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![]() CARE Hilfsprojekt 2: "Haiti - Hilfe für die Opfer des Erdbebens"Projekt verbreiten Projektdaten Verteilung von Wasserreinigungstabletten (Foto: CARE/E. Hockstein)
Am 12. Januar um 16.53 Uhr (Ortszeit) bebte in dem verarmten Karibikstaat Haiti die Erde. Mit einer Stärke von 7.0 war dies das stärkste Beben in Haiti seit 200 Jahren. Noch ist die genaue Zahl der Todesopfer unbekannt - doch sicher ist, dass Hunderttausende der Hilfe bedürfen. Besonders die Hauptstadt Port-au-Prince ist zerstört. "Die Kinder waren zu der Zeit noch in der Schule, viele dürften noch unter den Trümmern liegen", berichtete Sophie Perez, eine Mitarbeiterin von CARE-Haiti, die sich zur Zeit des Erdbebens im CARE-Büro in Port-au-Prince befand. Wie hilft CARE?Zusammen mit dem World Food Programme (WFP) organisiert CARE bereits die Verteilung von Nahrungsmitteln. Daneben kümmert sich CARE um sauberes Trinkwasser, Unterkünfte und Decken. Die Mitarbeiter von CARE bereiten sich darauf vor zunächst 60.000 Mahlzeiten bestehend aus Proteinkeksen an die vielen Betroffenen zu verteilen. Bislang versorgte CARE 25.000 Menschen mit Trinkwasser, weitere Verteilungen finden noch statt. CARE arbeitet vor Ort mit der UN-Organisation UNIFEM zusammen, um schwangere und stillende Frauen zu versorgen. Heribert Scharrenbroich, Vorsitzender von CARE Deutschland-Luxemburg, sagt: "Etwa 37.000 schwangere Frauen sind unter den Betroffenen des Erdbebens, und sie brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung." Dabei verteilt CARE Wasserreinigungsmittel, Hygiene-Artikel Lebensmittelrationen und so genannte Mütterkits mit Windeln, Seife, Kleidung und Babypuder. Nach Aussage von Hauke Hoops, regionaler Nothilfekoordinator von CARE, ist die Angst groß, dass "Krankheiten ausbrechen, weil Wunden unbehandelt bleiben und es an Hygiene fehlt." Überall läge Müll. Zurzeit sind schon rund 150 CARE-Mitarbeiter vor Ort, viele sind auf dem Weg in das Krisengebiet. Bis zu drei Millionen Menschen sind vom Erdbeben in Haiti betroffen. Sie sind obdachlos und haben Angehörige verloren (Foto: CARE/E. Hockstein)Lesen Sie hier die Augenzeugenberichte des CARE-Mitarbeiters Rick Perera.CARE arbeitet seit 1954 in Haiti und organisierte schon früher Nothilfemaßnahmen. Vor dem Erdbeben arbeitete CARE bereits mit 130 Mitarbeitern in Haiti, insbesondere in den Bereichen HIV/AIDS, Gesundheit von Müttern und Kindern, Nahrungsmittelsicherheit sowie Wasser und sanitäre Anlagen. Dabei kooperiert CARE eng mit lokalen Organisationen und der Regierung. Haiti wurde im Sommer 2008 gleich vier Mal von Hurrikans heimgesucht. Nach Tropensturm "Fay" Mitte August 2008, folgten im Wochenrhythmus Hurrikan "Gustav", "Hanna" und "Ike". Die Auswirkungen der vier Tropenstürme auf den Inselstaat, der ohnehin zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas zählt, waren verheerend. 160.000 Menschen verloren durch die Naturkatastrophe ihr Häuser und ihren Besitz. CARE versorgte 15.000 Familien in Gonaives und dem Distrikt Nippes mit Trinkwasser. Außerdem verteilten CARE-Mitarbeiter Pakete mit Hygieneartikeln, wie Zahnbürsten, Seife und Windeln an 2.500 Menschen. Eine hygienische Grundversorgung konnte so ermöglicht werden. ![]() |