Wie schreiben Sie das Wörtchen "recht" – groß oder klein? Die richtige Antwort lautet: "Das kommt darauf an." Sie kennen sich aus? Dann beantworten Sie gleich die Fragen aus unserem kleinen Quiz.
Vielleicht sitzt Ihr schon auf gepackten Koffern und wartet, dass der Urlaub endlich beginnt. Dann nichts wie los und rein ins Urlaubsvergnügen, ich will Euch nicht aufhalten. Für einige von Euch ist der Urlaub jedoch sicher schon wieder vorbei. Ich hoffe, Ihr konntet Euch ausruhen und neue Kraft tanken. Vielleicht seid Ihr im Ausland gewesen, an der Ostseeküste oder vielleicht einfach auch nur zu Hause auf dem Balkon. Ein paar Tage ohne Büro, ohne Arbeit - ganz egal wo - haben Euch sicher ganz gut getan. Frisch und voller Tatendrang könnt Ihr Euch nun wieder in den Arbeitsalltag stürzen.
Ich wollte der Großstadt entfliehen und so war ich dieses Jahr einige Tage auf dem Land. Umgeben von Feldern und Wäldern, wohnten wir inmitten eines kleinen Dorfes auf einem wunderschönen Bauernhof. Mein Großer („Ich bin schon groß. Ich bin schon vier!“) hatte einen Riesenspaß. Täglich sah er den majestätischen Mähdreschern bei der Ernte zu, durfte sogar auf einem Traktor mitfahren, fütterte die Tiere und erlebte das Landleben hautnah.
So ein Landleben habe ich mir immer unglaublich idyllisch vorgestellt. Aber nachdem ich nun einige Tage selbst beim Bauern gewohnt habe, kann ich nur sagen, dass man als Landwirt einen Knochenjob hat. Gerade jetzt zur Ernte läuft jeder Handgriff gegen die Zeit. Ein paar Tropfen Regen können die ganze Ernte zunichte machen. Die Bauern fahren unablässig mit Ihren Mähdreschern, Traktoren und anderen Erntefahrzeugen übers Land. Jetzt zählt jede Minute, einen kaputten Traktor oder eine Grippe kann sich jetzt niemand leisten.
Dagegen kommt mir mein Arbeitsleben als Sekretärin gerade sehr komfortabel und entspannt vor. Ich werde mich nie wieder beschweren ;0)
So sehr wie mir das Landleben auch gefallen hat, ich bin nun mal eine Großstadtpflanze. Ich freue mich jetzt wieder auf Supermärkte, die bis 22 Uhr geöffnet haben, auf lückenlosen Handyempfang und meinen superschnellen Internetzugang. Tatsächlich habe ich im Urlaub nur einmal meine E-Mails gelesen und nicht ein einziges Mal ferngesehen. Dafür habe ich aber mal wieder ein gutes Buch gelesen. Herrlich! Ich habe mir vorgenommen, den Fernseher zu Hause jetzt mal eine ganze Weile nicht anzuschalten und die so gewonnene Zeit einmal für andere Dinge zu nutzen. Ich bin gespannt, wie lange das funktioniert. Man fällt als Mensch immer so leicht wieder in den alten Trott. Schrecklich.
Ich wünsche allen, die Ihren Urlaub noch vor sich haben, wunderbare Urlaubstage und allen anderen eine schöne Zeit (wieder) im Büro!
Ich kann Sami nur beipflichten. Wir üben zwar in erster Linie keine körperliche Arbeit aus (nur, wenn ich die Ordner mal wieder zur Ablage in das Archiv trage), aber ich kann nicht behaupten, dass unser Beruf nicht auch anstrengend ist und es manchmal auch auf jede Minute ankommt (die Besucher stehen schon ungeduldig vor der Türe und die Präsentation ist noch nicht fertig).
Nicht umsonst kommen die meisten „Burn-out-Fälle“ in den Büros vor. Täglich müssen wir uns neu beweisen, Stress und Termindruck aushalten, Überstunden leisten und uns neuen Herausforderungen, schwierigen Vorgesetzten, Kollegen und Kunden stellen. Ich finde wir können daher zu Recht stolz auf uns sein!!
Sami
Kommentar bewerten(104 Bewertungen)
17.08.2010 | 08:45 Uhr
Hallo Doreen,
schön das auch du EUMA-Mitglied bist; wie viele von uns. Nur mit einer Mitgliedschaft bei EUMA trägst du noch nicht zur Anerkennung des Berufsbildes bei.
Wir müssen dies auch Leben und täglich umsetzen. Professionelles Auftreten, seine persönliche Meinung und Richtung den entsprechenden Umständen und Menschen anpassen. Ebenso ist ein sensibler Umgang mit gewissen Themen unabdingbar. Oder findest du etwa das deine Blogs über deine Zoobesuche, Urlaub auf dem Bauernhof unseres Berufsbildes beitragen?
Grüße
Sami
Doreen_Grötchen
Kommentar bewerten(99 Bewertungen)
16.08.2010 | 23:46 Uhr
Hallo Sami,
vielen Dank für Deine Anregung und Deine konstruktive Kritik.
Es tut mir leid, wenn Dich mein Blogbeitrag verstimmt hat. Ich weiß, dass wir einen sehr abwechslungsreichen und manchmal auch ziemlich anstrengenden und stressigen Beruf haben, der eine Menge Wissen und Können von uns (er)fordert. Auch ich bin mit den leider noch viel zu oft vorkommenden Vorurteilen (Du nennst es Tippsen- bzw. Blondchen-Image) nicht einverstanden. Als Mitglied bei EUMA (European Management Assistents) trage ich meinen Teil dazu bei, dass unser Berufsbild heute schon (und in Zukunft hoffentlich noch mehr) die Anerkennung erhält, die es verdient.
Damit mein Beitrag nicht noch einmal missverstanden wird, habe ich ihn etwas abgeändert.
Ich habe mit der Wahl meines Arbeitgebers in der Tat großes Glück gehabt und empfinde mein Arbeitsleben sehr befriedigend. Allerdings muss ich Dir natürlich Recht geben, es gibt natürlich immer zwei Seiten der Medaille. Ich habe in meinen ca. 12 Jahren Berufserfahrung (als Sekretärin, Assistentin, Sachbearbeiterin, Rezeptionistin) in einigen Unternehmen gearbeitet und es war sicher nicht immer so angenehm wie jetzt.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Lesen des Blogs.
Viele Grüße,
Doreen
Sami
Kommentar bewerten(107 Bewertungen)
16.08.2010 | 20:36 Uhr
Liebe Doreen,
es freut mich, dass du dich so gut auf dem Lande mit Buch und Familie erholt hast.
Ich bin nur sehr erstaunt wie du unsere Berufsgruppe mit dem der Landwirte vergleichen kannst.
Ich lasse mich ungern als Büroangestellte bezeichnen.
Wo und als was arbeitest du eigentlich? Um Schreiben zu können "... haben dagegen wirklich ein sehr komfortables und angenehm einfaches Arbeitsleben." Ersetze doch einfach mal auf deiner Ranch den Traktor mit einem defekten Drucker. Den Regen mit deinem Chef/Chefin. Die dringende Präsentation für den Kunden, die Organisation einer Besucherdelegation, etc.
Einige werden mir mit Sicherheit zustimmen, dass wir mit Sicherheit, kein "sehr komfortables und angenehm einfaches Arbeitsleben" haben.
Wo bleibt bei deinen Blogbeiträgen die Verbindung zu unserem Berufsbild? Kannst du dir vorstellen, dass es Kollegen und Kolleginnen gibt, die sich um mehr Anerkennung unser Berufsgruppe engagieren. Die das Tippsen- & Blondchen-Image einfach satt haben.
Ich würde mich freuen, wenn du mehr fachliche Blogs schreiben würdest. Ich denke, du könntest uns mit Sicherheit über deine Erfahrungen als berufstätige Mutter berichten.
Nicht umsonst kommen die meisten „Burn-out-Fälle“ in den Büros vor. Täglich müssen wir uns neu beweisen, Stress und Termindruck aushalten, Überstunden leisten und uns neuen Herausforderungen, schwierigen Vorgesetzten, Kollegen und Kunden stellen. Ich finde wir können daher zu Recht stolz auf uns sein!!
schön das auch du EUMA-Mitglied bist; wie viele von uns. Nur mit einer Mitgliedschaft bei EUMA trägst du noch nicht zur Anerkennung des Berufsbildes bei.
Wir müssen dies auch Leben und täglich umsetzen. Professionelles Auftreten, seine persönliche Meinung und Richtung den entsprechenden Umständen und Menschen anpassen. Ebenso ist ein sensibler Umgang mit gewissen Themen unabdingbar. Oder findest du etwa das deine Blogs über deine Zoobesuche, Urlaub auf dem Bauernhof unseres Berufsbildes beitragen?
Grüße
Sami
vielen Dank für Deine Anregung und Deine konstruktive Kritik.
Es tut mir leid, wenn Dich mein Blogbeitrag verstimmt hat. Ich weiß, dass wir einen sehr abwechslungsreichen und manchmal auch ziemlich anstrengenden und stressigen Beruf haben, der eine Menge Wissen und Können von uns (er)fordert. Auch ich bin mit den leider noch viel zu oft vorkommenden Vorurteilen (Du nennst es Tippsen- bzw. Blondchen-Image) nicht einverstanden. Als Mitglied bei EUMA (European Management Assistents) trage ich meinen Teil dazu bei, dass unser Berufsbild heute schon (und in Zukunft hoffentlich noch mehr) die Anerkennung erhält, die es verdient.
Damit mein Beitrag nicht noch einmal missverstanden wird, habe ich ihn etwas abgeändert.
Ich habe mit der Wahl meines Arbeitgebers in der Tat großes Glück gehabt und empfinde mein Arbeitsleben sehr befriedigend. Allerdings muss ich Dir natürlich Recht geben, es gibt natürlich immer zwei Seiten der Medaille. Ich habe in meinen ca. 12 Jahren Berufserfahrung (als Sekretärin, Assistentin, Sachbearbeiterin, Rezeptionistin) in einigen Unternehmen gearbeitet und es war sicher nicht immer so angenehm wie jetzt.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Lesen des Blogs.
Viele Grüße,
Doreen
es freut mich, dass du dich so gut auf dem Lande mit Buch und Familie erholt hast.
Ich bin nur sehr erstaunt wie du unsere Berufsgruppe mit dem der Landwirte vergleichen kannst.
Ich lasse mich ungern als Büroangestellte bezeichnen.
Wo und als was arbeitest du eigentlich? Um Schreiben zu können "... haben dagegen wirklich ein sehr komfortables und angenehm einfaches Arbeitsleben." Ersetze doch einfach mal auf deiner Ranch den Traktor mit einem defekten Drucker. Den Regen mit deinem Chef/Chefin. Die dringende Präsentation für den Kunden, die Organisation einer Besucherdelegation, etc.
Einige werden mir mit Sicherheit zustimmen, dass wir mit Sicherheit, kein "sehr komfortables und angenehm einfaches Arbeitsleben" haben.
Wo bleibt bei deinen Blogbeiträgen die Verbindung zu unserem Berufsbild? Kannst du dir vorstellen, dass es Kollegen und Kolleginnen gibt, die sich um mehr Anerkennung unser Berufsgruppe engagieren. Die das Tippsen- & Blondchen-Image einfach satt haben.
Ich würde mich freuen, wenn du mehr fachliche Blogs schreiben würdest. Ich denke, du könntest uns mit Sicherheit über deine Erfahrungen als berufstätige Mutter berichten.
Grüße
Sami