Klare Formulierungen helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Umgekehrt jedoch gibt es Wörter, die die Entschlossenheit gleich wieder infrage stellen. Wissen Sie, welche das sind? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz.
erstmal möchte ich mich herzlich für die offenen Worte und Anregungen bedanken!
Seitdem ich hier ins Forum geschrieben und euer Feedback dazu gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass ich es einfach zu engstirnig und verbissen gesehen habe. Mir ist bewusster geworden, wie gut ich es doch habe UND was für ein Glück ich mit meinem Chef habe!
Und zwar mag ich ihn so sehr, dass ich ihm ruhig auch einfach so mal einen Kaffee machen würde :) Ich habe mich auch letztens sehr gefreut, als er mich nicht als seine Assistentin vorgestellt hat, sondern es so beschrieben hat, als wären wir ein Team. Es ist für mich auch eine verantwortungsvolle Aufgabe mit großer Ehre. Meine Einstellung war es, die mir die letzten Wochen so schwer gemacht hat.
Ich nehme inzwischen viel mehr wahr, wie viele Freiheiten und Steuerungsmöglichkeiten ich in meiner Position doch habe.
Auch habe ich nicht wenig Privatsphäre. Klar wünsche ich mir an manchen Tagen etwas mehr Ruhe, aber so ist nun mal der Arbeitsalltag und immerhin habe ich nur 1 Chef, nicht mehrere, wie manche hier.
Alpenrose, vielleicht hilft es dir für den Moment bzw. bis zum Beginn eines evtl. Studiums, dass "Sekretärin-sein" nichts mit einem Servicemädchen zu tun hat. Auch wenn es oft gilt, Kaffe zu kochen und zu "servieren". Auch ich sehe mich da eher als Gastgeberin und frage die Kunden meines Chefs direkt nach ihren Wünschen und nehme ihnen auch gerne ihren Mantel ab. Damit bin ich automatisch nicht in der Position, dass ich dazu aufgefordert werde.
Sieh es einfach so, dass Sekretärinnen mehr leisten können und müssen als andere im Betrieb, dass sie einen extrem vielseitigen Beruf haben und, und, und, einfach toll sind.
Da musst du sich nicht unter Druck setzen. Schon gar nicht emotional. Es sei denn, ja, es ei denn, du würdest in deinem Chef mehr sehen als nur den Chef.
Hallo Alpenrose, ich kann mir unter Privatsphäre vorstellen, daß Du es z.B. nicht magst, wenn jemand - und sei es Dein toller Chef - hinter Deinen Tisch kommt, und ev. sogar etwas von da wegnimmt. Das kannst Du auch durch einen kleine Trick verhindern.Wenn jemand hinter den Tisch tritt, stehe ich auf, nehme x-beliebiges in die Hand und gehe ein paar Schritte weg.Der "Eindringling" geht automatisch mit und somit weg vom Tisc h. Dann gehe ich ruhig an meinen Platz zurück. Bei mir hat es oft geholfen.
Sicher gibt es noch weitere solcher kleinen unterbewußten Methoden. Ich hoffe, mit ein wenig Initiative wirst Du mehr Freiraum und Selbstbewußtsein verspüren. Und dann macht vielleicht auch der Rest der Arbeit mehr Spaß.
LG. Frohnatur
Zoso hat recht - "erlernen" kann man Selbstbewusstsein bestimmt nicht, sehr wohl aber "erfahren". Mein Selbstbewusstsein beziehe ich u.a. daraus, dass ich meinen Job gut mache - hier macht mir so leicht keiner was vor. Und daraus, dass ich immer und in jeder Situation ehrlich zu mir und meinen Mitmenschen bin, ohne schonungslos zu sein, aber eben auch nicht scheinheilig.
Vielleicht willst Du auch gar nicht selbstbewusster werden - eventuell vermisst Du ja eine bestimmte Sicherheit in dem, was Du tust. Das kannst Du erlernen und üben.
Zitat:Original geschrieben von Etoblau
(...) Hört sich blöd an, aber Sekki/Assi bist Du oder bist Du nicht. (...)
Das ist wohl wahr.
Selbstbewusstsein, ich bin mir nicht sicher, ob man das "Erlernen" kann.
Wenn Du Dir noch einmal deine Überschrift des threads durchliest - für mich ist sie sehr aussagekräftig.
Als Bürokraft, Assi/Sekki ist man beides. ;) in meinen Augen. Und mehr.
Alpenrose, beim Lesen Deines Beitrags habe ich an manchen Stellen etwas verdutzt geguckt. Du bist doch die engste Mitarbeiterin Deines Chefs, da ist doch klar, dass er zu Dir kommt, wenn ihm außerhalb der festen Besprechungstermine (die ich zur Abstimmung mit meinem Chef auch habe) etwas einfällt. Meiner kommt oft in mein Büro - die Zwischentür steht im Übrigen so gut wie immer offen - und fragt mich nach meiner Sichtweise zu bestimmten Vorgängen. Oder - ich bin länger da als er - nach Ansprechpartnern etc. pp. Auch die Unterhaltung von Büro zu Büro ist normal (z.B. rufe ich rüber, wenn ich in die Küche gehe, und frage, ob er was braucht von dort). Was fängst Du denn mit Deiner von Dir zitierten Privatsphäre an? Wenn ich an komplexen Aufgaben sitze, bei denen Cheffchen mich eventuell stört, dann sage ich ihm das. Ansonsten freue ich mich über seine Anwesenheit.
Das leidige Thema Kaffee und Bewirtungen ist natürlich für viele Kolleginnen ein rotes Tuch. Allerdings sehe ich mich, wenn mein Chef Besuch hat, in der Rolle der Gastgeberin. Zu Hause würde ich auch keinen Besuch sitzen lassen, ohne dass ich etwas anbiete. Inzwischen frage ich seine Besucher, ob ich Ihnen etwas anbieten könne. U.a. auch deshalb, weil Cheffchen das oft vergisst (er selbst hat ja sein Wasser da stehen...).
Alpenrose, Zoso und Pokerface haben es schon gesagt: überdenke, ob Du wirklich den richtigen Job hast. Hört sich blöd an, aber Sekki/Assi bist Du oder bist Du nicht. Die postiven Aspekte unseres Berufs sind hier im Forum an vielen Stellen schon angesprochen worden (man hat die Fäden in der Hand, ist immer mitten im Geschehen, hat mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen zu tun, etc. etc. etc. - ich könnte von morgens bis abends die positiven Aspekte meines Berufs aufzählen). Wenn Du meinst, dass Du dafür nicht geschaffen bist, dann orientiere Dich um, bevor Du unglücklich wirst.
Ich habe schon geahnt, dass es wohl einfach zum Job dazu gehört und mir die Position einfach nicht liegt.
Dann heißt es wohl: Das Beste draus machen und nach vorne schauen!
Was denkt ihr, wie kann ich selbstbewusster werden?
Ich sehe es ähnlich wie Pokerface in vielen Punkten.
Mein Tipp für Dich ist jedoch - versuche, selbstbewusster zu werden. Ich weiß, das sagt sich leichter als es ist. Jedoch denke ich, dass in Dir selbst der Kern deines Problemes liegt.
Das, was Du schilderst sind in meinen Augen die daraus resultierenden, für Dich "negativen" Begleiterscheinungen.
Solltest Du Dich jedoch generell so unwohl in deiner Tätigkeit fühlen, empfehle ich genau wie Pokerface - suche Dir eine andere berufliche Aufgabe.
Also, ich persönlich denke, dass der Service für einen Kaffee für Bewirtungen zu sorgen, absolut zu meinem Job gehört. Sicher kommt es auch ein wenig darauf an, wie von der Chefseite formuliert wird, aber Du schreibst im Einleitungssatz, dass Du einen tollen Chef hast. Und er sagt auch "Bitte", oder? Jedenfalls hast Du das unten so beschrieben.
Das man Termine mit seinem Chef für die feste Tagungsplanung abstimmt, ist auch in Ordnung. Das machen wir auch immer morgens. Wenn mein Chef allerdings im Haus ist, kommt es auch laufend vor, dass er mein Büro betritt und kurzfristig irgendwelche Fragen/Aufgaben/Anforderungen aus dem Ärmel schüttelt, auf die ich dann reagieren muss. Aber das ist mein Job. Dafür bin ich seine Sekretärin/Assistentin.
Das sind nunmal Aufgaben die dazu gehören. In solch einer Position gibt es kein Schema A oder B, nachdem verfahren wird. Sicher hat man sich immer wiederholende Abläufe, aber je höher die Position des Chefs, desto flexibler sollte man sein. Finde ich.
Einen wirklich guten Tipp kann ich Dir leider nicht geben. Ich denke, das Hauptproblem besteht eigentlich darin, dass Du diesen Beruf gar nicht ausüben möchtest. Der einzig gute Ratschlag, der mir hierzu einfällt ist, dass Du Dir vielleicht etwas Neues suchen solltest, das Deinen Anforderungen mehr entspricht. Oder Du musst die Zähne zusammen beißen und durchhalten. Gerade wenn es nur ein/zwei Jahre sind. Die Zeit vergeht so schnell...
Auf Dauer wird Dich dieser Job allerdings nicht glücklich machen und Unzufriedenheit merkt man Menschen an....
Ich drücke Dir ganz fest den Daumen, dass Du hier ein paar gute Ratschläge bekommst, die Dir helfen.
ich bin seit 4 Monaten bei meinem jetzigen AG als (u.a.) seine Assistenz angestellt und bin an sich sehr zufrieden: Toller Chef, angenehmer Arbeitsplatz, schöne Arbeitsumgebung, eigenes Büro!
Doch es fällt mir sehr schwer, nach der Arbeit abzuschalten und ich setze mich selbst sehr unter Druck. Klar, ich möchte, dass mein Chef zufrieden mit mir ist und eine gute Arbeit leisten. Doch ich fühle mich schnell emotional überlastet und dadurch völlig erschöpft.
Besonders schwer fällt es mir, eine selbstsichere und entspannte innere Haltung zu bewahren, wenn mein Chef da ist (3 Werktage in der Woche).
Ich fühle mich schnell wie ein Dienstmädchen, das rund um die Arbeitszeit für jeden Service voll verfügbar ist und nicht wie eine selbstbewusste, durchsetzungsstarke Mitarbeiterin, die ich gerne wäre.
Ein eigenes Büro ist leider nicht gleichzusetzen mit unbegrenzter Privatsphäre. Meine Bürotür ist aus Glas-d.h. Jeder, der vorbeiläuft, sieht alles. Mich und meinen Chef trennt nur eine Durchgangstür und wenn er da ist, dann kommt er ca. alle 20-30 Minuten unangekündigt rein. Das störte mich ziemlich, daher habe ich mit ihm fixe Termine vereinbart, wann wir Tagesplanung besprechen. Seitdem hat es sich gebessert.
Trotzdem wünsche ich mir oft (noch) mehr Privatsphäre und Rückzugmöglichkeiten, wenn mein Chef da ist.
Hat vielleicht jemand Tipps für mich? Wie kann ich freundlich Grenzen setzen - oder ist das eher etwas, das ich einfach akzeptieren muss, weil der Chef nun mal (fast) alles darf? So auch, trotz der Vereinbarung mit den Fixterminen immer wieder einfach reinkommen -auch, wenn er etwas an Büromaterial benötigt - und es sich einfach nehmen.
Im Falle von "akzeptieren müssen": Wie kann ich mich besser abgrenzen und mich selbstsicherer fühlen? D.h. auch mal Kontra geben und "nein" sagen?
Was noch mit reinspielt ist, dass mir der Beruf nicht so liegt. Ich fühle mich oft unter meiner Würde, wenn es heißt: "Bitte machen Sie einen Kaffee für.." Da komme ich mir schnell vor wie ein Servicemädchen. Ich weiß aber, dass Gästebewirtung nun mal zum Berufsbild gehört. Vielleicht stört mich auch die Formulierung. Es könnte genauso heißen: "Es wäre sehr nett, wenn Sie Herrn soundso Kaffee bringen könnten" Oder ist es wieder etwas, das ich einfach akzeptieren muss? Letztlich möchte ich in einen anderen Beruf wechseln bzw. studieren, doch das kann noch 1-2 Jahre dauern, bis ich die Zulassungsvoraussetzungen erfülle und alles geregelt habe.
Über eure Meinung/Feedback/Rat/Tipps zu meinem Anliegen wäre ich sehr dankbar.