Unsere Zeiten sind extrem schnelllebig – wer da Schritt halten will, muss sich Veränderungen stellen. Aber sind es nicht eher Verbesserungen? Mit unserem kleinen Quiz lernen Sie, wie Sie Veränderungen positiv formulieren.
Zitat:Original geschrieben von Topi@work
Ach dine86...
.... so hat es bei mir auch angefangen. Nachdem ich schon eine Gehaltserhöhung bekommen hatte, habe ich paar Monate später ein neues Jobangebot bekommen. 400€ brutto mehr dafür jetzt auch 8km mehr, schon im ersten Monat ca.30 Überstunden und einen nervigen chef.
Ich würde dir raten, dass du genau darüber nachdenkt bevor du deinem chef die Situation erläuterst.
Wenn du ihm das erzählst und er dir mehr geld bietet SUPER...aber wenn er dir nicht mehr bietet, dann fühlst du dich gezwungen zu gehen.
Wenn du längere Arbeits- und Fahrtzeiten in Kauf nehmen musst,nur um mehr Geld zu verdienen, dann bleib doch lieber gleich in deiner jetzigen Firma. Das kann echt frustrierend sein glaub mir =( Aber ich weiß, dass du es lieber riskieren würdest oder?!
.... so hat es bei mir auch angefangen. Nachdem ich schon eine Gehaltserhöhung bekommen hatte, habe ich paar Monate später ein neues Jobangebot bekommen. 400€ brutto mehr dafür jetzt auch 8km mehr, schon im ersten Monat ca.30 Überstunden und einen nervigen chef.
Ich würde dir raten, dass du genau darüber nachdenkt bevor du deinem chef die Situation erläuterst.
Wenn du ihm das erzählst und er dir mehr geld bietet SUPER...aber wenn er dir nicht mehr bietet, dann fühlst du dich gezwungen zu gehen.
Wenn du längere Arbeits- und Fahrtzeiten in Kauf nehmen musst,nur um mehr Geld zu verdienen, dann bleib doch lieber gleich in deiner jetzigen Firma. Das kann echt frustrierend sein glaub mir =( Aber ich weiß, dass du es lieber riskieren würdest oder?!
Hallo, ich war lange nicht mehr aktiv. Stehe nun aber vor einem Problem. Ich habe ein 2. Gespräch bei einer anderen Firma, mehr Geld, dafür mehr Std und längere Fahrtzeit, aber interessanterer Job. Nun würde ich, würde ich bei meinem AG mehr Geld bekommen gerne hier bleiben. Ich würde warten bis ich von der neuen Firma ein konkretes Angebot habe.. aber dann? Soll ich dann mit meinem Chef sprechen und ihm sagen dass ich gerne bleiben würde wenn er mir mehr bezahlt? (so ist es nämlich)
Das habe ich mich auch gefragt und da MUSS ich dann natürlich die ehrliche Schiene verwenden, solange sich nicht wieder die gleichen Voraussetzungen bieten =)
Aber ich gebe dir schon recht, ein Gespräch auf ehrlicher Basis ist schon der beste Weg =)
Topi, trotzdem: das Argument mit der Provision hättest Du anbringen können. Ich halte es für riskant und auch nicht sonderlich fair, mit einem Jobangebot zu pokern, das es gar nicht gibt. Auch wenn Dir der Erfolg Recht gegeben hat - aber was machst Du beim nächsten Mal?
Ich habs nicht so kritisch gesehen. Außerdem musste ich mich auf das gleiche Niveau ablassen. Mein Chef war nie bereit mit mir über eine Erhöhung zu sprechen und bezog sich immer da auf die Sperre für Gehaltserhöhungen und das obwohl er mich täglich für mein Dasein lobte. Aber so hats dann geklappt. Außerdem war ich stinksauer auf meinen Chef, weil ich die liegengebliebene Arbeit einer Kollegin zu Ende führen musste die lange krank war. Sie arbeitet jedoch auf Provisionsbasis, aber ich habe keinen cent von dem Geld gesehen. Die Dame war krank und hat ihr Geld bekommen und ich durfte ihre Arbeit neben meiner erledigen.
Das finde ich sehr riskant, Topi. Und man kann es genau ein Mal machen... Ich könnte es in dieser Situation auch keinem AG verübeln, wenn er Dir bei nächstbester Gelegenheit mangelnde Bindung an und fehlende Identifikation mit dem Unternehmen unterstellt und überlegt, ob er freiwillig auf Deine Mitarbeit verzichtet. Das sind alles Konsequenzen, die bei einem solchen Verhalten bedacht werden müssen. Diese Karte würde ich nicht spielen, das finde ich riskant und unfair. Schließlich möchte ich, dass man mir gegenüber auch ehrlich, offen und fair agiert, da fühle ich mich zur gleichen Verhaltensweise dem AG gegenüber verpflichtet. Frei nach dem Motto: "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem And'ren zu".
ich hatte bei meiner letzten Erhöhung alles auf eine Karte gesetzt und darauf vertraut, dass mich das Unternehmen wirklich braucht.
Habe meine Chef gesagt, dass ich ein anderes Angebot erhalten habe. An dem Abend habe ich noch die Info bekommen, dass ich eine Erhöhung bekomme. Noch in der Woche war alles übern Tisch und das alles, obwohl ich nicht mal ein richtiges Gegenangebot hatte. =)))
OK hätte auch schief gehen können, aber ich hatte eine Lust Gründe vorzulegen und so ging es dann auch schneller=)
Zitat:Original geschrieben von Etoblau
Allerwichtigstes Argument bzw. Grundsvoraussetzung: der Firma geht's gut. Und dann kann man sich auf die eigene Leistung berufen und damit argumentieren, was alles gut gelaufen ist, was zusätzlich bzw. außergewöhnlich übernommen wurde etc. Allerdings hatte ich bislang immer das Glück, dass meine Chefs selbst auf die Idee kamen, mein Gehalt anzuheben ;-))
Ich würde nicht auf eine Gehaltsanhebung warten. Denn Geld haben kommt von Geld behalten. Bei mir gab es immer nur mehr nach Aufforderung.
acc - Danke, dass du deine Gedanken mit uns teilst. Ich sehe das auch so, dass persönliche Belange nicht in eine Gehaltserhöhung einfließen dürfen, sonst würde ja das Prinzip "Leistung für Leistung" nicht mehr gewährleistet.
In meinem jetzigen Job wird die Arbeitsmenge stetig mehr, nett umschrieben mit "Arbeitsverdichtung". Zusätzliche und/oder höherwertige Tätigkeiten bekommen wir nicht per Anweisung, sondern sie werden uns zugeschmeichelt oder landen mit moralischem Druck auf den Schreibtischen. Gehälter sind nicht verhandelbar. Willst Du mehr Geld, dann musst Du Dich auf einen höheren Posten bewerben.
In meinen früheren Tätigkeiten war das anders. Hier habe ich (erfolgreich, nochnachträglichfreu) Gehaltsgespräche geführt.
Ich persönlich finde, dass persönliche Belange keinen Eingang in Gehaltsgespräche finden sollten. Ich würde mich fürchterlich darüber aufregen, wenn meine Kollegin mehr Gehalt bekommt nicht weil sie mehr leistet, sondern weil ihr Kind ein kostenintensives Auslandsstudium aufnimmt / sie sich mit der Hausfinanzierung übernommen hat / weil ihr Freund arbeitslos geworden ist / sie eine Mieterhöhung erhalten hat / ……..
Wenn es meiner Firma wirtschaftlich sehr schlecht geht, dann würde ich nicht um eine Gehaltsaufstockung ersuchen mögen. Ansonsten bin ich der Meinung: "Ich mache eine gute Arbeit und dafür möchte ich auch gut bezahlt werden"
Zwischen "Tür und Angel" will ich solche heiklen Gespräche nicht führen und außerdem soll mein Gegenüber auch die Chance auf eine Vorbereitung haben. Aus diesem Grund lasse ich mir einen Termin (gerne als ersten oder letzten Termin auf Cheffes Tageskalender) geben. Ich benenne bei meiner Terminbitte auch den Gesprächsgrund. Wenn ich die Bitte nach einem Gesprächstermin stelle, lasse ich mich in dem Moment aber nicht auf das Gehaltsgespräch selber ("ach Frau acc, ich habe jetzt einen Moment Zeit, da könnten wir doch auch gleich mal eben schnell darüber sprechen) ein. Ich erzähle meinen Kollegen weder dass ich ein Gehaltsgespräch anstrebe noch dass ich ein solches Gespräch geführt habe.
Mir fallen Gehaltsgespräche sehr schwer, aber das versuche ich mein Gegenüber nicht merken zu lassen. In Vorbereitung auf das Gespräch übe ich zu Hause laut(!) meine Einleitung und wichtige Argumente. Nur dann kann ich sicher sein, dass am Tag X mein Tonfall auch genauso souverän rüberkommt wie ich es mir vorstelle. Ich muss nicht genau das Eingeübte anbringen, aber ich bin gewappnet und das gibt mir Sicherheit.
In Vorbereitung auf mein Gehaltsgespräch erstelle ich mir zu Hause und schriftlich:
- Welche Arbeiten (Art / Umfang / nachAnweisung-selbstständig-verantwortlich) habe ich ausgeführt bei Übernahme meines Arbeitsplatzes (wahlweise: seit dem letzten Gehaltsgespräch).
- Erledige ich heute noch alle diese Arbeiten?
- Was hat sich verändert bei "nach Anweisung", "selbstständig" und "verantworltich"?
- Was hat sich am Umfang der Arbeiten geändert?
- Welche Arbeiten sind hinzugekommen?
- Welchen Umfang haben die hinzugekommenen Arbeiten?
- Wie erledige ich diese Arbeiten (nachAnweisung – selbstständig - verantwortlich)?
- Welche Fortbildungen habe ich auf eigene Kosten und in meiner Freizeit im Laufe des letzten Jahres besucht / Prüfungen bestanden?
- Welche Fortbildungen habe ich auf Firmenkosten und während der Arbeitszeit im Laufe des letzten Jahres besucht / Prüfungen bestanden?
- Welche Auswirkungen haben diese Fortbildungen auf meinen Arbeitsplatz? (Beispiel: Tagesseminar Excel hat andere Auswirkungen als eine bestandene Ausbildereignungsprüfung)
Diese Aufstellung bringt die Veränderungen an meinem Arbeitsplatz auf den Punkt. Gleichzeitig ist das auch die Grundlage für meine Forderung (Beispiel: gestiegene Arbeitsmengen ergeben eine andere Gehaltsforderung als hinzugekommener Personalverantwortung).
Auf Grundlage dieser Aufzeichnungen erstelle ich eine kurze, übersichtliche und nachvollziehbare Auflistung, die meine Forderung unterstreicht und die ich mit in das Gehaltsgespräch nehme.
In ein Gehaltsgespräch gehe ich niemals mit dem Motto: "Man kann es ja mal versuchen, vielleicht klappt es ja".
Ich überlege konkret (einen Eurobetrag, welchen Umfang einer Arbeitsstundenaufstockung, Höhe Kinderbetreuungskostenzuschuss, Fortbildungskostenübernahme etc.) was ich erreichen will, mit welchem Kompromiss ich gut leben könnte und ob und welche Konsequenzen ich ziehe, wenn ich gar nichts erreicht habe.
Erfolgreiche Umstrukturierungen der Organisationsabläufe
Kosteneinsparung durch Effizienzsteigerung
(Um-)Organisation der zeitraubenden Arbeitsabläufe und damit einhergehende Zeitersparnis
Erfolgreiche Implementierung neuer IT / Buchhaltungsabläufe / Laufzettel etc.... man glaube es nicht, zur Zeitersparnis und Effizienzsteigerung ;)
m.E. kann man hauptsächlich tatsächlich mit Kosteneinsparung oder Effizienzsteigerung argumentieren. Allerdings kannst du natürlich auch damit argumentieren, wenn du neue Abläufe eingeführt oder bestehende Abläufe verbessert hast, dass dein Chef / dein Team / etc. Kosten bzw. Zeit wegen deiner Arbeit einsparen. Und natürlich die Umsatzsteigerung kann man mit den organisatorischen Veränderungen anbringen.
Dazu muss man sagen, dass ich in meinem Bereich hauptsächlich für Organisation, Teaminterne Abläufe und Reisebuchungen tätig bin (und Abrechnung, Schriftverkehr, Kundenkontakt und noch einiges mehr ;) )
Ich hoffe ich habe ein wenig geholfen.
pandemonium, ich bin übrigens Eto's Meinung hier. Persönliche Belange würde ich nicht anbringen.
Nein Pan, eher nicht. Denn das Argument "wir haben doch gerade das Haus gekauft" o.ä. macht Dich erpressbar, die Anschaffung eines neuen Autos ruft Neid hervor etc. pp. Außerdem hat mit diesen Anschaffungen der AG nichts zu tun.
Allerwichtigstes Argument bzw. Grundsvoraussetzung: der Firma geht's gut. Und dann kann man sich auf die eigene Leistung berufen und damit argumentieren, was alles gut gelaufen ist, was zusätzlich bzw. außergewöhnlich übernommen wurde etc. Allerdings hatte ich bislang immer das Glück, dass meine Chefs selbst auf die Idee kamen, mein Gehalt anzuheben ;-))
mich würde mal interessieren, mit welchen Argumenten ihr euren Chef überzeugen konntet, euch mehr Gehalt zu zahlen.
In den gängigen Ratgebern fallen immer die Stichworte Umsatzsteigerung, Neukundengewinnung, Kosteneinsparung etc. Das aber sind Bereiche, die wohl bei den meisten von uns keine oder zumindest keine große Rolle spielen (ausgenommen vielleicht Kostenoptimierung bei Bürogeräten oder Telefonie), da wir oft mehr im administrativen denn im operativen Bereich arbeiten.
Schreibt ruhig alles, was euch einfällt, neben konkreten selbsterprobten Argumenten sind auch Ideen willkommen. Vielleicht verhilft uns das allen zu einer besseren Selbstvermarktung. :-)