Ein Geschäftspartner fährt euch am Telefon harsch an, der Chef reagiert wegen einer Kleinigkeit völlig über oder ein Kollege vergreift sich im Ton. Solche Situationen kennt fast jeder. Da hilft nur eins: Gelassen bleiben, während unser Gegenüber uns wütende Tiraden entgegen schleudert. Aber das ist gar nicht so einfach. Matthias Nöllke, Autor des Haufe-Taschenguides "Schlagfertigkeit", gibt Tipps.
Wer attackiert wird, reagiert in der Regel folgendermaßen: Er wird entweder ebenfalls wütend und der Streit eskaliert. Oder er duldet die Wut und fühlt sich am Ende gedemütigt. Beide Reaktionen verschlimmern letztendlich den Konflikt. Matthias Nöllke empfiehlt folgende Vorgehensweisen:
Versuchen Sie einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn es schwer fällt. Lassen Sie grobe Angriffe an sich abperlen und warten Sie ab.
Rechtfertigen Sie sich nicht und suchen Sie bloß keine Erklärungen. Es würde die Sache nur verschlimmern.
Geben Sie Ihrem Gegenüber stattdessen etwas Zeit sich auszutoben und warten Sie ab, bis er sich wieder etwas beruhigt hat.
Antworten Sie erst dann wieder, wenn Ihr Gegenüber Aussagen mit Inhalt macht – dann aber so trocken und sachlich wie möglich.
Allerdings: Ab einem bestimmten Punkt hat das Weghören auch seine Grenzen. Nimmt die Wut des Anderen zu, anstatt zu verrauchen, müssen Sie reagieren. Stellen Sie zum Beispiel sachlich fest „Sie sind wütend“- und zwar so nüchtern wie möglich. Im ungünstigsten Fall wird Ihr Gesprächspartner dann zwar noch wütender, letztendlich gibt Ihnen dies aber auch die Möglichkeit, seine Wut direkt anzusprechen und ihn so endlich wieder auf eine sachliche Ebene zurück zu bringen.
Wir wünsche euch eine erfolgreiche Restwoche
euer sekretaria-Team
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