Wie gut schaffen Sie den Spagat?
Job und Familie – beide sind Ihnen wichtig, lassen sich aber nicht immer ganz leicht miteinander vereinbaren. Unser Test zeigt, wie gut Sie die Aufgabe meistern. » zum Selbsttest
Wahrscheinlich kennen viele von Euch das Buch „Und morgen bringe ich ihn um“, mit dem die unter dem Pseudonym Katharina Münk schreibende Chefsekretärin vor ein paar Jahren für Furore sorgte. Damals berichtete sie über den alltäglichen Wahnsinn im Chefbüro und gewährte Einblicke, was sich hinter den Bürotüren deutscher Spitzenmanager alles abspielt.
Jetzt im letzten Monat ist ihr neustes Werk „Denn sie wissen nicht, was wir tun“ auf den Markt gekommen. Dieser ultimative Survival-Kit fürs Büro handelt davon, was Chefs über ihre Sekretärinnen erfahren sollten, sozusagen eine Anleitung für den richtigen Umgang.
Für alle, die mehr wissen wollen, hier die Amazon-Kurzbeschreibung:
„Schonungslos, humorvoll und pointensicher demaskiert Katharina Münk typisch männliches Verhalten im Job, das nirgendwo so krass zutage tritt wie im klassischen Abhängigkeitsverhältnis zwischen Chef und Sekretärin.
Er lobt nie, spricht wenig, wird laut und sagt nachher, sie solle es nicht persönlich nehmen. Während sie in Arbeit untergeht, zelebriert er seine Ungeduld und glaubt, dass sie ihn auch während ihres Urlaubs online eincheckt. Sie hat entweder schon längst abgeschaltet oder reibt sich auf. Dann ist die Luft irgendwann dick – und schließlich raus. Wo bleibt die Führung, wenn sie noch nicht mal bei der Frau nebenan funktioniert? Hört auf, an euch selbst zu arbeiten, um für jemanden perfekt zu sein, der es nicht zu schätzen weiß und seinerseits einfach so bleibt, wie er ist, ruft Katharina Münk ihren Kolleginnen zu. Wenn ihr Respekt wollt, dreht den Spieß einfach um und erklärt lieber eurem Chef, wie er mit euch umzugehen hat. Macht ein paar von seinen Regeln zu euren Regeln. Denn er macht es sich einfach. Und es kann tatsächlich einfach sein.“
Wirklich sehr unterhaltsam und vor allem wird einem mal wieder richtig bewusst, was wir so alles leisten! Daher ist es wirklich schade, dass die meisten Chefs dieses Buch wahrscheinlich nie in den Händen halten werden...
Apropos Reisen und Fliegen: Unzählige Male haben wir uns schon diese Frage gestellt: Wann soll ich mein Flugticket buchen? Wann ist es am billigsten? Und endlich gibt es die Lösung: Eine wissenschaftliche Formel, die den Zeitpunkt angibt, um an die günstigsten Flugtickets zu kommen.
Trotz vieler Online-Preisvergleiche bleibt Unsicherheit beim Buchen. Die Flugpreise ändern sich von Tag zu Tag. Wann soll ich zuschlagen? Nun veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin "The Economic Journal" eine Studie zweier Wissenschaftler, die die Lösung gefunden haben.
Im Klartext bedeutet das: Wer acht Wochen im Voraus bucht, fliegt am günstigsten. Des Weiteren sollten Reisende am Nachmittag oder frühen Abend buchen, wie die britische „Daily Mail“ aus der Studie zitiert.
Und so erklären die Wissenschaftler Makoto Watanabe und Marc Möller ihre Ergebnisse: Einen Flug Wochen vorher zu buchen, schließt stets das Risiko unvorhersehbarer Ereignisse ein. Solche könnten die Reise im schlimmsten Falle unmöglich machen. Damit Fluggäste dieses Risiko eingehen und nicht alle erst am Tag vor dem Abflug buchen, bieten Fluggesellschaften Frühbucherrabatte an. Mit Herannahen des Flugdatums steigen die Preise an.
Auch für die Feststellung, dass Flugtickets nachmittags tendenziell günstiger sind als vormittags, haben die Wissenschaftler eine Erklärung. So gehen die Airlines davon aus, dass Geschäftsreisende, die eher bereit sind, höhere Tarife zu zahlen, in ihrer Arbeitszeit buchen. Private Reisevorbereitungen fallen eher auf den Nachmittag oder frühen Abend (Quelle: bild-online).
Aha, gut zu wissen. Dann warten wir zukünftig bei Flugbuchen den günstigsten Zeitpunkt ab und buchen dann nur noch nachmittags :o). Mal sehen, ob es sich auch auf den Reiseabrechnungen am Ende bemerkbar macht!?
Gut informiert: Wer noch wissen möchte, wo man im Flieger am besten sitzt: Das Internetportal SeatGuru.com zeigt die Sitzplätze fast aller Airlines und Flugzeugtypen und verrät, wo es die besten Plätze gibt und wo man besser nicht sitzen sollte.
Die frühere Sekretärin und engste Vertraute des ersten Bundeskanzlers, Konrad Adenauer, Frau Dr. Anneliese Poppinga (81), wurde mit dem Verdienstorden „Ritter der französischen Ehrenlegion“ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird für herausragende zivile Verdienste, ausgezeichnete Talente und große Tugenden verliehen. Auch Johann Wolfgang von Goethe, Marlene Dietrich, Wolfgang Wagner und Alice Schwarzer (um nur einige zu nennen) wurden bereits mit diesem Verdienstorden geehrt.
Ich hatte die Nachricht über die Verleihung des Ordens bereits am 19.08.2010 in der Zeitung gelesen, möchte dieses Ereignis jedoch gern noch einmal auf diesem Wege würdigen.
Frau Dr. Anneliese Poppinga wurde 1928 in Lübeck geboren. Im Juli 1958 (sie war gerade auf Heimaturlaub in Deutschland) erhielt die damalige Chefsekretärin an der Deutschen Botschaft in Tokio ein unerwartetes Telegramm vom Auswärtigen Amt. Darin wurde sie gebeten, sich innerhalb von zwei Tagen in Bonn bei Bundeskanzler Adenauer vorzustellen. Sehr überrascht folgte sie der Einladung. Sie hatte sich weder beworben, noch hatte sie vor, sich in der Politik zu engagieren. Eigentlich wollte sie ihr 1954/1955 in Bonn begonnenes Jurastudium beenden.
Das Vorstellungsgespräch muss großartig gewesen sein, denn innerhalb einer Woche fing sie mit ihrer neuen Tätigkeit an und wurde so im Alter von 29 Jahren Sekretärin von Konrad Adenauer, dessen Mitarbeiterin sie auch bis zu seinem Tode im Jahre 1967 blieb. Selbst nach Adenauers Rücktritt 1963, blieb sie als persönliche Assistentin an seiner Seite und ermutigte ihn, seine Memoiren zu schreiben.
Ihr unterbrochenes Studium nahm sie 1969 wieder auf und schloss es mit einer Dissertation über „Das Grundsätzliche in der Politik Konrad Adenauers in seinem Selbstverständnis“ ab. Bis 1990 war sie Geschäftsführerin der „Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus“ in Rhöndorf bei Bonn.
Ihre Erinnerungen an Konrad Adenauer veröffentlichte sie 2009 in ihrem Buch „Adenauers letzte Tage: Die Erinnerungen seiner engsten Mitarbeiterin“.
Wirklich empfehlenswert ist die Ansprache von Botschafter Bernard de Montferrand, anlässlich der Verleihung an Frau Dr. Anneliese Poppinga, die Ihr hier lesen könnt: www.botschaft-frankreich.de/IMG/pdf_poppinga.pdf
Wie Ihr seht, die Welt steht uns offen. Alles ist möglich, eine Menge erreichbar. Wer weiß, ob nicht eines Tages jemand von uns einen Verdienstorden bekommt ;0)
Hut ab und meinen herzlichsten Glückwunsch an eine besondere Frau!
Als ich Tanjas letzten Beitrag las, fiel mir spontan die folgende Geschichte ein, die sich vor ein paar Tagen zutrug und viel Aufsehen erregte:
Eigentlich verlief der Flug der US-Billigfluglinie Jetblue von Pittsburgh nach New York ganz normal. Doch während der Landung nahm das Unheil seinen Lauf...
Routinemäßig sagte der amerikanische Flugbegleiter Steven Slater den Passagieren, dass sie sitzen bleiben möchten, bis das Gate zum Aussteigen erreicht sei. Man kennt es, genauso routinemäßig stehen die Leute trotzdem auf, um als erster das Gepäck aus der Ladeklappe nehmen zu können. In diesem konkreten Fall war es eine Frau, die durch den Flugbegleiter sofort angewiesen wurde, sich wieder zu setzen.
Beim folgenden Wortwechsel fiel Slater dann die Tasche der Passagierin auf den Kopf und statt einer Entschuldigung erhielt er lediglich eine wüste Beschimpfung.
Da platzte dem Flugbegleiter der Kragen! Er eilte ans Ende des Flugzeuges, nahm das Bordmikrofon und beschimpfte die Reisenden. Danach griff er sich noch ein Bier und aktivierte die Notrutsche, um zu flüchten. Später wurde er dann von der Polizei aufgegriffen und verhaftet.
Für alle die noch ein wenig mehr über Slaters dramatischen Abgang erfahren wollen, hier eine kurze Zusammenfassung:
Mittlerweile wird der rebellische Flugbegleiter im Internet wie ein Volksheld gefeiert, als einer, der endlich mal auf den Tisch haut und sagt, was Millionen täglich denken.
Dennoch kaum vorstellbar, dass etwas in der Art in einem unserer Büros passiert. Aber wer weiß, es gibt ja bekanntlich Dinge, die gibt es gar nicht ;-)
Es gibt wieder Neuigkeiten für Buchende und Reisende in das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten": Wer ab dem 8. September 2010 in die USA reist, muss eine Einreisegebühr von 14 Dollar berappen. Mit dem Geld will die US-Regierung eine Werbekampagne für Touristen finanzieren.
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Die USA erheben ab September eine Einreisegebühr in Höhe von 14 Dollar (umgerechnet rund 10,60Euro) für europäische Touristen. Der Betrag wird ab dem 8. September 2010 für alle Reisenden fällig, die kein Visum benötigen, wie das US-Heimatschutzministerium in Washington mitteilte. Dies trifft auf die meisten Deutschen und EU-Bürger zu.
Die Gebühr liegt vier Dollar höher als ursprünglich von den USA angegeben! Sie fällt bei der Nutzung des elektronischen Einreisesystems ESTA (Electronic System for Travel Authorization) an. Seit dem vergangenen Jahr müssen alle Touristen vor ihrer Einreise in die USA im Internet eine solche Genehmigung beantragen. Wenn der ESTA-Antrag genehmigt ist, gilt er zwei Jahre für mehrere Einreisen in die USA - oder bis der Reisepass abläuft.
Die Europäische Kommission bedauerte die Einreisegebühr. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström erklärte in Brüssel, die Abgabe laufe dem US-Ziel zuwider, den transatlantischen Tourismus zu fördern und sei eine zusätzliche Belastung für europäische Reisende. Die US-Regierung will mit dem Geld angeblich eine Werbekampagne für Touristen finanzieren (Quelle: AFP).
In der letzten Zeit hört man nur noch von unvorstellbaren Naturkatastrophen: verheerende Waldbrände in Russland, Hochwasser in Ostdeutschland nach sintflutartigen Regenfällen und die große Jahrhundert-Flut in Pakistan, die jeden Tag größer wird. Das Klima ist im wahrsten Sinne des Wortes ver-rückt und nimmt rücksichtslos seinen unaufhörlichen Lauf …
Die schreckliche Flut-Katastrophe in Pakistan nimmt immer größere Ausmaße an. Es ist Monsun-Saison, der Regen hört einfach nicht auf. Eine Fläche halb so groß wie Deutschland ist überschwemmt! 20 Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht. Am meisten leiden die Kinder. Pakistan steht vor der Hungerkrise.
„Die bisherigen Bemühungen reichen bei Weitem nicht aus, um die Not der Menschen in Pakistan wirksam zu lindern“, sagte eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation vor Ort. Denn: Neben der Flut bedrohen mittlerweile auch Seuchen und Krankheiten das Land. Die wenigen Hilfsgüter erreichen die vielen Notleidenden nur sehr langsam. Leid und Elend in Pakistan sind groß.
Ein Zeichen kommt von der Weltbank. Sie sagte der Regierung in Pakistans Hauptstadt Islamabad einen Kredit in Höhe von 900 Millionen Dollar zu. Ein Expertenteam sei ins Land gereist, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nach vorläufigen Informationen der Weltbank sind durch die Überschwemmungen mehr als 720 000 Häuser zerstört oder beschädigt worden. Doch das genaue Ausmaß der Katastrophe lässt sich noch lange nicht feststellen. Erst im September ist die Regenzeit vorbei – dann erst wird man sehen können, was wirklich alles zerstört wurde.
Bislang sind etwa 2000 Menschen ums Leben gekommen. Kommt es aber zum Ausbruch von Krankheiten oder Epidemien, wird die Zahl steigen. Um das zu verhindern, ist viel Hilfe nötig: sauberes Wasser, Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken, Zelte ...
Viele Organisationen sind derzeit vor Ort im Dauereinsatz und helfen unermüdlich den Notbedürftigen. Unter anderem auch die Hilfsorganisation CARE, die wir Euch schon bei unserer „Weihnachtsfee-Aktion“ im letzten Jahr vorgestellt haben.
Mehr Informationen über ihren Einsatz in Pakistan und ihre „Spenden & Helfen-Aktion“ erfahrt Ihr unter www.care.de.
Vielleicht sitzt Ihr schon auf gepackten Koffern und wartet, dass der Urlaub endlich beginnt. Dann nichts wie los und rein ins Urlaubsvergnügen, ich will Euch nicht aufhalten. Für einige von Euch ist der Urlaub jedoch sicher schon wieder vorbei. Ich hoffe, Ihr konntet Euch ausruhen und neue Kraft tanken. Vielleicht seid Ihr im Ausland gewesen, an der Ostseeküste oder vielleicht einfach auch nur zu Hause auf dem Balkon. Ein paar Tage ohne Büro, ohne Arbeit - ganz egal wo - haben Euch sicher ganz gut getan. Frisch und voller Tatendrang könnt Ihr Euch nun wieder in den Arbeitsalltag stürzen.
Ich wollte der Großstadt entfliehen und so war ich dieses Jahr einige Tage auf dem Land. Umgeben von Feldern und Wäldern, wohnten wir inmitten eines kleinen Dorfes auf einem wunderschönen Bauernhof. Mein Großer („Ich bin schon groß. Ich bin schon vier!“) hatte einen Riesenspaß. Täglich sah er den majestätischen Mähdreschern bei der Ernte zu, durfte sogar auf einem Traktor mitfahren, fütterte die Tiere und erlebte das Landleben hautnah.
So ein Landleben habe ich mir immer unglaublich idyllisch vorgestellt. Aber nachdem ich nun einige Tage selbst beim Bauern gewohnt habe, kann ich nur sagen, dass man als Landwirt einen Knochenjob hat. Gerade jetzt zur Ernte läuft jeder Handgriff gegen die Zeit. Ein paar Tropfen Regen können die ganze Ernte zunichte machen. Die Bauern fahren unablässig mit Ihren Mähdreschern, Traktoren und anderen Erntefahrzeugen übers Land. Jetzt zählt jede Minute, einen kaputten Traktor oder eine Grippe kann sich jetzt niemand leisten.
Dagegen kommt mir mein Arbeitsleben als Sekretärin gerade sehr komfortabel und entspannt vor. Ich werde mich nie wieder beschweren ;0)
So sehr wie mir das Landleben auch gefallen hat, ich bin nun mal eine Großstadtpflanze. Ich freue mich jetzt wieder auf Supermärkte, die bis 22 Uhr geöffnet haben, auf lückenlosen Handyempfang und meinen superschnellen Internetzugang. Tatsächlich habe ich im Urlaub nur einmal meine E-Mails gelesen und nicht ein einziges Mal ferngesehen. Dafür habe ich aber mal wieder ein gutes Buch gelesen. Herrlich! Ich habe mir vorgenommen, den Fernseher zu Hause jetzt mal eine ganze Weile nicht anzuschalten und die so gewonnene Zeit einmal für andere Dinge zu nutzen. Ich bin gespannt, wie lange das funktioniert. Man fällt als Mensch immer so leicht wieder in den alten Trott. Schrecklich.
Ich wünsche allen, die Ihren Urlaub noch vor sich haben, wunderbare Urlaubstage und allen anderen eine schöne Zeit (wieder) im Büro!
Kritik anzunehmen ist nicht immer einfach, ob von Kollegen, Freunden oder Verwandten. Dabei bringt uns diese Fähigkeit jedes Mal einen großen Schritt weiter, immer dann, wenn wir es geschafft haben, die Kritik nicht persönlich zu nehmen, diese zu akzeptieren und dann in neue Ideen umzuwandeln. Wie schätzt Ihr Eure Kritikfähigkeit ein?
Findet es in unserem Test zur Kritikfähigkeit heraus. Was viele oftmals vergessen: Kritik bedeutet eigentlich die "Kunst der Beurteilung". Und Kritik muss nicht immer negativ sein, sondern sollte vor allem immer eines sein: konstruktiv.
Wie kritikfähig wir sind? Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen in unserer neuen Rubrik "Nutzerstimmen".
Deutsche Sprache, schwere Sprache: Gerade wenn man in einem internationalen Umfeld arbeitet, passieren des Öfteren „denglische“ amüsante Versprecher. Eine Freundin von mir arbeitet für eine britische Chefin und weitere internationale Kollegen, die sehr stolz darauf sind, dass sie Deutsch lernen. Deshalb wollen sie natürlich ihre erlernten Deutschkenntnisse aktiv anwenden und gerade dabei passieren die lustigsten Aussagen und Fettnäpfchen.
Hier ein paar kleine Anekdoten auf dem steinigen Weg zum richtigen Deutsch:
Als meine Freundin ihre englische Chefin nach dem Fernbleiben eines Abteilungsleiters nach einem Meeting fragte, erhielt sie von ihr die folgende Antwort: „Der liegt unter der Treppe“. Nach dieser bedrohlichen Aussage sah sich meine Freundin gleich veranlasst den Werkschutz und den Betriebsarzt zu informieren. Aber gut, dass sie vorher doch noch einmal nachhakte, was ihm denn genau passiert sei. Ihre Chefin sah sie mit großen Augen an: „Warum denn Werkschutz und Betriebsarzt holen? Er ist doch nur bei der Kollegin "unten im Büro" geblieben - ach so...."downstairs" also ...
Eine etwas makabere Aussage fand nach einer hitzigen Diskussion bei einer großen Telefonkonferenz statt, bei der sich die britische Chefin sehr über einen Abteilungsleiter aufregte und danach im scharfen Ton von sich gab: „Oh, den stelle ich an die Wand!“. Ups, sie meinte wohl eher „ich fahre ihn an die Wand“. Ja, auch Frauen können gemein werden, wenn man sie ärgert ... :o)
Ebenfalls wird es gefährlich, wenn die Chefin „sich umlegt“, nämlich dann, wenn sie ihr Telefon auf ihr Vorzimmer umstellt. Kein Wunder, denn auf dem Telefondisplay wird für den Vorgang der Umleitung das Wort „umlegen“ angezeigt ...;o)
Willkommen im Sprachendschungel! Schön, wenn sich jemand an die deutsche zweideutige Sprache wagt. Das macht den Arbeitsalltag doch ein wenig lustiger und menschlicher!
Da die beruflichen Anforderungen immer mehr gestiegen sind, hat Weiterbildung heutzutage einen ganz hohen Stellenwert. Doch wer kennt das nicht, dass eine Fortbildung nicht dem entspricht, was man sich erhofft hat, weil das vorgegebene Programm an den Interessen der Teilnehmer vorbeigeht.
Während der Kaffeepause dann auf einmal schlagartig der Wandel: Angeregte Gespräche und spannende Themen!
Die Frage, warum gerade die Kaffeepausen solche Kreativität und Energien freisetzen, beschäftigte auch den Amerikaner Harrison Owen und er entwickelte aus seinen Analysen eine neue Veranstaltungsform: „Open Space“. Wie der Name schon andeutet, ist es bei dieser Methode möglich, komplexe Themenstellungen offen und eigenverantwortlich zu bearbeiten. Vorgegeben ist lediglich das Grundthema.
Beginnend mit einer moderierten Runde tragen die Teilnehmer ihre Workshopthemen zusammen, die dann in parallelen Arbeitsgruppen behandelt werden. Gemäß dem „Gesetz der zwei Füße“ hat jeder Teilnehmer das Recht, zwischen den Workshops zu wechseln (Hummeln) oder sich auch außerhalb der Workshops aufzuhalten (Schmetterlinge). Auf diese Weise ist es möglich, für sich relevante Themen auszuwählen, neue Anregungen dazu zu erhalten und die Ideen der anderen noch weiterzuentwickeln.
Begleitet wird dieses Gesetz von den folgenden vier Leitlinien:
- Wer auch immer kommt, es sind immer die richtigen Personen! - Was auch immer geschieht, es ist ok! - Es beginnt, wenn die Zeit reif ist! - Vorbei ist vorbei!
Eine Open Space-Session endet damit, dass die während der Workshops in Kurzprotokollen festgehaltenen Ergebnisse dem kompletten Teilnehmerkreis vorgestellt werden und somit ein Resümee gezogen werden kann.
Vor einiger Zeit habe ich Open Space bei einer Weiterbildung kennen gelernt. Es ging damals um die zukünftige Entwicklung des Assistenzberufes und die daraus resultierenden Konsequenzen.
Ich muss gestehen, dass ich nachhaltig beeindruckt war, denn durch die Möglichkeit der offenen und selbstorganisierten Kommunikation konnte man viele neue Kontakte und Netzwerke knüpfen und von den Erfahrungen der anderen profitieren.
Wenn Ihr vielleicht auch mal die Gelegenheit habt, solch eine Veranstaltung zu besuchen, lasst es Euch nicht entgehen. Es ist eine ganz besondere Erfahrung und wann kann man schon sein Programm komplett selbst gestalten ;-)