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22.05.2012

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Hilfe!!! Cousin flippt nach Trennung völlig aus
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Tatje  05.07.11, 15:02, Beiträge: 73druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Eva,
ich weiß zwar nicht wie weit die Sache inzwischen ist, aber man könnte sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Solche Beratungsstellen gibt es in der ganzen Bundesrepublik (kann man googeln). Nur, wenn Dein Cousin sich nicht helfen lassen will, dann könnt Ihr als Familie es auch nicht, so leid es mir tut. Einweisen lassen geht definitiv nur mit seiner Zustimmung, es sei denn er stellt für andere eine Gefahr dar oder für sich. Dazu muss er erstmal versuchen, sich umzubringen.
Ich habe sowas mit meinem Bruder durch. Der hatte eine schwere Psychose. Es hat Monate gedauert bis ich ihn in einer dramatischen Nacht- und Nebelaktion davon überzeugen konnte, in eine Klinik zu gehen. 5 Monate war er dort und führt jetzt ein komplett anderes Leben, ist medikamentös eingestellt und um einiges glücklicher als in seinem vorherigen Leben, bevor die Krankheit ausbrach.
 
pandemonium  18.03.11, 12:58, Beiträge: 1910druckenzitierenLesezeichen setzen
*schubs*
 
pandemonium  18.02.11, 15:14, Beiträge: 1910druckenzitierenLesezeichen setzen
Eva, ich hoffe, es ist nix schlimmes passiert... Melde dich doch noch mal. Danke!

LG pan
 
Suse77  17.02.11, 18:00, Beiträge: 571druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Eva,

bin mal etwas neugierig, wie gehts deinem Cousin? Hat er sich wieder gefangen oder Habt ihr einen Therapeuten zu Rate gezogen?

Viele Grüße
Suse
 
Etoblau    09.02.11, 17:31, Beiträge: 5847druckenzitierenLesezeichen setzen
Seid Ihr jetzt schon weiter, Eva?
 
Etoblau    03.02.11, 15:10, Beiträge: 5847druckenzitierenLesezeichen setzen
Wie gesagt, Eva: so lange er selbst nicht einsieht, dass er Hilfe braucht, kann ihm auch keiner helfen. Das ist leider ein Teufelskreis. Und je mehr Ihr ihm abnehmt und ihn vertüttelt, desto weniger Einsicht wird er haben.
Ich kann Dir leider keine "Gebrauchsanweisung für Durchgeknallte" erstellen. Vielleicht wendest Du Dich erst einmal an eine Psychologen und fragst ihn um Rat, wie Ihr den Cousin in die Praxis bekommt.
 
Letzte Änderung: 03.02.11, 15:11
eva21  03.02.11, 14:18, Beiträge: 86druckenzitierenLesezeichen setzen
Aber wie kriegen wir ihn denn dazu professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Der Hausarzt den seine Mutter zwischendurch mal gerufen hat, hat ihm schon Beruhigungstabletten verschreiben.
Das Rezept hat er in den Schrank gelegt und dort liegt es seitdem.

Den müssten wir schon an den Stuhl fesseln. Es ist zum heulen
 
AthenaTW  03.02.11, 13:44, Beiträge: 70druckenzitierenLesezeichen setzen
Ich nehme mal an, wenn dein Cousin im Rampenlicht steht, ist er privat versichert. Das kann bei professioneller Hilfe ein Vorteil sein. Kassenpatienten können u. U. 6 Monate und länger warten, ehe ein Termin bei einem Psychologen frei ist (ich und eine gute Bekannte haben es selbst durch, sie hat sich letzendlich für 3 Monate einweisen lassen, weil es nicht mehr ging).

Sessnach könnte aber leider recht haben: Solange von außen kein Grund da ist und er sich nicht freiwillig in die Klinik bewegt ist nicht sicher, ob er eingewiesen wird. Was in meinen Augen aber auch unterlassene Hilfeleistung seitens der Klinik ist. Was sagt denn sein Arzt dazu? Würde er eine Einweisung oder andere Behandlung empfehlen?

@Etoblau:
Soweit ich weiß, wird in den seltensten Fällen "aufgearbeitet". Heutzutage soll wohl nur noch so verfahren werden, dass die einzelnen Symptome erkannt und beseitigt werden, egal ob evt. eine verkorkste Kindheit oder irgendein anderes Trauma dahinter steckt. Kann aber auch sein, dass das jeder Arzt anders sieht und anders verfährt.
 
sessnach  03.02.11, 13:33, Beiträge: 115druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Eva,

so etwas ist sehr schlimm. Gott sei dank sind keine Kinder im Spiel.

Mit Einweisen lassen ist das nicht ganz so einfach. Dafür muss (leider) erst was vorfallen, damit eine Zwangseinweisung erfolgt.

Ähnliches haben wir auch erlebt mit dem Cousin meines Mannes. Sie ist abgehauen und zwei kleine Kids zurückgelassen. Die Spitze des Eisberges war dann, als er sich versucht hat nachts bei uns zu Hause um zu bringen. Er war über Nacht mit seinen Kids bei uns. Unsere Kids waren damals auch noch klein!
Mein Mann hat gemerkt dass irgendwas nicht Stimmt.
Es ging soweit, dass er sogar auf meinen Mann mit dem Messer los ist. Da wurde er dann zwangseingeliefert.

Er hat sich dann wieder gefasst und es ging einige Jahre gut. Hatte eine neue Frau. Aber seit die weg ist, hängt er wieder drin...

Ich kann leider kein Patentrezept geben. Er braucht Hilfe, dass ist klar, aber wenn er keine Annehmenn möchte und solange keine "Gefahr" von ihm ausgeht gibt es keine Möglichkeit ihn zu etwas zu zwingen.

Einen Erwachsenen Menschen kann man nicht die ganze Zeit "betütteln", aber ihm das Gefühl geben zu jederzeit für ihn da zu sein.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und dass Dein Cousin schnell wieder Fuß fasst!

LG
sessnach
 
Etoblau    03.02.11, 13:25, Beiträge: 5847druckenzitierenLesezeichen setzen
Oh Mann, das hört sich aber nach totaler Abhängigkeit an...
Dass Dein Cousin jedem, der es hören und auch nicht hören will, erzählt, wie toll alles war, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass er tief innen drin weiß, dass es eben nicht so toll war und vielleicht sogar den Grund für die Trennung bei sich selbst sieht - er kann es sich nur nicht eingestehen. Daraus resultiert m.E. auch seine totale Verweigerungshaltung. Das Blöde ist: mit gutem Zureden bekommt ihr ihn da nicht raus... Der Mann muss begreifen, dass er selbst die Verantwortung für sein Leben trägt. Die Androhung des Suizids ist reine Hilflosigkeit: wenn sich jemand ernsthaft umbringen will, der kündigt das in den seltensten Fällen groß an.
Fazit: er hatte sein Leben schon nicht im Griff, als er noch mit seiner Freundin zusammen war. Die hat aber u.U. dem Ganzen einen stabilen Rahmen gegeben - so lange, wie sie konnte. Jetzt ist auch dieser Anker weg und die Welt ist zusammengebrochen für Deinen Cousin. Er scheint sich ja selbst völlig aus der Verantwortung zu nehmen und sich auf Babyniveau zurück begeben zu wollen (nicht selbstständig essen etc.). Er sollte so schnell wie möglich in psychiatrische Behandlung, um das alles aufzuarbeiten, was er offensichtlich seit Jahren verschüttet hat. Und leider, leider wird er das nur einsehen, wenn keine Hilfe mehr von außen kommt, die ihn stützt.
 
moenchsnonne  03.02.11, 13:16, Beiträge: 30druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Eva,

ich glaube, dass da die Familie nicht mehr viel weiterhelfen kann. Ab einem bestimmten Punkt kann man sich nur profesionelle Hilfe holen.
Die Familie kann hier wahrscheinlich nur noch unterstützen. Aber direkt helfen? Er muss ja nicht gleich eingewiesen werden, aber zumindest Kontakt mit einem Psychologen aufnehmen ist schon mal ein Anfang.
Alles Gute?
 
eva21  03.02.11, 13:13, Beiträge: 86druckenzitierenLesezeichen setzen
Danke erstmal für eure schnellen Antworten.

Unser Problem ist auch, dass wir leider nicht wissen, wie ernst wir diese Drohungen nehmen müssen.
Direkt von Ihm haben wir (+Family) es nur einmal gehört. Eben in dem aufgeführten Zitat.
Wie ernst müssen wir das nehmen? Hat er das nur so hingesagt?

Alles andere kommt von ihr. Und sie hat im letzten halben Jahr soviel Müll geredet und gemacht, dass ich ihr jede Lüge zutraue....

Ich habe noch nie so eine Trennung erlebt. Wie lange dauert es denn bis diese Selbstmitleidphase rum ist?
 
pandemonium  03.02.11, 11:45, Beiträge: 1910druckenzitierenLesezeichen setzen
Eva, der Gedanken von Athena ist nicht abwegig. Vllt. versucht ihr vor der endgültigen Einweisung erst noch mal, als Familie mit ihm zu sprechen.

Versammelt euch (so viele Familiienmitglieder wie möglich), ladet ihn ein und lasst ihn nicht mehr weg, bis ihr ihm sagen konntet, dass ihr euch große Sorgen um ihn macht, dass er begreifen, akzeptieren und einsehen muss, dass die Beziehung vorbei ist und dass er sich und seine Zukunft (privat und beruflich) ruiniert, wenn er nicht aufhört, sich selbst zu zerstören.

Und dass ihr letztendlich nicht zögern werdet, ihn einweisen zu lassen, wenn er nicht selbst die Reißleine zieht. Letztendlich geht glaube ich kein Weg daran vorbei, denn er ist scheinbar so verletzt und verwirrt, dass er nicht mehr weiß, was er macht...

Für euch alles Gute!!

VLG pan
 
Suse77  03.02.11, 11:44, Beiträge: 571druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo Eva,

das Trennungen immer sehr schwierig sind, ist für jeden von uns nachvollziehbar. Aber was du schreibst, ist schon sehr schwierig.

Hat dein Cousin einen guten Freund, der ganz gut mit ihm sprechen könnte? Wenn ihm selbst sein Job so egal ist, da kannst du glaube ich nur Profis an ihn lassen.

So einen extremen Fall kenne ich (zum Glück) noch nicht. Ihr habt bestimmt in der Familie mit ihm darüber gesprochen und er lässt sich nicht helfen, oder? Das beste wäre für ihn wahrscheinlich sehr viel Ablenkung, Treffen mit Freunden und Familie, damit er gar nicht erst auf andere Gedanken kommen kann. Das hat mir z. B. im letzten Jahr nach der Trennung von meinem Partner sehr gut geholfen, ich habe mich mehr um mich gekümmert, viel mit meinen Freunden unternommen und meine Hobbys mehr verfolgt. Aber jeder verarbeit so was anders. Manche stürzen sich auch gleich in die nächste Beziehung.

Sorry, wenn ich dir nicht so richtig weiterhelfen kann.
 
AthenaTW  03.02.11, 11:39, Beiträge: 70druckenzitierenLesezeichen setzen
Zitat:
Original geschrieben von eva21

Ein Problem ist das er aus beruflichen Gründen sehr im Rampenlicht steht. Würden wir ihn jetzt wegen Suizidgefahr einweisen lassen (und das hab ich mir ernsthaft schon überlegt) könnte man das nicht geheim halten und seine beruflich Zukunft wäre zerstört. Er hat lange und hart dafür gearbeitet. Würde das jetzt deswegen kaputt gehen. Bereut er das sicher sein Leben lang…..



Hallo Eva,

was soll er mit seiner Karriere noch machen, wenn abzusehen ist, dass er irgendwann Selbstmord begehen bzw. sich zu tode hungern wird? Rampenlicht hin oder her, er ist ein ganz normaler Mensch, wie jeder andere. Wenn er sein Leben nicht selbst in den Griff bekommt, dann tut ihm den "Gefallen" und helft ihm wieder auf die Beine.

Ich würde an Eurer Stelle nicht mehr lange zögern und ihn sofort einweisen lassen. Dort ist er am Sichersten vor sich selbst und so etwas ist heutzutage keine Schande mehr. Über die berufliche Zukunft würde ich mir da im Moment absolut überhaupt keine Gedanken machen! Professionelle Hilfe ist jetzt angesagt! Zudem können solche "Phasen" einen auch seelisch und psychisch dauerhaft total aus der Bahn werfen. Dann hätte er auch nichts mehr von seiner Karriere.

Liebe Grüße
 
Letzte Änderung: 03.02.11, 11:41
eva21  03.02.11, 11:22, Beiträge: 86druckenzitierenLesezeichen setzen
Hallo,

ich hätte eine private Sorge und bräuchte dringend Hilfe.

Es geht um meinen Cousin. Er (40, keine Kinder) wurde am 2. Weihnachtsfeiertag von seiner Freundin verlassen.
Beziehung ca 10 Jahre (mit einem Jahr Unterbrechung nach dem 2. Jahr) die letzten 6 Monaten waren eine absolute Katastrophe. Wie sie gegangen ist war nicht unbedingt nett, aber ist jetzt auch egal.

Das Problem: Er spinnt jetzt völlig!!!
War seit 5 Wochen nicht in der Arbeit. Isst nicht, trinkt nicht, schläft nicht (noch 63 kg bei 175cm).
Erzählt jeden den er in die Finger kriegt wie toll doch alles war und wie verliebt sie waren (Kompletter Realitätsverlust, die letzten 6 Monate waren eine nachweisbare Katastrophe!!). Er spricht auch nicht „nur“ mit Familie und guten Freunden darüber. Sondern mit jedem den er in die Finger bekommt. Und auch 10x wenn´s sein muss.

Sie hat ihn auch klar gemacht, dass sie keinen Kontakt mehr will. Trotzdem ruft er ständig an, schreibt Briefe etc. Nicht nur bei ihr, sondern bei Ihren ganzen Freunden + Familie. Angeblich hat er auch schon ein paar leuten erzählt er bringt sich eh um (hat er auch schon zu seiner Schwester gesagt Zitat: Was wär denn wenn ich nicht mehr aufwachen würd…). Jetzt hat er mit einem Trick über den Immobilienmakler ihre neue Adresse bekommen.
Hat er jetzt vor Berufsstalker zu werden?

Das schlimme ist das es nicht besser, sondern immer extremer wird! Der Arzt hat ihm auch schon Beruhigungstabletten verschrieben, die nimmer er gar nicht.

Meine Cousine (seine Schwester) und ich sind mittlerweile völlig ratlos. Was können wir tun? Hat jemand Rat? Evtl. sowas schon erlebt?

Ein Problem ist das er aus beruflichen Gründen sehr im Rampenlicht steht. Würden wir ihn jetzt wegen Suizidgefahr einweisen lassen (und das hab ich mir ernsthaft schon überlegt) könnte man das nicht geheim halten und seine beruflich Zukunft wäre zerstört. Er hat lange und hart dafür gearbeitet. Würde das jetzt deswegen kaputt gehen. Bereut er das sicher sein Leben lang…..

Verzweifelt,
Eva21
 
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