurden ganze Dörfer von den Wassermassen weggeschwemmt. Insgesamt sind 14 Millionen Menschen betroffen. Eine unvorstellbar hohe Zahl: Es sind mehr als beim Tsunami im Süden Asiens 2004, dem Erdbeben in Südasien 2005 und dem Erbeben in Haiti Anfang des Jahres zusammengenommen. Ersten Schätzungen zufolge sind 722.000 Häuser stark beschädigt oder zerstört: "Wir sind zu Flüchtlingen in unserer eigenen Heimat geworden", berichten Betroffene. Care in PakistanDa CARE seit 2005 in Pakistan arbeitet, konnten die Mitarbeiter sofort mit der Nothilfe beginnen. Bereits drei Tage nach Beginn der Flutkatastrophe hat sich ein CARE-Konvoi aus elf Lastwagen beladen mit Zelten, Tüchern, Moskitonetzen, Plastikmatten, Küchenutensilien, Wasserreinigungstabletten und Hygieneartikeln auf den Weg in die Überschwemmungsgebiete gemacht. Mit Hilfe lokaler Partner konnten durch die Verteilung der lebensnotwendigen Hilfsgüter (Stand 13. August) bereits 4.000 Menschen in den am stärksten betroffenen Regionen Swat, Charsadda und Nowshera erreicht werden. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen stellt CARE eine medizinische Grundversorgung für die Menschen bereit. Circa 5.000 Patienten, hauptsächlich Frauen und Kinder, konnten bislang in mobilen Kliniken behandelt werden. Darüber hinaus informiert CARE in mobilen Camps über Gesundheit und Hygiene. Die ersten Zelte stehen bereits und bieten den Menschen Schutz (Foto: CARE)Der Wiederaufbau dürfte Jahre dauern.Es ist noch kein Ende der Nothilfe abzusehen. Im Anschluss wird der Wiederaufbau vermutlich Jahre dauern. Doch trotz der dramatischen Lage sind die bisher zur Verfügung gestellten Hilfsmittel gering. Die aktuellen Spenden belaufen sich lediglich auf einen Bruchteil dessen, was beispielsweise in der ersten Woche des Erdbebens in Haiti gespendet wurde. Hilfsorganisationen können nur begrenzt Hilfe leisten, solange die nötigen Mittel fehlen. Und in Pakistan werden noch immer dringend Zelte, Nahrungsmittel und ärztliche Versorgung benötigt. Die schlechten hygienischen Bedingungen können Krankheiten wie Cholera, Durchfall hervorrufen und weitere Opfer fordern. Auch das Malariarisiko steigt. Hinzu kommt, dass die Fluten einen Großteil der Ernten, des Viehbestandes und anderer Nahrungsmittelquellen vernichtet haben und das Essen ein Hauptproblem bleibt. Mit der Flutkatastrophe wurde wieder ein Land getroffen, das schon vorher arm war. Nach UN-Angaben lebten bereits vor der Katastrophe 60,3 Prozent der Einwohner in Armut und zehn Prozent ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. |