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Auslandsreise / ausländische GästeGäste aus GroßbritannienGanz groß im Kommen: Smalltalk Ein Kleiner mit großer Bedeutung: Der Smalltalk ist aus internationalen Meetings nicht mehr wegzudenken. Gerade mit angelsächsischen Gästen bietet es sich an, vor der eigentlichen Konferenz ein wenig zu plaudern. Doch so locker-leicht es auch scheint, ganz einfach ist es nicht, das nette Schwätzchen und wer ein gepflegter Smalltalker werden will, der muss ein paar Dinge beachten. Grundsätzlich sind Themen wie Religion oder Politik echte Fettnäpfchen und für paar kurze Worte zwischendurch viel zu gewichtig. Auch Fragen über Gesundheit und die Familie Ihres Gesprächspartners sollten Sie sich besser verkneifen, schließlich können Sie nicht wissen, ob seine Frau gerade mit einem Jüngeren durchgebrannt ist, während er mit einem Magengeschwür im Krankenhaus lag. Sprechen Sie also lieber über unverfängliche Themen wie das Wetter, die Reise oder sein Heimatland. Kommt ein Engländer zum Arzt und sagt: "Herr Doktor..." In Deutschland ist er fast so bekannt wie die königliche Familie: Rowan Atkinson alias Mr. Bean. Er ist ein Paradebeispiel für den schwarzen Humor und die Selbstironie der Briten. Man macht generell gerne Witze auf eigene Rechnung und kann über sich selber lachen. Stellen Sie sich im Kontakt mit angelsächsischen Geschäftspartnern auf einen solchen Humor ein. Don`t they, doesn`t he, won`t you… "It could be better to listen to the architect first, couldn`t it?" Der Satz ist noch nicht ganz gesprochen, da wird er schon wieder in Frage gestellt, so scheint es uns. Es ist als würden wir ständig ein "oder nicht?" an unsere Aussage anhängen. Im Deutschen rhetorisch fraglich, im Englischen populär, weil ein Zeichen von Höflichkeit und Rücksichtnahme. Man maßt sich nicht an, Fakten zu diktieren, sondern sucht den Konsens mit dem Gesprächspartner. Veto light Die Engländer haben es gerne nett. Sätze wie "Can you listen to me?" empfinden Sie als unhöflich und grob. Als Brite zieht man die abgespeckte Version vor und benutzt abgeschwächte Verben wie "could", "might" und "would". Solch höfliche Worte gehören zum guten Ton und sind für ein erfolgreiches Gespräch von Wichtigkeit. Jemandem offen und direkt zu widersprechen, wird von den meisten Engländern ebenfalls nicht gerne gesehen. Man bevorzugt ein diplomatischeres Verhalten: Stimmen Sie Ihrem Gesprächspartner erst in Teilaspekten zu, um dann eine andere Sichtweise vorzuschlagen. Sorry? Englisch ist die Weltsprache schlechthin. Viele Arbeitgeber, besonders international ausgerichtete Unternehmen legen Wert auf gute Englischkenntnisse ihrer Mitarbeiter. Denken Sie trotzdem daran, dass niemand perfekt ist. Ihre Gäste werden Ihnen ein paar kleine Fehler und Hänger sicherlich verzeihen. Bitten Sie die Briten doch einfach darum, Sie zu korrigieren, falls es nötig ist. Ihr Besuch wird diese Höflichkeit zu schätzen wissen! Erstellt am: 04.10.2001 11:57, Letzte Änderung: 20.09.2009 23:12 ![]() |
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